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Der Bankrott der Welt und seine Folgen

Jeden Tag werden Sie medial mit den weltweiten Krisen konfrontiert: in der Ukraine, in Syrien und dem Irak, im Nahen und Mittleren Osten, in Libyen, in Zentralafrika.

Nicht zu vergessen die immer größer werdenden Probleme in der EU. Denken Sie dabei nur an Griechenland oder das bevorstehende Austrittsreferendum in Großbritannien.

Tickende Zeitbombe

Doch die Bombe liegt noch ganz woanders – bildlich gesprochen – im Keller! Versteckt in einer Ecke tickt sie vor sich hin.

Die Rede ist von der zunehmenden Verschuldung der Weltwirtschaft.

Dass dieser Sprengsatz hochgehen wird, ist so sicher, wie das Amen in der Kirche. Aber noch weiß niemand, wann.

Es ist offensichtlich, dass diese Bombe die größte Gefahr birgt. Denn sie gefährdet nicht nur den Weltfrieden, sondern auch die globale Finanzstabilität. Kommt diese noch mehr ins Wanken, wird sie letztlich vollends zusammenkrachen.

Erschütternde McKinsey-Studie

In diesem Zusammenhang möchten wir auf eine aktuelle Studie von McKinsey hinweisen, der weltweit führenden Unternehmensberatung für das Topmanagement.

Für diese Studie wurde die Verschuldung in den 22 größten entwickelten und in 25 aufstrebenden Volkswirtschaften untersucht.

Dabei wurden nicht nur die Staatsschulden, sondern auch die von Unternehmen, Privathaushalten und des Finanzsektors berücksichtigt. Erst eine solche Gesamtübersicht ermöglicht einen realistischen Blick auf die Lage eines Landes.

Steigende Verschuldung der Volkswirtschaften

Niedrige Staatsschulden werden vor allem in Deutschland immer wieder als „Totschlag-Argument“ gegen Regierungs-Kritiker angeführt.

Doch was nützen niedrige Staatsschulden wenn Privathaushalte, Unternehmen oder aber der Finanzsektor vor einem Kollaps stehen? Das Ergebnis der McKinsey-Studie ist deshalb mehr als ernüchternd.

Der McKinsey-Studie nach sind alle großen Volkswirtschaften heute höher verschuldet als noch zu Beginn der Krise im Jahr 2007. Gemessen an der weltweiten Wirtschaftsleistung.

Konkret: Die Verschuldung ist um 57 Billionen US-Dollar (17 Prozent) auf astronomische 199 Billionen US-Dollar gestiegen. Das sind 199.000 Milliarden. Ein neuer Rekord.

Im Jahr 2000 betrug die globale Volkswirtschafts-Verschuldung „nur“ 87 Billionen. Aber bereits 2007 schon141 Billionen US-Dollar.

Das große Versagen

Wissen Sie, was das heißt? Nichts anderes, als dass die Regierungen, die Politiker weltweit genauso versagt haben, wie die Zentralbanken. Nichts anderes. Denn statt eines angestrebten Schuldenabbaus haben sie genau das Gegenteil erreicht.

Denken Sie in diesem Zusammenhang nur an das hilflose Agieren der EZB oder der FED. Den Zentralbanken fiel letztlich neben Minizinsen nichts anderes mehr ein, als die Märkte mit Geld zu fluten.

So sollte die Konjunktur angekurbelt werden. Das ist die eine Seite. Aber die andere weist fast 200 Billionen Dollar Schulden auf. Glauben Sie, dass diese jemals wieder zurückbezahlt werden können?

Wenn ja, dann glauben Sie sicher auch an den Weihnachtsmann.

26. April 2015

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Guido Grandt. Über den Autor

Der Autor, Jahrgang 1963, war viele Jahre lang als Manager in verschiedenen großen Unternehmen tätig. Lernte das unternehmerische Handwerk sozusagen von der "Pike" auf, bevor er sich ganz dem wirtschaftlichen, politischen und gesellschaftlichen Geschehens Deutschlands publizistisch widmete.