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Der Club of Rome und „Die Grenzen des Wachstums“

Als der Club of Rome seinen Bericht „Die Grenzen des Wachstums“ im Jahr 1972 herausgab, etablierte er mit diesen Zukunftsprognosen seinen Namen als Markenzeichen einer Vereinigung aus Experten für Wissenschaft, Kultur, Wirtschaft und Politik mit weltweitem Einfluss.

Seit der Veröffentlichung des ersten Berichts hält der Club of Rome beinahe jedes Jahr eine Vollversammlung ab, die oftmals von der Regierung des gastgebenden Landes finanziert wird.

Der Club of Rome ist seitdem aus Rom in 32 weitere Länder expandiert und hat dort nationale Gesellschaften des Clubs gegründet.

Die „Denkfabrik“ veröffentlichte seit dem Erstbericht „Grenzen des Wachstums“ 30 weitere Berichte. Darunter waren beispielsweise der Folgebericht „Beyond the limits of growth“ im Jahr 1989 sowie „The future of the oceans“ 1986 oder „Faktor 4“ im Jahr 1992. Im Jahr 2012 sorgten die Nachhaltigkeits- und Zukunftsexperten mit ihrem Bericht „2052 – eine globale Prognose für die nächsten 40 Jahre erneut für Aufsehen.

Mehr zum Thema: Club of Rome 2052- eine globale Prognose für die nächsten 40 Jahre

Doch zurück zu den Anfängen: Die Grenzen des Wachstums

Mit seinen düsteren Prognosen schockte der Club of Rome in den 70ern die Industrienationen. Dementsprechend heftig waren die Reaktionen auf die damalige Prognose in „Grenzen des Wachstums“.

Die zentrale Aussage des Berichts:  „Wenn die gegenwärtige Zunahme der Weltbevölkerung, der Industrialisierung, der Umweltverschmutzung, der Nahrungsmittelproduktion und der Ausbeutung von natürlichen Rohstoffen unverändert anhält, werden die absoluten Wachstumsgrenzen auf der Erde im Laufe der nächsten hundert Jahre erreicht.“

In den USA wurde der Bericht nur an die 10.000 Mal verkauft. Die Nachfrage bestand vor allem in überbevölkerten Ländern wie der Niederlande oder Japan. Die „Grenzen des Wachstums“ wurde in zahlreiche Sprachen übersetzt.

Mehr zum Thema: Der Club of Rome seit 1978 in Deutschland

Das Modell hinter „Grenzen des Wachstums“

Der Bericht basierte auf dem Modell der „Dynamik komplexer Systeme“ einer homogenen Welt. Dazu wurden die Wechselwirkungen zwischen Bevölkerungsdichte, Nahrungsmittelressourcen, Energie, Material und Kapital, Umweltzerstörung und Landnutzung analysiert.

Mittels Computersimulation entwickelten die Verfasser des Berichts eine Reihe von Szenarien basierend auf der Entwicklung verschiedener hypothetischer „stabilisierender“ politischer Maßnahmen. Obwohl unterschiedliche Szenarien entwickelt wurden, glichen sich die Ergebnisse: Die Grenzen des Wachstums werden durch den Anstieg der Weltbevölkerung, die Industrialisierung und die Verschmutzung der Umwelt erreicht.

Kritik am Ansatz in „Grenzen des Wachstums“ des Club of Romes

Um die Welt als Ganzes betrachten zu können, musste das Modell, das als Ansatz für den ersten Bericht des Club of Romes verwendet wurde, extrem vereinfacht werden.

Gerade diese Vereinfachung stellte die Angriffsfläche für die Gegner des Konzepts dar. Kritiker erklärten den Ansatz als zu stark vereinfacht und als „unwissenschaftlich“. Gerade in Großbritannien und den USA wurden die Thesen des Club of Rome kritisiert.

28. August 2013

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Sabrina Behrens
Von: Sabrina Behrens. Über den Autor

Sabrina Behrens beschäftigt sich seit Ihrem Schulabschluss mit den Themen Wirtschaft, Politik, private Finanzen, Vorsorge und Versicherung. In ihrer Tätigkeit als freie Journalistin in Berlin hält sie die Leser in diesen Bereichen regelmäßig auf dem Laufenden.