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Die Krise von 1857: Auswirkungen der ersten Weltwirtschaftskrise

Wenn man sich die Wirtschaftskrisen in der vergangenen Geschichte näher ansieht, stellt man fest, dass diese keineswegs wie gerne behauptet wird, zu Inflationen führten, sondern stets zu Deflationen. Die Abfolge der Ereignisse unterscheidet sich zwar im Detail, nicht jedoch im prinzipiellen Ablauf.

Zunächst kam es immer zu einem Wirtschaftsboom, dem eine Spekulationsphase folgte. Platzte die Spekulationsblase, dann entstand daraus eine Krise mit Kapitalrückzug und Deflation.

Nach längeren Deflationsphasen kam es in Folge zu kriegerischen Konflikten und erst nach dem Krieg zur Inflation, dies beweisen die Krisen der letzten 150 Jahre

Die Wirtschaftskrise von 1857 führte mit einer Deflation in den Amerikanischen Bürgerkrieg. Eine der ersten weltumspannenden Krisen ging Mitte des 19. Jahrhunderts von Amerika aus.


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Damals litt Amerika, wie auch heute wieder, unter einem hohen Handelsbilanzdefizit.

Die Krise von 1857: Die erste Weltwirtschaftskrise und ihre Folgen

Dieses Ungleichgewicht hatte zur Folge, dass ständig Gold aus dem Land abgezogen wurde und sich die Goldreserven massiv verringerten. Um die verbleibenden Reserven zu sichern, kam es im Sommer 1857 zu einer verhängnisvollen Entwicklung. Die US-Banken beschlossen eine drastische Anhebung der Zinsen. Das hatte für die wirtschaftliche Entwicklung des Landes verheerende Folgen.

Große Infrastrukturprojekte der USA wie der Eisenbahnbau, die kreditfinanziert waren, kamen zum Erliegen. Zu allem Übel waren auch noch die amerikanischen Weizenexporte nach Europa stark eingebrochen, so dass viele Farmer in finanzielle Nöte gerieten und ihre Schulden nicht mehr begleichen konnten.

Am 24. August 1857 meldete die bis dahin als grundsolide geltende Ohio Life Insurance and Trust Company überraschend Konkurs an. Die Folge war ein dramatischer Absturz der New Yorker Börse und zahlreiche Pleiten von Banken und Handelshäusern.

Erneuter Wall Street-Crash

Um die Situation etwas zu entspannen, hatten die großen Banken beschlossen, eine größere Menge Gold aus Kalifornien als Sicherheitsreserve an die Ostküste zu bringen. Doch das Schiff geriet in einen Hurrikan und sank mit seiner gesamten Fracht. Die Nachricht löste in der Finanzwelt eine Panik aus und führte im Oktober 1857 zu einem erneuten Crash an der Wall Street.

Auch Europa war sofort von der Krise betroffen. Besonders Großbritannien und Skandinavien mussten wegen ihrer engen Handelsbeziehungen zu den USA heftige Einbußen hinnehmen.

Von der Deflation in den Bürgerkrieg

Im Deutschen Reich musste besonders Hamburg Federn lassen. Die dortigen Banken bekamen ihre Kredite nicht mehr zurückbezahlt. Im Dezember 1857 drohte fast allen Hamburger Banken der Konkurs. Es dauerte gut zwei Jahre, bis die Krise in den USA und Europa überwunden war.

Die Folge dieser Krise war eine weit reichende Deflation, die nicht zuletzt eine Ursache für den späteren amerikanischen Bürgerkrieg war.

16. März 2011

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Günter Hannich. Über den Autor

Günter Hannich ist Bestseller-Autor und gefragter Experte auf dem Gebiet Kapitalschutz. Sein Anliegen ist der Schutz von Anlegern, damit diese die nächste Krise sicher meistern können.