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Der Bausparvertrag als reiner Sparvertrag: Maximieren Sie Ihren Erfolg

Wenn Sie auf keinen Fall die Absicht haben, ein Haus zu bauen, zu kaufen oder zu modernisieren, kann Ihnen ein Bausparvertrag als reiner Sparvertrag dennoch Vorteile bringen.

Das wäre dann der Fall, wenn Ihr Einkommen die für die Gewährung der verschiedenen staatlichen Vergünstigungen (Bausparprämie, Arbeitnehmersparzulage) geltenden Grenzen nicht überschreitet. Auf diese Weise können Sie die mit dem Bausparen verbundenen Prämien als Erhöhung Ihrer Rendite betrachten.

Fast alle Bausparkassen bieten solche Sparvarianten an, bei denen von vornherein klar ist, dass Sie nach Ablauf der Sparzeit von mindestens 7 Jahren kein Darlehen in Anspruch nehmen wollen. Die Renditen lagen vor Jahren dabei vielfach über 6 Prozent, haben sich in der aktuellen Niedrigzinsphase aber um bis zu 1 Prozent zurückgebildet.

Diese Fragen müssen Sie individuell klären, um sich richtig entscheiden zu können

Unter den in der Übersicht auf der folgenden Seite aufgeführten Telefonnummern können Sie sich ausführliche Unterlagen der Bausparkassen bestellen. Damit Sie den für Sie passenden Bauspartarif finden, müssen Sie sich danach vor allem folgende Fragen vorlegen:

  • Soll ich überhaupt bausparen?
  • Erhalte ich Bausparprämien? – Nur dann erzielen Sie mit Sparvarianten eine höhere Rendite als sonst am Markt.
  • Spare ich für ein bestimmtes Finanzierungsziel (Baubeziehungsweise Kaufvorhaben)? Will ich nur sparen, oder bin ich noch unentschlossen?
  • Welcher Tarif ist dann für mich am besten geeignet?
  • Wie hoch sind meine mit dem infrage kommenden Tarif verbundenen Spar und Tilgungsleistungen, und wann muss ich sie leisten?
  • Wann kann ich voraussichtlich über die Bausparsumme verfügen (Schätzung anhand aktueller Daten)?
  • Welche Änderungen kann ich im Laufe der Sparphase vornehmen (Sonderzahlungen, Tarifwechsel)?
  • Für Baufinanzierer: Wie hoch ist der Gesamtaufwand für mein Vorhaben, und welche zusätzlichen Finanzierungsmittel benötige ich noch?

6 Möglichkeiten, wie Sie nachteilige Bestimmungen beim Bausparen gezielt umschiffen

Die gesetzliche Bindungsfrist beträgt 7 Jahre, das heißt, so lange muss ein Vertrag laufen, damit erhaltene Prämien nicht zurückgezahlt werden müssen. Wer sie umgehen will, hat nur eine Chance: Er muss die Gelder aus dem Bausparvertrag für wohnwirtschaftliche Zwecke verwenden.

Bedingungsgemäß sind für die Inanspruchnahme von Bauspardarlehen Grundschulden oder Hypotheken als Sicherheit zu stellen. Dies können Sie jedoch bei kleineren Darlehenssummen bis zu etwa 10.000 Euro umgehen: Fragen Sie nach der Möglichkeit einer „Negativerklärung“. Damit verpflichten Sie sich, für Immobilien(-anteile) keine anderen Schulden aufzunehmen, und umgehen die sonst teuren behördlichen Eintragungen.

Checkliste: Wie Sie sich als Bausparer oder Anleger richtig entscheiden

  • Wenn Sie keine konkreten Absichten haben, Wohnungseigentum zu errichten oder zu kaufen, sollten Sie prüfen, ob die Rendite aus Guthabenzins, Wohnungsbauprämie und Arbeitnehmersparzulage im Vergleich zu der aus anderen Anlageformen attraktiv genug ist.
  • Sie sollten deshalb keinen Bausparvertrag abschließen, wenn Sie keine Förderung erhalten.
  • Wenn Sie noch nicht genau wissen, ob Sie einmal bauen oder Wohnungseigentum erwerben wollen, gilt: Falls Sie die staatliche Bausparförderung nutzen können, schließen Sie einen Bausparvertrag mit Optionstarif ab.
  • Dann können Sie am Ende der Sparzeit immer noch entscheiden, ob Sie die Hochzinsvariante bei Verzicht auf das Bauspardarlehen oder die Tiefzinsvariante bei Inanspruchnahme des zinsgünstigeren Bauspardarlehens bevorzugen wollen.
  • Wenn Sie konkrete Absichten haben, kurz oder mittelfristig zu bauen, zu kaufen oder zu modernisieren: Wählen Sie einen Tarif, der Ihnen in der Ansparphase einen niedrigen Guthabenzins und in der Kreditphase einen geringen Darlehenszins beschert, und vergleichen Sie die Angebote hinsichtlich der Zuteilungszeiten miteinander.
  • Machen Sie sich dabei klar, dass es nur in Ausnahmefällen sinnvoll ist, Ihr Objekt vollständig über Bausparverträge zu finanzieren.
  • Am besten ist immer noch eine Mischfinanzierung aus je 1/3 Eigenkapital, Hypotheken und Bauspardarlehen.

21. Oktober 2011

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: David Gerginov. Über den Autor

David Gerginov wuchs in einem internationalen Umfeld auf und entdeckte schon früh sein Interesse am Thema Finanzen. Er publizierte unter anderem zum Thema Schuldenbremse und beschäftigt sich heute mit allen Fragen rund um Wirtschaft, Politik und Finanzen.