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Depot-Struktur: Aktien und Zinsanlagen richtig mischen

Anknüpfend an das Thema Re-Balancing möchten wir Ihnen in diesem Artikel Vorschläge unterbreiten, wie Sie Ihr Depot im Hinblick auf die Mischung zwischen Aktien und Zinsanlagen sinnvoll strukturieren können.

Sie werden drei einfache Muster-Depots kennenlernen, in denen Aktien und Zinspapiere (in unserem Beispiel ausschließlich Anleihen) jeweils unterschiedlich gewichtet sind.

Im ersten Fall besteht das Muster-Depot aus 30% Aktien und 70% Anleihen, im zweiten Fall aus jeweils 50% Aktien und 50% Anleihen und das dritte Muster-Depot besteht zu 70% aus Aktien und zu 30% aus Anleihen.

Der Unterschied zwischen Aktien und Anleihen

Wenn Sie Aktien eines Unternehmens besitzen, sind Sie Miteigentümer des entsprechenden Unternehmens. Miteigentümer deshalb, weil es sich bei dem Geld, welches Sie dem Unternehmen in dem Fall zur Verfügung stellen, aus Sicht des Unternehmens um Eigenkapital handelt. Bei Anleihen ist das anders.

Die Emission einer Anleihe (Ausgabe von Anleihen) ist für Unternehmen eine andere Möglichkeit, um an frisches Geld zu kommen. In diesem Fall werden Sie allerdings nicht Miteigentümer des Unternehmens. Es handelt sich aus Sicht des Unternehmens auch nicht um Eigenkapital, sondern um Fremdkapital.

Bei einer Anleihe handelt es sich um ein sogenanntes festverzinsliches Wertpapier mit einer festen Laufzeit. Das bedeutet, dass Anleihen das Recht auf eine vorher festgelegte Zinszahlung zu einem bestimmten Zeitunkt verbriefen.


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Außerdem werden Anleihen an einem vorher festgelegten Termin im Regelfall mit dem Nominalbetrag zurückgezahlt.

Hier ein einfaches Musterbeispiel: Sie kaufen bei der Anleihenemission eine Anleihe für 1.000 Euro, erhalten während der Laufzeit einen festen Zinssatz von 5% pro Jahr und erhalten am Ende der Laufzeit die eingesetzten 1.000 Euro zurück.

Da der Ablauf im Regelfall so ist (das Geld wird zuzüglich Zinsen zurückgezahlt), gelten Anleihen verglichen mit Aktien als sicherer. Denn: Aktien verbriefen nicht das Recht auf eine feste Ausschüttung und auf eine Rückzahlung.

Muster-Depot 1: 30% Aktien und 70% Anleihen

Im ersten Muster-Depot befinden sich 30% Aktien und 70% Anleihen. Diese Strategie bietet sich für diejenigen an, die auf Nummer Sicher gehen wollen. Denn: Ein relativ hoher Anleihenanteil reduziert das Risiko innerhalb dieses Muster-Depots.

Allerdings geht die Reduzierung des Risikos in der Regel auch mit der Reduzierung des Gewinns einher.Dennoch: Die durchschnittliche Wertentwicklung pro Jahr läge in diesem Fall bei ungefähr 8,70%.

Muster-Depot 2: 50% Aktien und 50% Anleihen

Das zweite Muster-Depot beinhaltet zu jeweils 50% Aktien und Anleihen. Anleger, die diesem Ansatz folgen, setzen also – wenn Sie so wollen – auf das beste aus zwei Welten, indem sie Aktien und Anleihen gleich hoch gewichten.

So können Sie etwas stärker von den Chancen des Aktienmarktes profitieren als im Falle des Muster-Depots 1 und gleichzeitig bietet Ihnen ein Depot-Anteil von 50% Anleihen ein relativ großes Maß an Sicherheit.

Allerdings kostet die Sicherheit auch in diesem Fall Rendite. Denn: Der Gewinn fällt zwar größer aus als der des zuvor vorgestellten Depots, dafür noch immer kleiner als der des dritten, noch aktienlastigeren Depots.

Der durchschnittliche Jahresgewinn liegt hier bei etwa 10,60%. Zur Erinnerung: Im ersten Fall lag der durchschnittliche Jahresgewinn bei 8,70%.

Muster-Depot 3: 70% Aktien und 30% Anleihen

Das dritte und letzte Muster-Depot besteht zu 70% aus Aktien und zu 30% aus Anleihen und entspricht daher  in etwa dem Verhältniszwischen Aktien und Zinsanlagen.

Diese Depotstruktur ist zwar offensiver und damit auch risikoreicher als die beiden zuvor vorgestellten, doch dafür brachte diese Variante in der Vergangenheit auch die besten Ergebnisse: Der durchschnittliche Jahresgewinn lieht hier mit ca. 13,10% doch recht deutlich oberhalb der anderen beiden Ergebnisse von 8,70 % und 10,60%.

Fazit: Mehr Risiko = größere Rendite und weniger Risiko = kleinere Rendite

Die Beispiele zeigen, dass mehr Risiko zumeist mit mehr Rendite belohnt wird und dass Sie bei geringeren Risiken auch kleinere Gewinne erwarten sollten.

22. Juni 2015

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Rolf Morrien. Über den Autor

Rolf Morrien ist nicht nur Chefredakteur von „Morriens Einsteiger-Depot“, dem „Depot-Optimierer“, von „Das Beste aus 4 Welten“ und von „Rolf Morriens Power Depot“, er ist auch einer der renommiertesten Börsenexperten Deutschlands.