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Deflation und Gold: Eine offene Beziehung

In einer Deflation steigt der Wert des Geldes, da die Preise für Waren und Dienstleistungen flächendeckend zurückgehen. Aber wie wirkt sich eine Deflation auf Gold aus? Steigt der Goldpreis oder fällt er?

In einer Inflation ist die Sache eindeutig, da Anleger Gold kaufen, um sich vor einer Geldentwertung zu schützen. Das Wechselspiel zwischen Deflation und Gold ist dagegen nicht so leicht vorauszusagen.

Große Depression: Gold schlägt sich tapfer

Da Deflationen im Vergleich zu Inflationen nur sehr selten vorkommen, gibt es nur wenige historische Beispiele, anhand derer man die Wechselwirkungen zwischen Deflation und Gold analysieren könnte.

Die Große Depression, die 1929 am schwarten Freitag im Börsencrash ihren Anfang nahm, bildet da glücklicherweise eine Ausnahme. Sie war nämlich in den ersten Jahren von 1929 bis 1932 durch deflationäre Entwicklungen gekennzeichnet.

Allerdings galt zu dieser Zeit noch der Goldstandard. Der Goldpreis konnte sich daher nicht frei nach Angebot und Nachfrage entwickeln. Die Preise für Goldminenaktien konnten sich dagegen auch damals frei entwickeln.


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So entwickelten sich in der Großen Depression die Aktien von Goldminen deutlich besser als andere Aktien. Es ist daher zu vermuten, dass der Goldpreis in der nächsten Deflation besser abschneiden wird als die Preise anderer Anlageklassen.

Entwicklung des Silberpreises lässt Rückschlüsse zu

Da sich Gold- und Silberpreise historisch sehr ähnlich entwickelt haben, lohnt sich ein Blick auf den Silberpreis im besagten Zeitraum. Währen die Aktienkurse 1931 und 1932 42 Prozent bzw. 51 Prozent nachgaben, verlor Silber im selben Zeitraum nur 8 Prozent bzw. 16 Prozent an Wert. Silber entwickelte sich damit deutlich besser als der Gesamtmarkt.

Die Nachfrage nach Silber als Industriemetall ging dabei aufgrund des konjunkturellen Einbruchs zurück. Da Gold von der Industrie kaum nachgefragt wird, hätte sich Gold in der Großen Depression bei flexiblen Preisen wahrscheinlich sogar besser entwickelt als Silber.

Deflation und Gold: Liquidität spielt eine wichtige Rolle

Goldminenaktien haben sich in der Großen Depression relativ positiv entwickelt. Dennoch birgt eine Deflation selbstverständlich immer das Risiko, dass auch der Goldpreis fällt.

In einer Deflation gehen die Preise zurück. Es gibt eine hohe Arbeitslosigkeit und viele Unternehmen müssen Insolvenz anmelden. Die Banken müssen viele Kredite abschreiben und vergeben daher kaum neue Kredite.

Die Liquidität im Markt geht zurück. Da das Geld knapp ist, sind Privatpersonen aber auch institutionelle Investoren gezwungen, ihre Goldbestände zu veräußern, um ihren finanziellen Verpflichtungen nachkommen zu können. Durch das zusätzliche Goldangebot könnte der Preis für das Edelmettal sinken.

Anderseits wird das hohe Ausfallrisiko bei Staats- und Unternehmensanleihen Gläubiger dazu veranlassen, einen Teil ihres Vermögens in Gold umzuschichten. Das könnte den Goldpreis dann wieder stabilisieren.

Deflation: Gold gilt als sicherer Hafen

In unsicheren Zeiten sehnen sich Anleger nach einem sicheren Hafen. Das gilt insbesondere für inflationäre bzw. deflationäre Phasen.

Es ist daher nicht unwahrscheinlich, dass sich der Goldpreis in einer Deflation im Vergleich zu anderen Anlageklassen relativ stabil entwickeln wird. Da Deflation und Gold eine schwer einschätzbare Beziehung haben, sollten Anleger selbst in einer deflationären Phase nur einen Teil ihres Vermögens in Gold investieren.

31. August 2012

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Ludwig Buhmann
Von: Ludwig Buhmann. Über den Autor

Ludwig Buhmann analysiert für die GeVestor-Leser politische Entwicklungen rund um den Globus.