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Depotbanken: Eine Definition, die Klarheit schafft

Eine Depotbank ist ein Kreditinstitut, das im Auftrag der Kapitalanlagegesellschaft die Werte des Fondsvermögens verwahren und verwalten darf.

Diese Trennung ist im Rahmen des Anlegerschutzes gesetzlich vorgeschrieben.

Zu den Aufgaben der Depotbank gehören neben der Verwahrung die Ausgabe und Rücknahme von Fondsanteilen, die Berechnung der Anteilpreise sowie die Durchführung von Ertragsausschüttungen.

Depotbanken regeln den Anlegerschutz

Eine der wichtigsten Aufgaben der Depotbank ist seine Funktion als Finanzintermediär zwischen dem Anleger und der Kapitalanlagegesellschaft. Zum Schutz des Anlegers kann die Depotbank sein Vermögen dem direkten Zugriff der Gesellschaft entziehen.

Zu den Kunden der Depotbanken zählen institutionelle Investoren, Fondsgesellschaften, Asset Manager und Kapitalanlagegesellschaften.

Kontrollinstanz der Kapitalanlagegesellschaft

Die Depotbank ist für die Aufbewahrung von Wertpapieren und Geld zuständig.

Zusätzlich verfügt sie über die Vergabe von Anteilsscheinen, was die Gesellschaft selbst nicht tun darf. Mit dieser Aufgabe beobachtet und kontrolliert die Bank das Geschäftsverhalten der Kapitalgesellschaft.

Darüber hinaus zahlt die Depotbank die Gewinnanteile an den Anleger aus.

Die drei Funktionen der Depotbanken

Die angebotenen Dienstleistungen der Depotbank lassen sich grob in 3 Sparten einteilen.

Zum einen gibt es die Basisangebote (auch „Core Domestic Funtions“ genannt), welche von jeder Bank angeboten werden.

Hierzu gehört unter anderem das sogenannte „Settlement“, das im Allgemeinen für die Abwicklung und Erfüllung von Börsengeschäften verantwortlich ist.

Eine weitere wichtige Aufgabe von Depotbanken sind die „Global Custodian Functions“. Diese befassen sich vorrangig mit Fragen der Steuerproblematik in den jeweiligen Staaten und den Währungsaktivitäten.


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Schließlich versuchen sich die meisten Banken durch das Angebot zusätzlicher Dienstleistungen von der Konkurrenz abzuheben. Diese sogenannten „Value-Added Strengths“ beinhalten verschiedene Möglichkeiten, unter denen der Kunde wählen kann.

Zu diesen gehören unter anderem:

  • das Performance Measurement
  • das Risk Measurement (auch Risikomessung)
  • das Compliance Monitoring und
  • das Securities Lending (auch Wertpapierleihe)

Sinnvoll oder nicht – Hierfür sind Depotbanken nicht verantwortlich

Die Depotbank überwacht die Kapitalanlagegesellschaft.

Es ist jedoch nicht die Aufgabe der Bank zu entscheiden, ob die Verwaltungstätigkeit der Kapitalanlagegesellschaft für deren Anleger sinnvoll ist oder nicht.

Zweifelt der Anleger die Zweckmäßigkeit der Kapitalanlagegesellschaft an, dann kann die Bank nicht für ihn einstehen.

Lediglich auf die Rechtmäßigkeit ihrer Tätigkeiten hin kann die Depotbank die KAG überprüfen.

Mehr dazu: Depotbank: Aufgaben in der Übersicht

Die Depotgebühr: Leistung kostet Geld

Für die Verwahrung und Verwaltung erhebt die Depotbank eine gewisse Gebühr, welche von dem Anleger das heißt dem Bankkunden entrichtet werden muss.

Wie hoch die Gebühren ausfallen und wie sie berechnet werden, hängt von der jeweiligen Depotbank ab.

Oft werden die Gebühren jedoch je nach Nennwert und Kurswert, nach Bestand und Umsatz, nach der Verwahrungsart und der Wertpapierart gestaffelt und berechnet.

Folgende Leistungen werden von der Depotgebühr abgedeckt:

  • die Verwaltung des Fondsvermögens
  • die Aus- und Rückgabe von Fondsanteilen
  • die Stimmrechtsverwaltung und
  • die Durchsetzung von Zinsansprüchen

Das Depotstimmrecht: Die Bank vertritt den Anleger

Eine weitere wichtige Aufgabe der Depotbanken ist die Stimmrechtsausübung.

Zum Beispiel kann der Anleger seiner Bank die Vollmacht erteilen, sein Stimmrecht bei der Hauptversammlung einer AG stellvertretend für ihn auszuüben.

Erhalten Sie an dieser Stelle die Antwort auf die Frage: Muss ich als Aktionär zur Jahreshauptversammlung? Aus diesem Grund wird die Depotstimmrechtsausübung auch Vollmachts-, Auftrags-, Ermächtigungs-, Legitimations-,Depotaktien- oder Bankenstimmrecht genannt.

1. Oktober 2012

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: David Gerginov. Über den Autor

David Gerginov wuchs in einem internationalen Umfeld auf und entdeckte schon früh sein Interesse am Thema Finanzen. Er publizierte unter anderem zum Thema Schuldenbremse und beschäftigt sich heute mit allen Fragen rund um Wirtschaft, Politik und Finanzen.