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Depotübertrag: Prämie beim Depotwechsel

Der Markt aus Bankkunden, die regelmäßig Wertpapiere handeln, ist in Deutschland stark umkämpft. Jeder Kunde, der regelmäßig handelt, ist für die Online-Broker und Filialbanken bares Geld wert.

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Diese Kunden zu gewinnen, lassen sich die Broker oft etwas kosten und locken mit attraktiven Prämien in unterschiedlichsten Formen.

Diese Prämien sind in den wenigsten Fällen Sachprämien wie beispielsweise der freie Empfang von Pay-TV-Sendern oder Ähnlichem.

Online-Broker reduzieren häufig die Transaktionskosten, die Depotgebühr oder zahlen höhere Tagesgeldzinsen mit eingeschränkten Laufzeiten und Beträgen.

Prämien für Depotübertrag verschiedener Anbieter

Einige Beispiele für Prämien (Stand Juli 2013), mit denen Broker einen Depotwechsler belohnen:

  • DAB-Bank: Wer mindestens 5.000 € Depotwert auf die DAB-Bank überträgt, erhält 3,5% Zinsen auf sein Tagesgeldkonto für 6 Monate bis zu einer Schwelle 25.000 €. Eine weitere Voraussetzung ist eine Bestätigung über die Schließung des Alt-Depots.
  • Cortal Consors: Einen vollständigen Übertrag des Depots inkl. Schließung „vergütet“ Cortal Consors mit 3% Zinsen pro Jahr auf Tagesgeld bis zu 20.000 €. Das Depot und das Verrechnungskonto sind, wie bei vielen anderen Anbietern auch, kostenlos.

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  • ING-DiBa: Hier existiert aktuell keine Prämie für einen Depotübertrag. Die ING-DiBa will mit Serviceleistungen punkten und verspricht statt Tagesgeldzinsen eine kurzfristige und einwandfreie Abwicklung sowie weitere Leistungen.
  • Flatex: Auch Flatex zahlt keine Prämie für einen Depotübertrag. Flatex ist derzeit Preisführer was Depotführung und Transaktionskosten angeht.

Mehr zum Thema: Flatex: Günstiger Broker mit Einschränkungen

Die Strategien der Broker sind also sehr unterschiedlich. Manche versuchen, durch attraktive Zinsprämien liquide Geldbeträge statt investierter Summen zu erhalten.

Einige Broker wie beispielsweise Flatex versuchen mit aggressiven Konditionen und transparenten Preismodellen zu punkten.

Serviceleistungen bei Depotübertrag genau vergleichen

Die Prämie sollte aber nicht der ausschlaggebende Punkt für einen Depotübertrag sein. In der Regel entscheidet sich der handelnde Kunde für geringere Transaktionskosten und einen reibungslosen Ablauf seiner Trading-Aktivitäten.

Als Privatanleger sollte man zudem jedoch auch auf den Service der Banken oder Broker bezüglich des Depotwechsels an sich achten. Es sollte möglichst genau recherchiert werden, welche Zeit ein Depotwechsel in Anspruch nimmt.

Besonders für sehr aktive Trader kann die Zeitspanne ein mitentscheidender Faktor sein.

Steuerliche Aspekte nicht ungeachtet lassen

Nach einem Depotwechsel sollte außerdem geprüft werden, ob alle Positionen mit den korrekten Daten übertragen wurden. Dies gilt speziell für Papiere, die noch der alten Regelung vor der Abgeltungssteuer unterliegen.

Falls Wertpapiere vor 2009 erworben wurden und durch einen Depotwechsel plötzlich ein anderes Erwerbsdatum aufweisen, kann dies schnell zu steuerlichen Problemen führen.

Doch nicht nur die ungenauen Übertragungen und manuelle Fehler sind Ursachen für steuerliche Pferdefüße beim Depotwechsel.

Geht es beispielsweise um eine Schenkung oder handelt es sich um ein zu vererbendes Depot, gelten gesonderte Regelungen. In diesem Fall sollte stets ein Steuerberater hinzugezogen werden.

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Insgesamt betrachtet sollte bei einem Depotübertrag weniger auf die Prämie geschaut werden, als vielmehr auf die korrekte, zeitnahe und reibungslose Abwicklung eines Wechsels. Auch die langfristigen Konditionen des Depots sollten stets mitentscheidend sein.

2. August 2013

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Christian Klein. Über den Autor

Christian Klein hat durch eine Ausbildung in der Finanzbranche und ein anschließendes Studium mit Schwerpunkt BWL weitreichende Erfahrungen im Wertpapierhandel sammeln können. Aus persönlichem Interesse setzt er sich weiterhin mit Finanzpolitischen Themen sowie detaillierten Analysen auseinander. Als privater Anleger mit mehr als zehn Jahren Erfahrung befasst er sich mit technischer Analyse und deren Zusammenhang im täglichen Marktgeschehen.