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Der deutsche Rentenindex und wie er interpretiert werden sollte

Der deutsche Rentenindex, auch bekannt als REX, misst die Performance deutscher Staatsanleihen. Mithilfe dieses Performance-Index kann die Werteentwicklung von Anleihen anhand eines ausgewählten Musterdepots berechnet werden. Dieses Depot ist fiktiv, die Werte sind nicht frei am Markt handelbar.

Der Grund dafür ist, dass festverzinsliche Wertpapiere nach Ablauf des Fälligkeitstermins vom Markt verschwinden, was eine durchschnittliche und konstante Berechnung unmöglich macht. Für Anleger, die darüber nachdenken Staatsanleihen zu erwerben, ist der deutsche Rentenindex interessant, da er eine Aussage über Kurse, Zinsen und Renditen trifft.

Diese Titel befinden sich im Musterdepot

Seit 1991 veröffentlicht die Deutsche Börse AG den deutschen Rentenindex täglich. Er gilt als ein überprüfbarer und neutraler Maßstab für die Marktbewegungen bei Anleihen und spiegelt die Situation am deutschen Rentenmarkt wider. Alle Bundesanleihen, Bundeschatzanweisungen und Bundesobligationen der Bundesrepublik Deutschland, des Fonds deutscher Einheit und der Treuhandanstalt mit fester Verzinsung werden für die Berechnung des REX berücksichtigt. Zwar werden so nur 20 % der handelbaren Titel am Markt abgedeckt, aber immerhin 80 bis 90 % aller Börsenumsätze.

Deutscher Rentenindex: So wird er berechnet

Um den deutschen Rentenindex zu berechnen, werden 30 Anleihen mit ganzjährigen Laufzeiten zwischen ein und zehn Jahren betrachtet. Diese unterscheiden sich in drei Coupontypen, also verschiedene Nominalzinsen einer Anleihe, nämlich 6 %, 7,5 % und 9 %. Die Anteile werden für die Berechnung je nach Marktanteil gewichtet. Die Änderung der Werte entsteht durch die Couponzahlung und die Schwankungen der Kurse der Anleihen. Im Gegensatz zu einem klassischen Performanceindex ändern sich die Restlaufzeiten von einzelnen Anleihen nicht.


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Nach anfänglicher Skepsis an den Märkten hat sich der Rentenindex durchgesetzt, da aufgrund des fiktiven Portfolios jede Anleihe an jedem Tag bewertet werden kann, auch wenn sie an einem Tag nicht gehandelt wird. Alle Laufzeit- und Zinskombinationen sind im Musterdepot enthalten, wodurch Vergleichbarkeit erhalten bleiben kann und Marktverzerrungen ausgeschlossen werden.

Wie der REX interpretiert werden sollte

Der deutsche Rentenindex ist ein Kursindex. Steigt er an, dann bedeutet dies einen Anstieg der Kurse auf dem Rentenmarkt. Damit sind fallende Zinsen und Renditen verbunden. Sinkt der REX, dann sinken auch die Kurse auf dem Rentenmarkt und somit steigen sowohl die Renditen als auch die Zinsen. Für Anleger ist es daher wenig attraktiv, Staatsanleihen bei einem hohen REX-Wert zu kaufen, da die Anleihen dann auch einen höheren Preis beziehungsweise Kurs haben.

Hat eine Anleihe einen hohen Kurs, dann ist das ein Hinweis auf eine niedrige Realverzinsung, was für ein niedriges Zinsniveau spricht. Ist der Kurs einer Anleihe niedrig, dann deutet das auf ein hohes Zinsniveau hin. Anleger erhalten in diesem Fall nämlich nicht nur die nominelle Verzinsung, also den Coupon, sondern können in der Regel auch noch einen steuerfreien Rückzahlungsgewinn machen.

Das müssen Anleger wissen

Der REX ist ein sinnvoller Index, um den Rentenmarkt auf einen Blick zu bewerten. Der Rentenindex hilft Anlegern zu erfassen, wann der Kauf von Staatsanleihen attraktiv ist. Allerdings sollten solche Indizes nie isoliert betrachtet werden, sondern immer auch ein Blick auf den Gesamtmarkt geworfen werden, um das Risiko von Fehlentscheidungen zu minimieren.

1. September 2014

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: David Gerginov. Über den Autor

David Gerginov wuchs in einem internationalen Umfeld auf und entdeckte schon früh sein Interesse am Thema Finanzen. Er publizierte unter anderem zum Thema Schuldenbremse und beschäftigt sich heute mit allen Fragen rund um Wirtschaft, Politik und Finanzen.