MenüMenü

Gratis Studie zum kostenlosen Download:
Neu: 3 Topaktien für das Jahr 2017 . . . Download hier ➜

Depotübertragung als Steuerfalle: Auf was Sie achten müssen

Vor knapp zwei Wochen haben wir Ihnen berichtet, dass mit dem neuen Jahressteuergesetz 2010 Unannehmlichkeiten auf Sie warten.

Eine davon: Sie brauchen eine „Steueridentifikationsnummer“. Fehlt die, wird es auch beim Depotübertrag bei Schenkungen für Sie teuer. Die Bank schreitet ab dem 1.1. automatisch ein.

Schenkungsvorgang: Staat unterstellt steuerpflichtige „Veräußerung“

Eine Schenkung ist eine Schenkung. Wenn Sie diesen Standpunkt vertreten, kann es 2011 teuer werden. Automatisch nimmt der Staat zunächst zu Ihren Ungunsten an, dass eine steuerpflichtige Veräußerung vorliegt. Das hat zur Konsequenz: bei einem Depotübertrag von Ihnen an eine andere Person oder umgekehrt wird Steuer auf Gewinne fällig. Die Bank zieht diese automatisch ein.

Banken bremsen bei Depotübertragung

Der Staat hat die Banken dazu verpflichtet – mit dem Jahressteuergesetz 2010 auch für diese Depot-Schenkungsvorgänge. Die einzige Möglichkeit für Sie, dies zu verhindern, ist die Steueridentifikationsnummer. Aber Achtung: sowohl Schenker als auch Beschenkte müssen die Nummer der abgebenden Bank mitteilen.

Fazit: angeblich geht es darum, alles „lückenlos“ zu verfolgen. Wir sind jedoch sicher: viele Investoren scheuen den Aufwand. Und genau damit kalkuliert der Fiskus. Bei Abgaben in Höhe von 28% jedoch lohnt der Aufwand. Sie müssen die Steueridentifikationsnummer früher oder später sowieso mitteilen. Zögern Sie deshalb nicht und erledigen das für 2011. Ein Nachteil entsteht dadurch nicht.

13. Dezember 2010

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Janne Joerg Kipp. Über den Autor

Janne Joerg Kipp ist der Experte für Wirtschaft und Geldanlage.