Dax Werte: Value at Risk interessante Risikokennzahl
Der Dax verliert im heutigen Handel leicht. Dies liegt an Gewinnmitnahmen, so Marktbeobachter.
Nur: auf der anderen Seite stehen Investoren, die fleißig zu günstigeren Kursen einsammeln.
Daher ist dieses Schlagwort nicht hilfreich für Ihre Investments dieser Woche. Wichtiger ist: wie ist das kurzfristige Risiko. Antwort gibt eine bestimmte Risikokennziffer: Value at Risk.
Wir haben an dieser Stelle diese Kennzahl bereits einige Male vorgestellt, sie hat sich jeweils bewährt. Es geht mit der Bestimmung des Wertes darum, die Abweichung vom Mittelwert abzuschätzen.
Das heißt hier konkret: als Mittelwert oder Referenzwert gilt der Kurs der vergangenen Abschlußwoche. Wir schätzen, wie hoch der maximale Verlust in dieser Woche sein wird.
Das Verfahren ist rein statistisch. Im ersten Schritt legen Sie dabei eine Wahrscheinlichkeit fest, mit der die Verlustwahrscheinlichkeit sich an die Vorgabe halten muss. Wir orientieren uns an einer Standardgröße am Markt, dies ist die Aussagewahrscheinlichkeit von 95%.
Zu 95% verliert die Aktie nicht mehr als…
Damit können wir statistisch eine einfache Aussage erstellen: mit einer Wahrscheinlichkeit in Höhe von 95% wird die Aktie den Wert von xy% nicht unterschreiten.
Diesen Wert ermittelt die Statistik einfach durch zählen. Dabei können Sie im Internet angebotene Formeln verwenden, die aber Nicht-Mathematiker in der Regel nicht verstehen.
Einfacher ist eine Tabelle, die Sie erstellen können. Legen Sie für die vergangenen Tage jeweils den Schlusskurs fest und zählen Sie am Ende der Zeile, wie hoch der Tagesverlust war.
Dann bestimmen Sie schließlich, wie hoch der höchste Tagesverlust war, der noch zu 95% aller Fälle zählte. Das einfachste Beispiel wäre:
der Dax verliert 94mal genau 1 Punkt, am 95ten Tag 2 Punkte, darüberhinaus bis zum 100sten Tag 3 Punkte. 95% aller Werte würden maximal 2 Punkte verloren haben. Hier beträgt der maximale Verlust daher 2 Punkte mit einer Wahrscheinlichkeit von 95%.
Für Wochenbetrachtung interessant
Sie können diese VaR-Modelle, wie sie abgekürzt heißen, selbst aufstellen und einfach verfolgen.
Dafür genügt, wenn Sie zum Beispiel den Dax auswerten wollen, die regelmäßige Kontrolle der Werte in der Tageszeitung. Hier einige Hinweise für den Dax dieser Woche:
- Die höchsten Risiken haben die Commerzbank und die Deutsche Bank. Diese haben einen Value at Risk-Wert in Höhe von mehr als 20.
- Besonders niedrig sind diese Werte bei „Langweilern“: VByer hat ein VaR von 4,5%, Deutsche Post hat ein VaR in Höhe von 8,07%, Fresenius weist 5,49% aus, Henkel 6,53%.
GeVestor meint: diese Hinweise helfen Ihnen, die Performance besser zu kontrollieren. Orientieren Sie sich bei langfristigen Entscheidungen auch an diesen Risikokennziffern.
Die sichersten Werte erhalten Sie, wenn Sie die Statistik selbst führen und über einen langen Zeitraum beobachten.



