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Den Nominalzins zu berechnen reicht bei Krediten oder Geldanlagen nicht aus

Jedes Darlehen beziehungsweise jede Geldanlage wird mit einem Nominalzins versehen. Dieser wird per anno, also pro Jahr, angegeben.

Er unterscheidet sich vom effektiven Jahreszins dadurch, dass er keine Gebühren enthält.

Den Nominalzins zu berechnen ist nicht ausreichend

Der Nominalzins ist wichtig, um den Ertrag einer Geldanlage oder eines Kredits zu berechnen.

Die Zinsen werden dem Anleger jeweils zu einem Stichtag, meist zum Ende des Kalenderjahres oder des Anlagejahres, gutgeschrieben.

Der Zinseszinseffekt ist im Nominalzins nicht mit einberechnet.

Mehr zum Thema: Unterschied: Effektiv- und Nominalzins sind nicht dasselbe

In den Gesamtkosten für einen Kredit sind noch Gebühren enthalten, weshalb die reine Berechnung des Nominalzinses nicht aussagekräftig genug ist.

Wovon der Nominalzins abhängt

Wie hoch der Nominalzins bei einem Kredit oder einer Geldanlage konkret ist, hängt von vielen verschiedenen Faktoren ab.

Die allgemeine wirtschaftliche Situation eines Landes, die allgemeine Zinssituation, die Laufzeit eines Kredits oder einer Geldanlage und die individuelle Bonität des Anlegers beziehungsweise Kreditnehmers sind ausschlaggebend, wenn es darum geht, den Nominalzins zu berechnen.

Der Zinssatz, der auf einen Kredit angerechnet wird, ist gleichbleibend und ändert sich in der Regel nicht, wenn er einmal festgelegt wurde.

Mehr zum Thema: Nominalzins berechnen – wie es geht und was er aussagt 

Der Grundbetrag ändert sich jedoch, da zum Beispiel bei einer Geldanlage der ursprünglich angelegte Betrag durch die Zinsen wächst und dann für das nächste Jahr als Grundlage dient für die neue prozentuale Berechnung.

Anleger sollten stets den effektiven Jahreszins im Auge behalten

Bei einer Geldanlage ist der Nominalzins häufig höher als der effektive Jahreszins. Bei einem Kredit ist es genau andersherum, da zum Nominalzins in diesem Fall noch Bereitstellungskosten, Bearbeitungs- und Verwaltungsgebühren und sonstige Kosten hinzukommen.

Für Anleger ist es daher wichtig, dass sie beim Vergleichen von Kreditangeboten immer den effektiven Jahreszins im Auge behalten. Für Geldanlagen gilt dasselbe, da auch hier noch Gebühren erhoben werden, die den Nominalzins beeinflussen.

Erst wenn alle Gebühren mit einberechnet sind, ist der Zinssatz aussagekräftig und kann mit anderen Angeboten verglichen werden.

Für Kredite ist ein möglichst niedriger Nominalzins positiv für den Anleger, bei Geldanleihen profitiert er von hohen Zinsen.

Gerade bei langjährigen Geldanlagen reicht die Angabe des Nominal- oder des Effektivzins aber nicht aus, da darin die Inflation nicht mit einberechnet ist.

Mehr zum Thema: Nominalzinsberechnung per Formel 

Es ist daher für Anleger immer wichtig, auch den Realzins im Auge zu behalten, denn dieser ist der um die Inflation bereinigte Nominalzins.

9. Juli 2013

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: David Gerginov. Über den Autor

David Gerginov wuchs in einem internationalen Umfeld auf und entdeckte schon früh sein Interesse am Thema Finanzen. Er publizierte unter anderem zum Thema Schuldenbremse und beschäftigt sich heute mit allen Fragen rund um Wirtschaft, Politik und Finanzen.