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Depot absichern gegen fallende Kurse

Wenn sich selbst in Krisenzeiten die Börsen überraschend gut schlagen, so ist das nicht zuletzt den Finanzspritzen durch die Notenbanken zu verdanken.

Doch bei künstlich belebten Märkten reichen schon wenige schlechte Nachrichten und schon stürzen die Werte ab.

Und letztlich ist jeder Crash ein Albtraum für den Anleger.

Depot absichern: Gegen fallende Kurse gibt es Mittel

Mit den richtigen Mitteln lassen sich schlaflose Nächte jedoch vermeiden.

Es gibt eine Reihe von Möglichkeiten, das Depot abzusichern und auch fallende Kurse für sich zu nutzen.

Mit einigen Produkten kann man aus der Not eine Tugend machen und sich über Gewinne freuen, wenn andere verlieren.

Da aber jedes Engagement mit Kosten und Risiken verbunden ist, sollte sich jeder Anleger zuerst überlegen, ob dies zu seinem Investment und seinem Anlageziel passt.

Wer langfristig und breit gestreut auf verschiedene Anlageklassen setzt, der kann sich die Mühe durchaus sparen und einfach die Zeit für sich arbeiten lassen. Über längere Zeithorizonte hinweg machen sich kurzfristige Verluste nämlich kaum bemerkbar.

Anders sieht es aus, wenn ein Anleger vorwiegend mit Aktien und kürzeren Zeiträumen kalkuliert. In diesem Fall bieten sich einige Möglichkeiten der Depotabsicherung:

Depotabsicherung mit Stop-Loss-Limits

Bei Stop-Loss-Limits soll die Bank Aktien verkaufen, die unter einen zuvor festgelegten Kurs rutschen. Die Untergrenze sollte bei mindestens 10% liegen. Achtung: Je volatiler die Aktie, desto tiefer muss der Stop-Kurs gesetzt werden.


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Bei gefragten Aktien geht dies auch problemlos. Schwieriger sind allerdings marktenge Werte, die kaum Beachtung finden und oft extrem volatil sind.

Bei Stop-Kursen ist zudem zu beachten, dass nicht selten gewiefte Mitspieler am Werk sind, die die Kurse unter bestimmte Marken drücken, um dann die billig verkauften Aktien abzugreifen.

Mehr zum Thema: Stop-Loss gehört zum Aktienmarkt dazu

Vorteil: Stop-Kurse sind eine der einfachsten Depotabsicherungen. Nachteil: Wer den Verkauf bei wieder anziehenden Kursen bereut, muss die Akten zurückholen – und das kostet Gebühren.

Depotabsicherung mit Optionsscheinen

Put-Optionsscheine sind Verkaufsoptionen. Damit setzt der Anleger auf fallende Kurse. Dieses Instrument zur Depotabsicherung ist jedoch weder einfach, noch billig. Die Kunst besteht unter anderem darin, das richtige Verhältnis zu definieren.

Mehr zum Thema: Optionen und Optionsscheine: Eine Übersicht

Will man also alle Verluste kompensieren oder nimmt man einen bestimmten Minusprozentsatz in Kauf?

Zur Berechnung, wie viel in die Absicherung investiert werden muss, stellen die Broker eigene Tools zur Verfügung.

Put-Optionsscheine können das Depot absichern, sind aber nichts für ungeübte Anleger. Sie müssen zudem nachweisen, dass sie termingeschäftsfähig sind.

Depotabsicherung mit Zertifikaten

Discount-Zertifikate begrenzen das Risiko. Je nach Zertifikat kann der Aktienkurs bis zu einem bestimmten Prozentbereich einbrechen, ohne dass der Anleger einen Verlust verzeichnet. Allerdings ist dann auch die erzielbare Rendite gedeckelt.

Safe-Zertifikate sind Garantiezertifikate mit einer festgelegten Laufzeit. Danach wird einfach ein Festbetrag oder die Aktie ausgezahlt, ganz gleich wie die Kurse verlaufen sind.

ReverseBonus-Zertifikate sichern gegen Kursverluste; das aber nur, wenn der Basiswert fällt.

Übersteigt er hingegen eine bestimmte Schwelle, werden Verluste realisiert. Die Absicherung ist ähnlich wie bei Short-Produkten.

Mehr zum Thema: So funktionieren Hebelzertifikate und Optionsscheine

Hebel-Zertifikate sind Mini-Futures, mit denen man auf fallende Kurse setzen kann. Je höher der Hebel ist, desto größer fällt der Gewinn aus.

Allerdings ist dann auch die Knock Out-Schwelle schneller erreicht, bei der das Zertifikat verpufft und der Investor leer ausgeht.

Depotabsicherung mit Short-ETF

Mit Short-ETFs – Exchange Traded Funds – profitieren Anleger von fallenden Kursen.

Sie bilden einen Index ab und haben im Vergleich zu Zertifikaten den Vorteil, dass sie als Sondervermögen vor Emittenten-Pleiten geschützt sind. Bei Short-ETFs gibt es zudem keine Schwellen, bei deren Überschreiten sie verfallen.

Short-ETFs sind keine Terminkontrakte und somit weniger riskant. Außerdem gibt es weder Zeitwert-, noch Totalverluste. Weniger versierte Anleger sollten jedoch mit ihnen vorsichtig umgehen.

Vorteil: Sie sind extrem günstig. Jedoch ist das auch nötig, denn ein Anleger muss relativ viel investieren, wenn er alle Verluste ausgleichen will.

Depotabsicherung: Einsatz und Erfolg abwägen

Wer sein Depot absichern will, der sollte sich zuvor darüber im Klaren sein, dass alle Möglichkeiten hierzu Geld kosten.

Es gilt also, die Relation von Einsatz und erwartetem Schutz vor Kursverlusten abzuwägen. Ein Vollkasko-Schutz ist nun einmal teurer als ein Teilkasko-Schutz.

6. März 2013

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Ralf Hartmann
Von: Ralf Hartmann. Über den Autor

Ralf Hartmann arbeitet seit vielen Jahren im Bereich Wirtschaft und Finanzen und hat dabei stets besonders das Wohl des Lesers im Blick. Sein Ziel: Aufklären über Anlagemöglichkeiten und Chancen für interessierte Anleger.