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DAX30: Das Märchen vom Sommerloch

In der Urlaubszeit wird es nicht nur an Schulen, sondern auch auf dem Frankfurter Börsenparkett und an den anderen deutschen Börsenplätzen ruhiger.

Daher gelten die Sommermonate an der Börse allgemein als nicht besonders attraktiv und tendenziell eher als verlustbringend.

Doch was ist wirklich dran an dieser Sicht der Dinge? Lässt sich diese Sichtweise mit historischen Daten belegen oder sieht es in Wahrheit sogar ganz anders aus?

Diesen Fragen werde ich jetzt für Sie nachgehen.

Eine langfristige Analyse bringt ein Unentschieden zutage

Für die Überprüfung, ob es im Hinblick auf die Wertentwicklung tatsächlich ein Sommerloch beim DAX gibt oder eher nicht, bedienen wir uns der sogenannten deskriptiven Statistik.

Das bedeutet nichts anderes, als dass ich mittels beschreibender Statistik (also vergangenheitsbezogener Daten) untersuchen werde, ob die Aussage stimmt oder nicht.


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Betrachten wir also einmal exemplarisch den 30-jährigen Zeitraum von 1985 bis 2014, so ergibt sich folgendes Bild:

In 15 Fällen ergab sich in den Sommermonaten von Ende Juni bis Ende September beim DAX ein Minus.

Das bedeutet, dass der 30-Jahres-Vergleich mit einem Unentschieden zwischen Gewinn- und Verlustjahren (in Bezug auf die Sommermonate) endet.

Somit kann ich ein kursmäßiges Sommerloch beim DAX auf Sicht dieser 30 Jahre nicht bestätigen.

Blicken wir daher jetzt auf einen etwas kürzeren Zeitraum, um dadurch eventuell einen eindeutigen Punktsieger zu ermitteln.

In den Jahren zwischen 2005 und 2014 siegten die Bullen

Wenn ich jene Dekade betrachte, zeigt sich, dass die Bullen (die Börsenoptimisten) in 8 von 10 Fällen siegten.

Denn: Mit Ausnahme der beiden Krisenjahre 2008 und 2011 verzeichnete der DAX immer Kursgewinne im Zeitraum von Ende Juni bis Ende September.

Im Zeitraum von 1995 bis 2004, also im 2. Jahrzehnt unseres 30-Jahres-Zeitraums, siegten dagegen die Bären (also die Börsenpessimisten).

Hier fielen in 8 von 10 Fällen teils deutliche Verluste an.

Im Zeitraum von 1985 bis 1994 gab es am Ende ein Unentschieden.

Fazit: Sommermonate weder gut, noch schlecht

Wie Sie gerade erfahren haben, fiel die Wertentwicklung des DAX in den betrachteten 30 Jahren unterm Strich weder besonders positiv, noch besonders negativ aus.

Stattdessen ergab die Betrachtung dieser 30 Jahre ein Unentschieden.

Wenn sich jedoch die Tendenz der 10 Jahre von 2005 bis 2014 fortsetzen sollte, werde ich Ihnen in 10 Jahren an dieser Stelle womöglich berichten können, dass es sehr lohnend ist, in den Sommermonaten DAX-Titel zu halten.

6. Juli 2015

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Tobias Schöneich. Über den Autor

Tobias Schöneich, Jahrgang 1982, begeistert sich seit der Jahrtausendwende und somit seit den Zeiten des New-Economy Booms für das Thema Börse und alles unmittelbar damit Verbundene.