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Der Ansparplan – klassisch und modern

Bei einem Ansparplan handelt es sich um eine recht gängige Anlagealternative. Eine ebenfalls gebräuchliche Bezeichnung für diese Anlageform ist Banksparplan. Dabei wird ein planvolles Ansparen vertraglich vereinbart und realisiert. Ansparpläne haben somit eine mittelfristig vermögensbildende Funktion.

Der Anleger selbst muss „nur“ die vereinbarte Summe regelmäßig in den vereinbarten Zeiträumen zahlen. Am Ende erhält er dann die volle Sparsumme plus Rendite. Dabei ist die Gestaltung sowohl hinsichtlich der Höhe der regelmäßigen Sparsumme als auch die Spardauer flexibel. Dies entweder nur zum Zeitpunkt der Auswahl oder aber auch darüber hinaus während der Sparphase.

Grundsätzlich gibt es zwei Varianten von Ansparplänen. Auf der einen Seite gibt es die eher starren und sicheren festverzinslichen Ansparpläne, die von Präsenzbanken angeboten werden.

Auf der anderen Seite existieren die eher flexiblen Fondssparpläne. Die sind zwar etwas risikoreicher, dafür aber oft auch renditestärker und werden zusätzlich von vielen Onlinebanken angeboten.

Der Klassiker: der festverzinsliche Sparplan

Zu Beginn muss der Anleger hauptsächlich drei Entscheidungen treffen:

  1. Wie hoch soll die regelmäßig einzuzahlende Summe sein?
  2. In welchen Intervallen soll eingezahlt werden?
  3. Wie lange möchte man insgesamt einzahlen?

Bei manchen Anbietern kann man bereits ab 10 € pro Monat in einen Ansparplan investieren. Es kann aber auch ein deutlich höherer Betrag eingezahlt werden. Einige Anbieter bieten zudem die Option von Zuzahlungen.

Ein übliches Einzahlungsintervall ist monatlich, allerdings gibt es je nach Anbieter und Produkt auch die Möglichkeit, die Sparsumme quartalweise, halbjährlich oder jährlich einzuzahlen. Mitunter ist auch eine Beitragsfreistellung möglich.

Ebenso unterscheiden sich die Angebote bei der Wahl der Laufzeit der Ansparpläne. Allgemein gilt oft, dass längere Laufzeiten mit sogenannten Prämien „belohnt“ werden. Das heißt, dass zu den Festzinsen eine zusätzliche Rendite hinzukommen kann.

Benötigt der Anleger einen Teil seines angesparten Geldes, muss er den festverzinslichen Ansparplan leider in der entsprechenden Frist kündigen, kann ihn also nach Geldentnahme nicht weiterlaufen lassen.

Der Ansparplan in modernerem Gewand: der Fondsparplan

Insbesondere in Zeiten anhaltend niedriger Zinsen ist diese Variante für viele Anleger attraktiver. An sich funktionieren Fondssparpläne genauso wie die herkömmlichen.

Jedoch kann der Anleger im Gegensatz zum klassischen Ansparplan beim Fondsparplan von den Chancen des Börsengeschäfts profitieren, um dadurch eine höhere Rendite als bei der festverzinslichen Variante zu erhalten.

Freilich geht man dafür aber auch ein höheres Risiko ein. Fondssparpläne sind häufig während der Laufzeit flexibler als festverzinsliche Ansparpläne. So kann je nach persönlicher Situation die Sparsumme variiert werden oder aber notfalls auch pausiert werden. Auch Zuzahlungen sind häufiger möglich.

Zudem verfügen Fondssparpläne nicht zwingend über eine feste Laufzeit. Als Vorteil kann auch gesehen werden, dass der Anleger je nach Produkt Zugriff auf einen Teil des Geldes haben kann, ohne dafür den Ansparplan kündigen zu müssen. Schließlich kann der Anleger mitentscheiden, in welche Fonds sein Geld angelegt werden soll.

Eine beliebte Kombination für die (Alters-)Vorsorge: Ansparplan + Entnahmeplan

Ein Beispiel dafür, wie ein Ansparplan nicht nur zum Vermögensaufbau, sondern auch gezielt zu einer zusätzlichen „Rente“ führt, ist die Kombination von Ansparplänen mit Entnahmeplänen. Gängige Produkte, die beides von Beginn an vereinen, sind Riester-Produkte.

Die Grundidee bei solch einer Kombination ist, zunächst möglichst profitabel regelmäßig Geld anzusparen und anschließend von dieser Summe regelmäßig einen bestimmten Teil zu erhalten.

Dabei wird auch in der zweiten Phase weiterhin eine gewisse Vermögensbildung – oder vielmehr Erhaltung – durch Zinsen oder Fondsrenditen betrieben.

15. März 2013

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: David Gerginov. Über den Autor

David Gerginov wuchs in einem internationalen Umfeld auf und entdeckte schon früh sein Interesse am Thema Finanzen. Er publizierte unter anderem zum Thema Schuldenbremse und beschäftigt sich heute mit allen Fragen rund um Wirtschaft, Politik und Finanzen.