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Der Absolute Return-Ansatz

Der Begriff „Absolute Return“ ist vor allem für Anleger interessant, die in Fonds investiert sind oder selbiges planen. Mit Absolute Return ist der Ansatz des Fondsmanagements gemeint, für eine bestimmte Zeitperiode einen absoluten Ertrag in jeder erdenklichen Marktlage zu erwirtschaften. Im Regelfall wird die Performance eines Investmentfonds anhand einer Benchmark – zum Beispiel eines vergleichbaren Index – gemessen.

Steigt der Fonds mehr als die Benchmark, so spricht man von einem erfolgreichen Investment. Bei dem Absolute Return-Ansatz gilt jedoch ausschließlich eine absolute Wertentwicklung unabhängig von einer Benchmark. Hier ist das Ziel ausgegeben, auf Monats- oder Jahresbasis eine positive Entwicklung zu erwirtschaften.

Mehr zum Thema: Absolute Return: Jährlich positive Erträge

Der Absolute Return-Ansatz im Detail

Grundsätzlich verfolgt die Strategie des Absolute Return das Ziel, Erträge in steigenden und fallenden Märkten zu generieren. Da diese Strategie mit keiner vergleichbaren Benchmark quantitativ bemessen wird, kann der Fondsmanager in wenig volatilen Märkten mit geringem Anlagerisiko investieren und seine Strategie bereits bei einer Jahresperformance von beispielsweise 2,5% als Erfolg ausgeben.


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Als Zielgröße wird hierbei oftmals der aktuelle Geldmarktzins mit einem geringen Aufschlag gewählt. Dies kann dann auch als entsprechende Benchmark angesehen werden.

Risiko beim Absolute Return steuern und kontrollieren

Damit dieses Ziel auch erreicht wird, werden verschiedene Maßnahmen durch das Fondsmanagement ergriffen. Zum einen wird ein relativ großer Anteil des Kapitals in risikolose Anlagen investiert, die in etwa dem Geldmarktzins entsprechen. Eine flexible Verschiebung von Anlagen wird ermöglicht, so dass im Falle negativer Kursveränderungen der Aktien- oder Rentenanteil gesenkt werden kann.

Diese sogenannte taktische Asset Allokation setzt allerdings eine erfolgreiche Prognosefähigkeit voraus. Zusätzlich werden etwas risikoreichere Anteile investiert, die aufgrund bestimmter Kennziffern gewählt werden können. Hierbei muss sich das Fondsmanagement jederzeit strikt an das eigens auferlegte Gesamtrisiko im Portfolio halten. Wenn das Marktrisiko dieser Anlagen im Verhältnis zum Gesamtrisiko zu hoch ist, kann eine solche Anlage nicht getätigt werden.

Absolute Return Fonds in der Praxis

So vernünftig und transparent der Absolute Return-Ansatz klingt, so ernüchternd ist die Analyse der Performance in der realen Welt. Von den etwa 1.200 Fonds mit einer Absolute Return-Strategie haben von Juni 2012 bis Juli 2013 nur etwa die Hälfte keinen Verlust gemacht und ungefähr 10% einen Ertrag über dem Geldmarktzins erwirtschaftet.

Da auch in Anleihe- und Hypothekensegmente investiert wurde, zeigten sich hier deutlich die Fehlspekulationen der Fondsmanager. Die Auswahl des Fonds ist also sehr entscheidend.

Mehr zum Thema: Absolute Return-Fonds zählen zu den Fehlinvestitionen in 2012

Fazit: Umsetzung des Absolute Return-Ansatzes schwierig

Die Umsetzung des Absolute Return-Ansatzes scheint in der Realität schwierig zu sein. Fonds-Anleger sollten dabei genau auf die Zusammenstellung des Fonds achten und sich ebenfalls die Entwicklungen bei schwankenden Marktphasen anschauen. Wichtig ist zudem die eigene Markteinschätzung.

Die Schuld bei den Fondsmanagern zu suchen ist leicht. Aber bei eigener Erwartung eines steigenden Marktes ist das Investment in einen Absolute Return-Fonds eher der falsche Weg. Aufgrund der Risikorestriktionen wird der Fondsmanager nicht die Rendite des entsprechenden Marktes erreichen können. Absolute Return-Fonds eignen sich somit als Anlage eher in schwächelnden und seitwärts gerichteten Marktphasen mit geringer Schwankungsbreite.

9. September 2013

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Christian Klein. Über den Autor

Christian Klein hat durch eine Ausbildung in der Finanzbranche und ein anschließendes Studium mit Schwerpunkt BWL weitreichende Erfahrungen im Wertpapierhandel sammeln können. Aus persönlichem Interesse setzt er sich weiterhin mit Finanzpolitischen Themen sowie detaillierten Analysen auseinander. Als privater Anleger mit mehr als zehn Jahren Erfahrung befasst er sich mit technischer Analyse und deren Zusammenhang im täglichen Marktgeschehen.