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Deckungsbeitragsrechnung leicht gemacht mit Beispielrechnung

Die Deckungsbeitragsrechnung ist ein sehr hilfreiches Instrument, um die Wirtschaftlichkeit von Produkten zu errechnen und zu vergleichen. Auch für die Festlegung von Preisen ist die Deckungsbeitragsrechnung ein notwendiges Werkzeug.

Deckungsbeitragsberechnung: Formel

Die grundlegende Formel, um den Deckungsbeitrag zu berechnen, ist recht einfach, sie lautet:

Formel  

Den Deckungsbeitrag berechnen

?
Die Deckungsbeitrag-Formel ist ein Instrument, um die Wirtschaftlichkeit von Produkten oder Produktgruppen zu berechnen und gegenüberzustellen. Er stellt den Anteil dar, der zur Deckung der Fixkosten eingesetzt wird. Daher auch der Name Deckungsbeitrag.
$$\bo\text"Deckungsbeitrag"=\text"Verkaufserlös " -\text"variable Kosten"$$
Ergebnis berechnen

Diese Formel wird dann jeweils zur Berechnung des Stückdeckungsbeitrags oder des Gesamtdeckungsbeitrags angepasst.Mit der Deckungsbeitrag Formel die Wirtschaftlichkeit berechnen.

Einen Sonderfall stellt der relative Deckungsbeitrag dar: Hier wird der sogenannte Engpassfaktor in die Berechnung mit einbezogen. Betrachten wir eine Deckungsbeitragsrechnung aber nun zunächst an einem einfachen Fallbeispiel.

Deckungsbeitragsrechnung: Einfaches Beispiel

Nehmen wir für unser Beispiel einfach einen Getränkestand in einem Fußballstadion. Der Pächter des Standes arbeitet allein in seinem Getränkestand, hat also keine Lohnkosten für Angestellte zu entrichten. Seine Fixkosten für Pacht, Versicherungen etc. betragen 3000 € je Monat.

An seinem Stand verkauft er Bier, Cola und Wasser. Der Einkaufspreis für alle Getränke liegt bei 1 € je Einheit. Der Verkaufspreis für Bier beträgt 2,00 €, für Cola ist er 1,80 € und für Wasser 1,30 €. Damit ergeben sich folgende Stückdeckungsbeiträge:

GetränkeRechnung
Bier:2,00 € -1,00 € = 1,00 €
Cola:1,80 € – 1,00 € = 0,80 €
Wasser:1,30 € – 1,00 € = 0,30 €

Dieses (wenn auch sehr vereinfachte) Beispiel mit den Getränken ist nicht aus Zufall gewählt. In einigen theoretischen Betrachtungen, die einfach nur Produkt A, B und C einsetzen, würde nun die Schlussfolgerung stehen, dass das Produkt Bier den höchsten Deckungsbeitrag erzielt und somit allein hergestellt und/oder verkauft werden sollte.

Unterschied zwischen Theorie und Praxis

Hier ist der Punkt, an dem sich Theorie und Praxis aber oftmals voneinander entfernen. Auch wenn das Produkt Bier in unserer Deckungsbeitragsrechnung den höchsten Stückdeckungsbeitrag erzielt, haben die anderen Produkte dennoch einen positiven Deckungsbeitrag, tragen also zu einem positiven Unternehmensergebnis bei.

In unserem Beispiel wird auch ersichtlich, dass sich die Produkte Cola und Wasser nicht einfach durch das Produkt Bier ersetzen lassen. Wer Wasser oder Cola kauft, wird einen Grund dafür haben – sei es, dass er kein Bier mag, dass er zu jung ist, um eines zu erwerben oder dass er mit dem Auto gekommen ist.

StückdeckungsbeitragVerkaufte StückeGesamtdeckungsbeitragSumme
Bier1300030003000
Cola0.8200016004600
Wasser0.310003004900
Fixkosten-3000
Betriebsergebnis1900

Aus der Tabelle wird ersichtlich, dass mit dem Produkt Bier allein trotz den höchsten Deckungsbeitrags nur der Break Even Point erreicht wird. Damit wird also noch kein Gewinn erzielt.

Da unser Kleinunternehmer keinen Einfluss auf die Absatzmenge nehmen kann, könnte er zwar den Preis für Bier erhöhen, um Gewinn zu erzielen. Doch es ist ungewiss, ob seine Kunden bei einem höherem Preis auch weiterhin genauso viel bestellen würden. Deckungsbeitragsberechnung: Beispiel zu diesem Kalkulationsverfahren

Daher sind die anderen Produkte trotz ihres niedrigen Deckungsbeitrags wichtige Elemente, um in der Deckungsbeitragsrechnung insgesamt einen Gewinn zu erzielen.

10. Juni 2013

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Rüdiger Dalchow. Über den Autor

Seit 1995 ist er selber aktiv an den Märkten tätig und hat dabei sowohl Hochs als auch Tiefs erlebt. Aus dieser Erfahrung heraus ist es sein Ziel, dem privaten Anleger oftmals zu kompliziert dargestellte Zusammenhänge an der Börse möglichst einfach, aber dennoch effektiv näherzubringen. Seit 2011 führt sein Blog www.aktienhandel-einsteiger.de mit interessanten Fachartikeln und Interviews durch das Aktiendickicht.