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Definition: Zerobonds als außergewöhnliche Anleihe

Beim Handel mit Anleihen stoßen Anleger früher oder später auch auf sogenannte Zerobonds. Eine Definition kann dabei nur gegeben werden, wenn das zugrunde liegende Konzept von Anleihen verstanden wurde.

Die Anleihe kurz erkärt

Anleihen sind festverzinsliche Wertpapiere, die ähnlich wie Aktien gehandelt werden. Im Gegensatz zur Aktie erhält der Anleger jedoch keine Anteile am Unternehmen, sondern gewährt ihm einen Kredit.

Die herkömmliche Anleihe ist also ein Vertrag, der die Zahlung eines zeitabhängigen Entgelts – zu Deutsch: eine Zinszahlung – sowie die Rückzahlung des Kredits zu einem festgelegten Zeitraum festlegt.

Zerobonds besitzen ähnliche Charakteristika, haben jedoch einen entscheidenden Unterschied.

Zerobonds: Der entscheidende Unterschied

Im Vergleich zu herkömmlichen Anleihen wird hierbei nämlich auf regelmäßige Zinszahlungen während der Laufzeit, den so genannten Kupon, verzichtet.

Dies bedeutet, dass die für Anleihen übliche Renditechance auf diesem Wege entfällt.

Mehr zum Thema: Die Merkmale von Zerobonds unter der Lupe


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Natürlich müssen die Kreditgeber dennoch nicht auf einen geldwerten Vorteil verzichten. Hierfür existieren zwei unterschiedliche Varianten.

Definition: Zerobonds in mehreren Varianten

Bei der klassischen Nullkuponanleihe wird am Ende der Laufzeit der auf der Anleihe angegebene Nennwert ausbezahlt. Der Gewinn wird dabei durch einen Abschlag erzielt, der auch Disagio genannt wird und bei der Ausgabe vom Käufer einbehalten wird.

Je länger dabei die Laufzeit ausfällt, desto höher wird gleichzeitig das Disagio.

Bei einem Zinssammler werden hingegen wie üblich Zinsen auf den Nennwert angesammelt, die jedoch nicht im Jahres- oder einem sonstig festgelegten Rhythmus ausbezahlt werden, sondern bis zum Ende der Laufzeit angesammelt werden.

Hierbei kann sowohl die Zahlung von festen als auch von dem Marktzinssatz angepassten Zinsen vereinbart werden.

Börse reagiert mit starken Kursschwankungen

Zerobonds werden ebenso wie herkömmliche Anleihen an der Wertpapierbörse gehandelt.

Da Zerobonds nicht auf regelmäßige Zinszahlungen setzen können, besitzen sie eine hohe Volatilität, ihr Kurs schwankt also sehr stark. Ausschlaggebend hierfür ist die Entwicklung des aktuellen Marktzinssatzes.

Steigen diese Zinsen an, sinkt der Handelskurs des Zerobonds deutlich ab. Sinken die Zinsen hingegen, gewinnt der Zerobonds an Wert.

Mehr zum Thema: Vor- und Nachteile von Zerobonds abwägen

Dies hat seine Ursache in der extrem langen Duration der Anleihe: Die Auszahlung findet in jedem Fall erst zum Ende der Laufzeit statt.

Bei hohen Marktzinsen würde eine normale Anleihe somit kurzfristig eine höhere Rendite bringen, der Kurs des Zerobonds fällt.

Zerobonds mit steuerlichen Vorteilen

Steuerrechtlich bringt die Sonderform hingegen Vorteile. Erträge aus Anlagen werden in der Bundesrepublik erst bei Fälligkeit besteuert, falls die Anlagen nicht vorzeitig verkauft werden.

Mit Zerobonds kann diese Fälligkeit beim Vertragsabschluss in eine Zeit gelegt werden, in der sie steuerliche Vorteile bringt.

Dies kann beispielsweise in der Rente der Fall sein, wenn nur noch wenige sonstige Einkünfte versteuert werden müssen.

Zerobonds sind demnach auf jeden Fall einen oder auch mehrere Blicke wert.

4. April 2013

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: David Gerginov. Über den Autor

David Gerginov wuchs in einem internationalen Umfeld auf und entdeckte schon früh sein Interesse am Thema Finanzen. Er publizierte unter anderem zum Thema Schuldenbremse und beschäftigt sich heute mit allen Fragen rund um Wirtschaft, Politik und Finanzen.