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Bullish-Percent-Index: Zur Bewertung des Gesamtmarktes

Wenn alles gut läuft, helfen die strukturierten Chartanalysen Ihnen dabei, das große Ganze immer im Auge zu behalten.

Diesmal geht es um die Möglichkeit, wie man mithilfe eines P&F-Charts einen bestimmten Gesamtmarkt bewerten kann.

Die Bewertung des Gesamtmarktes

Die meisten Chart-Varianten verfügen auch über das ein oder andere Indikator-System, um die generelle Bewertung des Marktes durchzuführen. Ein solches Instrument steht auch dem Point-and-Figure-Trader zur Verfügung, sein Name lautet Bullish-Percent-Index.

Mithilfe des Bullish-Percent-Index ist es dem Analysten möglich, einen bestimmten Gesamtmarkt in eine von drei Phasen einzuordnen und daraus allgemeine Handlungsanweisungen für sein Anlageverhalten abzuleiten. Die Ermittlung dieses Indikators ist wie immer bei der P&F-Chartanalyse denkbar einfach, aber aussagekräftig.

Nehmen wir einmal an, dass in einem Index 80 Aktien notiert sind. Die Hälfte diese Aktien befindet sich momentan in einem Kaufsignal, also insgesamt 40 Stück. Dann notiert der Bullish-Percent-Index auf genau 50%.

Wenn nun innerhalb einer Woche 10 Aktien ein Verkaufssignal generieren und zeitgleich 20 weitere Aktien ein Kaufsignal, dann befinden sich zusammengenommen 50 von 80 Aktien im Kaufsignal. In diesem Beispiel hätte sich der Bullish-Percent-Index also verschoben auf 62,5%.

Die Zustände des Bullish-Percent-Index

Die gesamte Erfahrung im Aktienhandel allgemein und mit der Point-and-Figure-Chartanalyse im Speziellen zeigt, dass es verschiedene Zustände des Bullish-Percent-Index gibt, auf die Sie als Anleger unbedingt achten sollten. Zunächst einmal macht er eine allgemeine Aussage über den Gesamtmarkt, indem dieser in eine von drei Phasen eingeteilt wird.


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  • Rangiert der Bullish-Percent-Index über 70% ist der Markt aller Wahrscheinlichkeit nach überkauft. Sichern Sie Ihre Long-Positionen durch engere Stop-Loss-Ordern ab.
  • Wenn der Bullish-Percent-Index zwischen 30% und 70% rangiert ist der Markt als neutral zu betrachten und alle Positionen sollten am besten gehalten werden.
  • Sinkt der Bullish-Percent-Index unter 30% sind breite Kursverluste zwar unwahrscheinlich können aber durch Extremsituationen dennoch auftreten. Hier ist es besonders wichtig, auf die feineren Signale zu achten, die uns die Point and Figure Chartanalyse noch offenbart.

Weitere Marktsignale aus dem Point-and-Figure-Chart

Neben diesen drei großen markzuständen, die der Bullish-Percent-Index annehmen kann, gibt es noch eine Reihe weiterer subtilerer Hinweise, die besonders dann zu beachten sind, wenn der Bullish-Percent-Index unter die 30%-Grenze gefallen ist.

Diese Hinweise gliedern sich in die drei Bullen-Signale Bull-Alert, Bull-Confirmed und Bull-Correction und die entsprechenden Bären-Pendants, als Bear-Alert, Bear-Confirmed und Bear-Correction.

Beim Bull-Alert springt der Index dabei plötzlich über die 30%-Grenze, ohne jedoch vorher eine X-Spalte zu brechen. Beim Bear-Alert verhält es sich genau andersherum: hier fällt der Percent Index abrupt unter die 70%, aber ohne eine vorherige O-Spalte zu brechen.

Bull-Confirmed und Bull-Correction

Schauen wir uns einmal das folgende Beispiel an:

Was wir hier sehen nennt man Bull-Confirmed. Dieses Signal entsteht, wenn ein Bullish-Percent-Chart mit der aktuellen X-Säule die die letzte X-Säule deutlich übersteigt. Dies ist ein eindeutiges Stärkesignal für das Bullenlager.

Bull-Correction allerdings bedeutet eine mögliche Bedrohung für den Bullenmarkt. Hierbei wechselt der Bullish-Percent-Chart durch ein Reversal in eine neue O-Säule (und war vorher Bull-Confirmed), mit der wir uns dann jedoch unter der 70%-Grenze befinden.

Bear-Confirmed und Bear-Correction

Analog dazu erkennen wir auch die letzten beiden Bären-Signale. Ein Bear-Confirmed bedeutet ein deutliches Schwächesignal für den gesamten Markt. Man spricht davon, wenn ein Bullish-Percent-Chart mit der aktuellen O-Säule die letzte O-Säule noch unterschreitet.

Jetzt heißt es: keine Aktien mehr kaufen und alle Positionen möglichst glattstellen. Wenn ein Bullish-Percent-Chart durch ein Reversal in eine neue X-Säule wechselt (und vorher Bear-Confirmed war) und wir uns nun über der 30%-Marke befinden, spricht man von der Bear-Correction.

Diese Signal-Feinheiten wirken besonders in der Theorie etwas verwirrend. Am besten ist es, wenn Sie sich selbst damit eingehender vertraut machen und versuchen, in beliebigen Point-and-Figure-Charts die besprochenen Signale und Hinweise selbst zu ermitteln.

2. Januar 2013

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: David Gerginov. Über den Autor

David Gerginov wuchs in einem internationalen Umfeld auf und entdeckte schon früh sein Interesse am Thema Finanzen. Er publizierte unter anderem zum Thema Schuldenbremse und beschäftigt sich heute mit allen Fragen rund um Wirtschaft, Politik und Finanzen.