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Deckungsbeitrag: Break Even Point – wann die Gewinnschwelle erreicht wird

Im Rahmen jeder Deckungsbeitragsrechnung kann neben dem Deckungsbeitrag der Break Even-Point ermittelt werden.

Für einen Unternehmer ist das Erreichen der Gewinnschwelle eine wunderbare Sache. Denn ab diesem Zeitpunkt decken die Einnahmen die Ausgaben, ein erster Gewinn wird wahrscheinlich.

Deckungsbeitrag und Break Even Point – sinnvolle Controlling-Instrumente

Kleinen und mittleren Unternehmen steht eine Vielzahl von Controlling-Instrumenten zur Verfügung, neue Methoden kommen ständig dazu. Neben der betriebswirtschaftlichen Auswertung und Kapitalfluss-Rechnung gehört dazu die Break-Even-Analyse (Deckungspunktanalyse).

Wird der Break Even Point ermittelt, zeigt sich wie viele Einnahmen notwendig sind, um eine Deckung der fixen und variablen Kosten zu erreichen. Die allgemeine Entwicklung kann mithilfe eines Soll-Ist- Vergleichs überprüft werden.

Break-Even-Analyse – Deckungsbeitrag und Break Even Point

Deckungsbeitrag und Break Even Point stehen in engem Zusammenhang. Die Break-Even-Analyse baut auf dem Deckungsbeitrag auf. Um zu ermitteln, bei welchem Umsatz das Unternehmen den Break-Even-Point erreicht, wird zwischen Fixkosten und variablen Kosten unterschieden.

Aus dem Stückpreis multipliziert mit der Menge ergeben sich die Umsatzerlöse. Umsatzerlöse minus variable Kosten haben als Ergebnis den Deckungsbeitrag.

Werden vom Deckungsbeitrag die Fixkosten abgezogen und ergibt dies den Wert 0, dann ist der Break-Even-Point (gleichzeitig das aktuelle Betriebsergebnis) erreicht.

Der Break Even Point drückt ein Kosten-Erlös-Niveau aus, welches entweder in Mengeneinheiten (kritische Menge) oder in Werteinheiten (Umsatzdeckungspunkt) gemessen werden kann.

Das Kosten-Erlös-Niveau zeigt an, dass die bis dato erwirtschafteten Deckungsbeiträge ausreichend sind, um die fixen Kosten der Produktion beziehungsweise Leistungserstellung zu decken.

Würde eine weitere Produkteinheit abgesetzt, käme es folglich zu einem Gewinn. Der Deckungsbeitrag würde die fixen Kosten übersteigen.

In einer Grafik zeigt sich das Erreichen des Break Even Point, wenn sich Gesamtkostenfunktion und die Erlösfunktion schneiden. An diesem Punkt entspricht der Deckungsbeitrag den Fixkosten.

Möglichkeiten die Ergebnissituation zu verbessern

Führt die Steigerung der Absatzmenge zu einem positiven Deckungsbeitrag erhöhen sich der Gesamtdeckungsbeitrag und damit der Gewinn.

Durch eine Erhöhung des Preises wird der Deckungsbeitrag  je Stück steigen. Dies gilt auch für den Gesamtdeckungsbeitrag. Die Erlöskurve wird steiler. Der Stückdeckungsbeitrag lässt sich durch die Senkung der variablen Kosten erhöhen. In der Folge würde der Break Even Point schneller erreicht werden. Die Kostenkurve wird flacher.

Durch eine Verringerung der Fixkosten würde die Break-Even-Menge gleichfalls kleiner, da sich die Gesamtkosten insgesamt vermindern.

Es besteht außerdem die Möglichkeit der Sortiments-/Programmbereinigung. Können keine Kostensenkungen beziehungsweise Preiserhöhungen zum Erreichen der Gewinnschwelle realisiert werden und nimmt das Produkt keine strategisch bedeutungsvolle Rolle ein, wäre die Einstellung der Produktion die Lösung.

Kosten und Erlöse ließen sich für das jeweilige Produkt auf 0 senken.

Break-Even-Analyse als Instrument der Erfolgsmessung

Die Break Even Analyse (Berechnung der Gewinnschwelle) ist also als Instrument der Erfolgsplanung und Erfolgskontrolle vielseitig einsetzbar.

Bei der Herstellung mehrerer Produkte führt eine vereinfachte Annahme (Produktion und Absatz der Produkte sind jeweils konstant) zu einem weniger realistischen Ergebnis.

Eine Deckungsbeitragsrechnung, bei der für jedes einzelne Produkt neben dem Deckungsbeitrag der Break Even Point deutlich wird, ist für Entscheidungen zur Sortimentsgestaltung wesentlich genauer.

29. Juli 2013

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Thomas Detlef Bär
Von: Thomas Detlef Bär. Über den Autor

Thomas Detlef Bär ist diplomierter Ökonom. Seit einigen Jahren ist er als Autor rund um den Bereich Finanzen aktiv. Dabei hat er sich auf Ratgeber- und Wissensbeiträge spezialisiert. Lesern möchte er Fakten zur Vertiefung des eigenes Wissen vermitteln und gleichzeitig zu neuen Überlegungen anregen.