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DB Fondsrente & Co – alles hängt an DWS-Fonds

Eine DB-Fondsrente ist ein Beispiel dafür, dass interessierte Kunden beim Vergleich verschiedener Anbieter.

Eines bedenken sollten: Viel in der Branche sind miteinander verbandelt. Und viele investieren in die gleichen Fonds. Von denen aber hängt vieles ab.

Zunächst: Eine Fondsrente ist ein Fondsinvestment im Versicherungsmantel. Damit sollen die steuerlichen Vorteile einer Rentenversicherung mit den Chancen an der Börse verbunden werden.

DB-Fondsrente – Deutsche Bank-Label für Zurich-Produkt

Zur Struktur: Wer einen Vertrag über eine DB-Fondsrente der Deutschen Bank abschließt, der hat eine Versicherung der Zurich Deutscher Herold, die in Fonds der DWS investiert.

Die DWS ist die Fondstocher der Deutschen Bank. Und die Zurich-Gruppe hat 2006 den Deutschen Herold von der Deutschen Bank übernommen.

DWS hat als Nummer 1-Fondsanbieter in Deutschland neben der Zurich-Gruppe noch eine Reihe weiterer Vertriebspartner, die den DWS-Fonds satte Mittelzuflüsse bescheren.

Die enge Verbindung zwischen der Deutschen Bank, Zurich und DWS lässt sich zum Teil an den Namen ablesen. Besonders deutlich im Segment der Riester-Renten, die sich wegen der staatlichen Förderung großer Nachfrage erfreuen.

DB-Fondsrente eines von mehreren Premium-Angeboten

Die Deutsche Bank bietet neben der DB-Fondsrente Premium eine DB-Basis-Rente als Rürup-Produkt sowie eine Riester-Rente: Die DB-Förderrente Premium. Die ist aber ein DWS-basiertes Produkt von Zurich.

Zurich wiederum vertreibt die DB-Förderrenten und hat die gleichen Produkte unter dem Label Vorsorgeinvest Premium im Regal. In Form der Riesterrente als Förder Rentenivest DWS Premium.

DB-Fondsrenten sind also Produkte von Zurich Deutscher Herold – auf DWS-Basis. Und DWS ist mit der RiesterRente Premium gut im Rennen. Ihr Marktanteil im Riester-Segement: lag 2012 über 75%.

Kurz: DWS ist die Basis, der Rest sind verschiedene Labels. DWS hat aufgrund intensiver Werbung und guter Bewertungen den höchsten Bekanntheitsgrad.

DB-Fondsrente hängt an Vorzeigefonds der Fondstochter

Entsprechend vergleichbar sind die Anlagemodelle und die Fondsstruktur der Premium Angebote. Stets dabei: Die DWS-Flaggschiff-Fonds Akkumula und Vermögensbildungsfonds I.

Vor allem der Vermögensbildungsfonds I ist seit Jahren der Vorzeigefonds von DWS. Er wurde 1970 aufgelegt und entwickelte sich zum Verkaufsschlager. Überdurchscnittliche Wertentwicklungen zeigte auch der etwas ältere und kleinere Akkumula.

Beide sind in großen Teilen identisch und orientieren sich am Vergleichsindex MSCI World.

Der Unterschied: Akkumula ist etwas defensiver ausgerichtet und setzt verstärkt auf Titel aus der zweiten Reihe. Der Vermögensbildungsfonds I eher auf Wachstumstitel.

Der Vermögensbildungsfonds I wurde wiederholt als bester global anlegender Aktienfonds ausgezeichnet. All das geht allein auf das Konto eines Mannes: Klaus Kaldemorgen, der beide Fonds 20 Jahre lang mit viel Instinkt gemanagt hat.

Prämierter Fonds-Primus DWS musste Federn lassen.

In den letzten Jahren jedoch verblasste der Glanz. Akkumula und Vermögensbildungsfonds I rutschten ins Mittelfeld ab. Der Mann, von dem alles abhing, hat Ende 2012 die Verantwortung an Andre Köttner abgegeben.

DWS musste auch bei anderen Fonds Federn lassen und bemüht sich, das Ruder herumzureißen.

Köttner hat die Aktienquote beim Vermögensbildungsfonds auf über 90% erhöht und setzt verstärkt auf  IT- und Technologiewerte.

Außer diesen beiden Klassikern kommen bei DB-Fondsrente & Co der jüngere und erfolgreiche DWS Top 50 Asien sowie DWS Intervest zum Einsatz. DWS Intervest ist jedoch weitgehend vergleichbar mit dem Vermögensbildungsfonds I.

Ob es DWS gelingt, seine früher glanzvollen Ergebnisse in die Zukunft zu retten, bleibt abzuwarten. Der Erfolg einer DB-Fondsrente zumindest hängt weitgehend davon ab.

29. Mai 2013

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Ralf Hartmann
Von: Ralf Hartmann. Über den Autor

Ralf Hartmann arbeitet seit vielen Jahren im Bereich Wirtschaft und Finanzen und hat dabei stets besonders das Wohl des Lesers im Blick. Sein Ziel: Aufklären über Anlagemöglichkeiten und Chancen für interessierte Anleger.