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Der DAX: Entscheidender Index für Deutschland

Der Deutsche Aktienindex (DAX) steht für die 30 größten und liquidesten deutschen Unternehmen, die an der Frankfurter Börse gehandelt werden.

Die Kurse, die als Grundlage für die Berechnung des DAX dienen , werden dem elektronischen Handelssystem Xetra (Kurzform für Exchange Electronic Trading) entnommen.

Index Investing: Die Eckdaten des DAX

Der DAX wurde im Jahre 1988 eingeführt, mit einem Basis-Indexwert von 1.000.Die Unternehmen, die im DAX stehen, repräsentieren rund 75% des gesamten Börsenwerts der in Frankfurt gehandelten Aktien.

Erfinder: Der Frankfurter Börsenredakteur Frank Mella stellte den DAX erstmals im Jahre 1987 vor.

Unternehmensanzahl: 30

Unternehmenstypen: Deutschlands größte Industrie-, Handels-Finanz-, Technologie-, Pharma- und Energieunternehmen.

Auswahlkriterien:

Ein DAX-Unternehmen sollte idealerweise:

  • seinen Sitz in Deutschland haben

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    • China Mobile (China), größter Mobilfunkanbieter weltweit
    • Vale (Brasilien), größter Eisenerzlieferant der Welt
    • Novo Nordisk (Dänemark), führender Hersteller Insulin der Welt
    • Petrochina (China), zweitteuerstes Unternehmen der Welt
    • Burberry Group (England), führender Luxushersteller der Welt
    • Harley Davidson (USA), legendärster Motorradhersteller der Welt

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  • in Xetra gehandelt werden
  • einen Streubesitz von 10% haben
  • im Prime Standard gelistet sein (siehe unten)

Wie er berechnet wird: Die Gewichtung der Unternehmen im DAX erfolgt nach Streubesitz-Marktkapitalisierung. Das bedeutet, dass nicht der Börsenwert eines Unternehmens, sondern vielmehr der Wert der frei handelbaren Aktien des Unternehmens (mit anderen Worten sein Streubesitz) bei der Gewichtung entscheidend ist.

Anpassung des DAX: Viermal im Jahr

Änderungen in der Zusammenstellung der DAX-Aktien werden regelmäßig an bestimmten Daten innerhalb eines Jahres vorgenommen. In der Regel ist dies immer der 3. Handelstag an der Börse, jeweils im März, Juni, September und Dezember.

Ein DAX-Unternehmen kann aus dem Index gestrichen werden, wenn die Marktkapitalisierung und das Handelsvolumen seiner Aktie so weit abfallen, dass es nach diesen beiden Kategorien nicht länger zu den 45 größten deutschen Unternehmen gezählt werden kann.

Neu aufgenommen wird ein Unternehmen hingegen nur, wenn es im Ranking der Top 25 auftaucht – auch wieder im Hinblick auf Marktkapitalisierung und Aktienhandelsvolumen.

Wie oben erwähnt, gehört der in 2003 eingeführte „Prime Standard“ ebenfalls zu den DAX-Auswahlkriterien. Der Prime Standard bezieht sich auf bestimmte internationale Transparenzanforderungen, die Aktiengesellschaften erfüllen müssen. Dazu gehört Zwischenberichterstattung in deutscher und englischer Sprache und die Rechnungslegung nach den internationalen Standards der IFRS oder nach US-GAAP.

DAX: Die Vorteile im Überblick

Selbst nach Handelsschluss auf dem Parkett der Frankfurter Börse (17:30 Uhr) wird der DAX rund um die Uhr von Xetra aktualisiert. Anders als bei den amerikanischen Indizes stehen für den DAX zusätzlich immer die Futures-Kurse für den nächsten Tag zur Verfügung.

Die Aktien der 30 DAX-Unternehmen weisen eine Adoptionsrate von fast 95% auf. Das bedeutet, dass besonders viele Investoren ihr Vertrauen am Anfang in diesen Index setzen, wenn sie zum ersten Mal ihr Geld in Aktien anlegen.

Die Nachteile des DAX

Generell gilt: Investment in einen Index ist nicht als kurzfristige Geldanlage gedacht. Wer sein Kapital in einen Index anlegt, spekuliert in der Regel auf positive Langzeit-Entwicklungen.

Speziell für den DAX heißt das, dass man dauerhaft Vertrauen zu den größten Konzernen der deutschen Wirtschaft haben sollte. Schwankungen des Marktes und allgemeine Krisenstimmung können die Kurse zeitweise ziemlich tief fallen lassen. Insgesamt hat der DAX jedoch in den letzten 12 Jahren ca. 300 Punkte zugelegt – was sich auf lange Sicht durchaus sehen lassen kann.

Anlageprodukte rund um den DAX: ETF, Fonds und Co.

Der DAX ETF wird von iShares Deutschland, einem Ableger des größten amerikanischen ETF-Anbieters, herausgegeben. Der iShares DAX hat den Vorteil, dass seine Dividenden direkt reinvestiert werden und daher nicht versteuert werden müssen. Zusätzlich spart man sich mit diesem passiv gemanagten ETF die Verwaltungskosten, die auf Fondsbesitzer  zukommen würden.

Der DAX-Fonds ist ein Anlageprodukt der Fondsgesellschaft DWS, die zur Deutschen Bank gehört. Die Dividenden des DAX-Fonds werden regelmäßig ausgeschüttet und sind daher  zu versteuern. Dazu kommt, dass Sie auch hier eine Fondsverwaltungsgebühr zahlen müssen.

Dieser Aufwand könnte sich allerdings lohnen, da der DAX-Fonds dazu neigt, gegenüber dem DAX-ETF im Durchschnitt eine bessere Performance hinzulegen.

MDAX und TecDAX: Die Ableger des DAX

Der MDAX (Kurzform von Mid-Cap DAX) umfasst die 50 Werte, die direkt auf die DAX-Werte folgen. Er ist somit der Index für mittelgroße deutsche Unternehmen. Die verschiedenen Branchen sind hier in einem ähnlichen Mischverhältnis wie im DAX vertreten.

Der TecDAX umfasst die 30 größten Technologiewerte Deutschlands und ist somit das ideale Investment für Technikbegeisterte, die von den Erfolgen des heimischen Technologiemarktes profitieren möchten.

Eine alphabetische Übersicht über die DAX-Unternehmen finden Sie in unserer Bildergalerie:

22. Dezember 2012

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: David Gerginov. Über den Autor

David Gerginov wuchs in einem internationalen Umfeld auf und entdeckte schon früh sein Interesse am Thema Finanzen. Er publizierte unter anderem zum Thema Schuldenbremse und beschäftigt sich heute mit allen Fragen rund um Wirtschaft, Politik und Finanzen.