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Definition des Cost-Average-Effekt: Das Plus beim Vermögensaufbau

Wer sich mit dem wichtigen Thema Vermögensaufbau beschäftigt, dem laufen viele Fachausdrücke über den Weg. Um das Ganze noch verwirrender zu gestalten sind viele dieser Begriffe auch noch englische Begriffe, die einfach ins Deutsche übernommen wurden.

Der Cost-Average-Effekt ist ein solcher Anglizismus, der seinen Weg in die deutsche Finanzsprache gefunden hat. Aber was bedeutet der Begriff und wie hilft der Cost-Average-Effekt beim Vermögensaufbau?

Cost-Average-Effekt: Übersetzung und Definition

Ein wenig Licht ins Dunkel bringt schon die Übersetzung des Cost-Average-Effekts, die im Deutschen „Durchschnittskosteneffekt“ lautet. Der Vorteil dieses „Durchschnittskosteneffekts“ liegt darin, dass Anleger die Preisschwankungen am Markt, die sogenannte Volatilität, ausnutzen.

Wirtschaftsgüter, egal ob Benzin an der Tankstelle oder Anteile an Investmentfonds, schwanken in ihrem Preis. Da es nahezu unmöglich ist den perfekten Zeitpunkt zum Kauf eines Wirtschaftsgutes festzulegen, hilft der Cost-Average-Effekt die Preisschwankungen auszugleichen. Kaufen Anleger mit einem festgelegten Betrag jeden Monat Fondsanteile, kaufen sie also bei niedrigen Kursen mehr und bei höheren Kursen weniger Anteile.


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Der so entstehende Durchschnittspreis liegt zwar über dem optimalen Preis, der sich am Tiefpunkt der Preisentwicklung ergeben hätte, verhindert aber auch das Einsteigen zu einem Höchstpreis. Über einen längeren Zeitraum betrachtet, ergeben sich so gute Renditechancen bei einem weit geringeren Risiko, welches ein Einmalinvestment mit sich bringen würde.

Den Cost-Average-Effekt schon mit kleinen Ansparbeträgen nutzen

Dadurch, dass der Cost-Average-Effekt durch den regelmäßigen Ankauf von Wertpapieren auftritt, hilft er Anlegern beim Vermögensaufbau. Während das direkte Investment in Aktien oder andere Anlageklassen zumindest einige tausend Euro an Startkapital voraussetzt, bieten Fondssparpläne die Möglichkeit einen kontinuierlichen Anlagebetrag einzuzahlen.

Mit Hilfe solcher Fondssparpläne können Anleger schon ab 25€ monatlich aufwärts in die verschiedenen Anlageklassen investieren. Egal ob Aktien, Gold oder Immobilien, über sogenannte ETF´s (Exchange Traded Funds) wird mittlerweile die volle Palette des Finanzmarktes über Fonds dargestellt.

Maximierung des Cost-Average-Effekt

Da der Cost-Average-Effekt eine höhere Wirkung bei volatilen Werten hat, empfiehlt es sich Fonds auszuwählen, welche die Marktschwankungen nicht abfedern. Ein gutes Mittel sind hier Indexfonds, welche 1:1 den gewählten Aktienindex abbilden.

Mit steigender Vermögenssumme verliert der Cost-Average-Effekt seine Wirkung. Dies liegt daran, dass der Anteil der monatlichen Zukäufe im Verhältnis zum Gesamtvermögen abnimmt. Nun kann die Summe der monatlichen Zukäufe erhöht werden, um so den Cost-Average-Effekt aufrecht zu erhalten, was aber auch eine höher monatliche Belastung bedeutet.

Die zweite Möglichkeit besteht darin, dass bisher geschaffene Vermögen aus dem volatilen Fonds in einen „ruhigeren“ Fonds umzuschichten. Hier bieten sich aktiv gemanagte Dividendenfonds an, um das geschaffene Vermögen mit möglichst geringem Risiko weiter wachsen zu lassen.

Der Cost-Average-Effekt: wo Licht ist, ist auch Schatten

Die Zinsen, die es auf dem Sparbuch gibt sind kaum erwähnenswert und können keinen Beitrag zum Vermögensaufbau leisten. Gerade wer mit kleinen Beträgen für den eigenen Ruhestand oder für die Ausbildung der Kinder vorsorgen will hat nix zu verschenken. Mit Hilfe des Cost-Average-Effekts bieten Fondssparpläne eine gute Möglichkeit für die Vermögensbildung.

Kritik an den Möglichkeiten, die sich durch den Cost-Average-Effekt bieten gibt es aber auch: So wird bei vielen Sparplänen die Auszahlung in Raten geführt, was den Cost-Average-Effekt dann in gegenteiliger Richtung auftreten lässt. Bei Kursgewinnen wird das kleine Plus, das durch den  Cost-Average-Effekt entstanden ist, von der Abgeltungssteuer wieder „aufgefressen“, wenn die Gewinne über dem Freibetrag liegen.

14. Mai 2014

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Rüdiger Dalchow. Über den Autor

Seit 1995 ist er selber aktiv an den Märkten tätig und hat dabei sowohl Hochs als auch Tiefs erlebt. Aus dieser Erfahrung heraus ist es sein Ziel, dem privaten Anleger oftmals zu kompliziert dargestellte Zusammenhänge an der Börse möglichst einfach, aber dennoch effektiv näherzubringen. Seit 2011 führt sein Blog www.aktienhandel-einsteiger.de mit interessanten Fachartikeln und Interviews durch das Aktiendickicht.