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Depotabsicherung mit Short-ETF

Mit Short-ETFs – Exchange Traded Funds – profitieren Anleger von fallenden Kursen. Sie bilden einen Index ab und sind für Privatanleger die einfachste Variante, durch diesen Umkehreffekt ihr Depot abzusichern.

Für diese Art der Depotabsicherung stehen noch andere Möglichkeiten zur Verfügung: Put-Optionsscheine, Reverse Bonus-Zertifikate oder Hebelzertifikate als Short-Produkt.

Depotabsicherung – Vorteile von Short-ETFs

Short-ETFs haben eine Reihe von Vorteilen. Sie sind stets handelbar, extrem günstig und wenig riskant, da sie keine Terminkontrakte sind.

Außerdem gibt es weder Zeitwert- noch Totalverluste. Hier unterscheiden sie sich auch von Zertifikaten, denn sie sind vor Emittenten-Pleiten geschützt.

Mehr zum Thema: Depot absichern – Mittel gegen fallende Kurse

Bei Short-ETFs gibt es zudem keine Schwellen, bei deren Überschreiten sie verfallen. Dies ist etwa bei Hebelpapieren der Fall.

Wenn für steigende Kurse ein Knock-out-Punkt festgelegt ist und der Kurs diesen übersteigt, so erhält man als Anleger nur noch einen Teil seines Geldes zurück.

Short-ETFs gibt es auf verschiedene Indizes. Beispielsweise den DAX. Fällt der um 2% so steigt der Short-ETF entsprechend.

Short-ETFs funktionieren nach dem Prinzip des Leerverkaufs. Ein Anleger muss diesen komplizierten Vorgang jedoch nicht selbst abwickeln.

Mehr zum Thema: Short-ETFs – Taktischer Einsatz für mehr Profit


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Short-ETFs sind zwar die einfacheren Short-Produkte, doch auch sie müssen behutsam und mit Sachverstand eingesetzt werden. Sie sind rein für den kurzfristigen taktischen Einsatz geeignet.

Short­-ETF: Was ein Anleger beachten muss

Die erste Voraussetzung ist, dass der Short-ETF in seiner Struktur mit dem abzusichernden regulären ETF übereinstimmt.

Also zum Beispiel ein ETF auf den DAX und im Gegenzug ein ETF auf den Short-DAX.

Zweitens darf ein Short-ETF nicht zu jedem beliebigen Zeitpunkt eingesetzt werden. Entscheidend ist, den unteren und oberen Wendepunkt einer Kursentwicklung genau zu erkennen.

Wer zu früh oder zu spät einsteigt, riskiert den Effekt dieses Instruments. Doch den richtigen Zeitpunkt zu erwischen, ist schwer. Die beste Lösung: schrittweise und vorsichtig ein- und aussteigen.

Drittens muss man wissen, dass sich die spiegelbildliche Entwicklung eines Short-ETF zum Index mit der Zeit verschiebt.

Grund für die Verschiebung ist der sogenannte Basiseffekt: Fällt etwa der DAX um 2% so steigt natürlich der Short-DAX um 2%. Am folgenden Tag jedoch wird dann die niedrigere Basis des Schlusskurses vom Vortag zur weiteren Berechnung genommen.

Mehr zum Thema: Short-ETFs – Die Herausforderungen liegen im Detail

Short-Bewertungen ergeben sich jeden Tag neu. Durch die diskontinuierliche Berechnung wird nicht von der Ausgangsbasis her gerechnet.

Damit unterscheidet sich die Wertentwicklung von der kontinuierlichen Berechnung.

Kursverluste erfordern entsprechend höhere Gewinne

Das bedeutet: Wer Kursverluste durch Gewinne wettmachen will, darf nicht eins zu eins rechnen. Dies ist ein weitverbreiteter Fehler.

Fällt der Kurs um 20%, so muss von diesem niedrigeren Niveau von 80% aus weitergerechnet werden. Bezogen auf dieses niedrigere Kursniveau muss der Zuwachs entsprechend höher sein, damit er das ursprüngliche Niveau erreicht.

In diesem Beispiel sind somit nicht 20% sondern 25% Gewinn zum Ausgleich erforderlich. Bei 50% Verlust wären es übrigens schon 100%.

Die Decke ist bei 100% Verlust erreicht. Hier geht nichts mehr.

Ein Anleger muss also vorher berechnen, was ihm ein Short-Engagement bringt und was es ihn kostet.

Kosten, Nutzen abwägen – ein Beispiel

Angenommen er hat 100.000 € zum Anlegen und will sich mit einem ETF auf den Short-DAX gegen einen Kursverlust von 20% wappnen.

Dann muss er 25% davon, also 25.000 €, in den Short-DAX investieren. Bei 20% Kursverlust steigt der dann um 25% auf über 31.000 €.

Die 75.000 €, die in den DAX-ETF investiert wurden, sind dagegen auf 60.000 Euro abgerutscht.

Rechnet man nun den Gewinn aus dem Short-DAX hinzu, kommt man auf ca. 91.000 €. Bei 100.000 € rein auf den DAX wären nach 20% Verlust nur 80.000 übrig.

Im Ergebnis konnte der Verlust auf 9% begrenzt werden. Dies zeigt, dass beim Einsatz von Short-Produkten die Kosten zu berücksichtigen sind. Je höher das Absicherungsniveau, desto teurer.

Fazit: Auch Short-ETFs können bei realistischer Betrachtung immer nur einen Teil der Verluste wettmachen. Die Depotabsicherung besteht also nicht darin, Verluste auszugleichen, sondern abzufedern.

13. März 2013

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Ralf Hartmann
Von: Ralf Hartmann. Über den Autor

Ralf Hartmann arbeitet seit vielen Jahren im Bereich Wirtschaft und Finanzen und hat dabei stets besonders das Wohl des Lesers im Blick. Sein Ziel: Aufklären über Anlagemöglichkeiten und Chancen für interessierte Anleger.