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Deckungsbeitrag in der Landwirtschaft – Basis der Betriebsplanung

Landwirtschaftliche Unternehmer müssen betriebswirtschaftlich relevante Zahlen kennen und über deren Bedeutung genau Bescheid wissen.

Eine Reihe von Fragen müssen im Rahmen der Umstrukturierung oder Erweiterung beantwortet werden.

Der Deckungsbeitrag in der Landwirtschaft liefert notwendige Aussagen für die Betriebsplanung.

Was ist der Deckungsbeitrag in der Landwirtschaft?

Der Deckungsbeitrag in der Landwirtschaft ist Ergebnis der objektbezogenen Teilkostenrechnung.

Er stellt die am Markt erzielbaren Erträge dar, vermindert um die mit der Leistungserstellung verbundenen variablen Kosten (einschließlich solcher Spezialkosten wie Saatgut, Dünger, Milch oder Vorfruchtwert).

Der nach Abzug der variablen Kosten verbleibende Überschuss dient zur Deckung der Fixkosten, die unabhängig von der Leistung entstehen.

Das Roheinkommen beziehungsweise der Deckungsbeitrag in der Landwirtschaft wird ermittelt, indem vom Ertrag alle variablen und fixen Kosten abgezogen werden.

Der Deckungsbeitrag kann als Maßstab gelten, welchen Wert die eingesetzte Arbeit hat, wie sie also entlohnt wird.

Die Deckungsbeitragsrechnung liefert gleichzeitig die Antwort auf die Frage: Welcher zusätzliche Ertrag bleibt, wenn diese Maßnahme umgesetzt wird?

Deckungsbeitragsrechnung in Landwirtschaft

In der Landwirtschaft ist es wie in manch anderen Wirtschaftszweigen nicht einfacher geworden, ein Unternehmen zu führen.

Denn auch hier nehmen die Betriebe stetig an Größe und Komplexität zu.


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Soll ein laufender Betrieb optimiert werden, unterstützt den Landwirt eine Schwachstellenanalyse anhand der Betriebszweigauswertung.

Wenn ein Betrieb umorganisiert oder vergrößert werden soll, müssen andere Fragen beantwortet werden.

Hier spielt beispielsweise eine Rolle, welche Kosten mit der Produktion ansteigen und welche sich im Planungszeitraum nicht verändern.

Fundierte Planung mithilfe der Deckungsbeiträge

Die Deckungsbeitragsrechnung ist ein sinnvolles Planungsinstrument für die Teilkostenrechnung bis zum Unternehmensgewinn.

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Um den Deckungsbeitrag zu ermitteln, werden die zusätzlich erzielten Leistungen pro erzeugter Einheit mit den jeweils anfallenden Kosten verrechnet.

Die Berechnung des Beitrages erfolgt für jedes Tier und alle Stallplätze oder jeden Hektar.

Im Ergebnis spiegelt sich der entsprechende Beitrag zur Deckung der Fixkosten bis hin zum Gewinn wieder.

Deckungsbeiträge des Ist-Betriebs zeigen das abgelaufene Wirtschaftsjahr an.

Wird ein Ist-Betrieb optimiert, gibt dies Hinweise auf die Beantwortung der  Frage: Was wäre mit Preisen der Gegenwart in der vorgefundenen Ausgangssituation möglich gewesen?

Die Ziellösung muss sich an dieser Berechnung messen lassen.

Die erwarteten Leistungen und Kosten müssen für das anvisierte Jahr angepasst werden.

Über die Summe der einzelnen Deckungsbeiträge bildet sich der Gesamtdeckungsbeitrag. Von diesem werden die Fixkosten abgezogen.

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Nicht nutzbare Anlagegüter bleiben brachliegen oder werden verkauft. Etwaige neu zu schaffende Produktionskapazitäten werden hinsichtlich der Kosten erfasst.

Das Ergebnis ist der erwartete Unternehmensgewinn im Planungsjahr.

Deckungsbeitrag in der Landwirtschaft als Standarddeckungsbeitrag

Vom Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz wird der Deckungsbeitrag in der Landwirtschaft als Standarddeckungsbeitrag (SDB) auf dessen Webseite öffentlich gemacht.

Standarddeckungsbeiträge werden jedes Jahr vom KTBL (Kuratorium für Technik und Bauwesen in der Landwirtschaft e.V.) für 38 Regionen (Regierungsbezirke) ermittelt.

Insgesamt sind SDB für 40 Produktionszweige der Bodennutzung und weitere 30 Tierhaltungsmerkmale verfügbar.

Der SDB pro Flächen- oder Tiereinheit ist identisch mit der geldlichen Bruttoleistung, vermindert um entsprechende variable Spezialkosten.

Die Grundlage der Daten bilden Statistiken und Unterlagen über Preise, durchschnittliche Kosten, Erträge und Leistungen.

31. März 2013

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Thomas Detlef Bär
Von: Thomas Detlef Bär. Über den Autor

Thomas Detlef Bär ist diplomierter Ökonom. Seit einigen Jahren ist er als Autor rund um den Bereich Finanzen aktiv. Dabei hat er sich auf Ratgeber- und Wissensbeiträge spezialisiert. Lesern möchte er Fakten zur Vertiefung des eigenes Wissen vermitteln und gleichzeitig zu neuen Überlegungen anregen.