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Depotgebühren extra absetzen? Dank Freibetrag schon geschehen

Früher war es üblich, Wertpapiere noch in Papierform ausgehändigt zu bekommen und diese in einem Tresor oder Bankschließfach aufzubewahren. Mittlerweile gibt es Wertpapiere fast nur noch in elektronischer Form und der Handel mit ihnen erfolgt ebenfalls fast nur noch am Computer.

Viele Banken verlangen für die Verwaltung der Wertpapiere im Depot eine Gebühr, die von Bank zu Bank unterschiedlich hoch ausfallen kann. Manche Anbieter, besonders im Internet, bieten ihren Kunden eine kostenlose Depotführung, andere Filialbanken nehmen bis zu 60 Euro im Jahr. Depotgebühren unterliegen in Deutschland keiner Besteuerung, vielmehr werden Sie im Rahmen des Sparerpauschbetrags berücksichtigt.

Depotgebühren: Keine Besteuerung in Deutschland

Vor der Einführung des Sparerpauschbetrags im Jahr 2009 konnten Depotgebühren noch als Werbungskosten von der Steuer abgesetzt werden. Seitdem Anleger einen Kapitalertrag von 801 € einnehmen dürfen, ohne diesen versteuern zu müssen (Verheiratete 1.602 €),  gilt diese Regelung nicht mehr.


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Mit dem Freibetrag auf Kapitalerträge sind neben Kapitalverlusten, Dividenden und Ordergebühren auch Depotgebühren abgegolten. Eine Besteuerung der Kapitalerträge, die über dem Freibetrag liegen, erfolgt pauschal mit der Abgeltungsteuer. Sie beträgt 25 % und wird von den Depotbanken automatisch an den Fiskus weitergeleitet. Zu den 25 % Abgeltungsteuer kommt noch der Solidaritätszuschlag in Höhe von 5,5 % und je nach Bundesland die Kirchensteuer von 8 oder 9 %.

Angebote vergleichen – Direktbanken oft günstiger

Anleger, die ein Depot anlegen wollen, sollten vor Abschluss verschiedene Angebote von Direkt- und Filialbanken vergleichen. Direktbanken sind häufig günstiger und verzichten meist komplett auf Depotgebühren. Der Handel ist allerdings nur über das Internet möglich. Eine Ordergebühr nimmt jede Bank – auch hier gibt es aber große Unterschiede, die besonders Anleger beachten sollten, die viel handeln wollen. Wenn jeder Trade zwischen 6 und 10 € kostet, sind das Gebühren, die von der Rendite abgezogen werden müssen.

Je niedriger die Gebühren für ein Depot und den Handel mit Wertpapieren gehalten werden können, desto mehr Gewinn bleibt bei Anlegern hängen. Die Rendite steigt also. Der Sparer-Pauschbetrag kann dabei auf verschiedene Depots aufgeteilt werden, sodass Anleger sich zu  viel bezahlte Steuer nicht erst über die Steuererklärung zurückholen müssen. Die Kreditinstitute berücksichtigen automatisch den erteilten Freibetrag und führen erst dann die Abgeltungssteuer ab, wenn er überschritten wird.

26. August 2015

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: David Gerginov. Über den Autor

David Gerginov wuchs in einem internationalen Umfeld auf und entdeckte schon früh sein Interesse am Thema Finanzen. Er publizierte unter anderem zum Thema Schuldenbremse und beschäftigt sich heute mit allen Fragen rund um Wirtschaft, Politik und Finanzen.