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Der Dispokredit: Bequem, aber teuer

Jeder fünfte Kunde überzieht regelmäßig sein Bankkonto. Für Banken ist das ein äußerst lukratives Geschäft, denn Dispokredite werden oft zweistellig verzinst. Bankkunden jedoch sind sich der hohen Kosten oft nicht bewusst – die insbesondere dann anfallen, wenn über längere Zeiträume ein Minus auf dem Konto zu verzeichnen ist. Insofern sollten Bankkunden lieber auf günstigere Alternativen zurückgreifen, um bei kurzzeitigen Liquiditäts-Engpässen schnell an Geld zu kommen.

Dispo-Höhe von Einkommen abhängig

Der Dispositionskredit,  kurz „Dispo“ genannt, ist ein Kredit, der dem Inhaber eines Girokontos erlaubt, sein Konto bis zu einem bestimmten Betrag zu überziehen. Die Inanspruchnahme des Kredits erfordert dabei keinen gesonderten Antrag und keine Hinterlegung von Sicherheiten. Meist räumt die Bank dem Girokonto-Inhaber einen Dispo in vorgegebener Höhe bereits  „automatisch“ bei der Kontoeröffnung ein.

Der Umfang der gewährten Kreditlinie orientiert sich dabei an der Höhe der Zahlungen, die regelmäßig auf dem Konto eingehen, sowie an der Kreditwürdigkeit des Kontoinhabers.

Vorsicht vor Überziehungszinsen

Nicht alle „Miese“ auf dem Konto werden von der Bank gleich hoch verzinst. Die Bank unterschiedet bei der Berechnung der Kredit-Zinsen zwischen „eingeräumten“ und „geduldeten“ Dispo, letzterer wird auch als Überziehungskredit bezeichnet.


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Ist das Minus auf dem Konto größer als das eingeräumte Dispolimit, werden für den geduldeten Dispo zusätzlich Überziehungszinsen fällig, die noch einmal deutlich höher sind.

Dispokredit kann schnell sehr teuer werden

Der Dispokredit ist dazu gedacht, kurzfristigen Geldbedarf zu decken. Diese Flexibilität wird allerdings mit sehr hohen Zinssätzen bezahlt. Somit gehören Dispo- und geduldete Überziehungskredite zu den teuersten Krediten überhaupt.

Gleichzeitig beschaffen sich die Banken die Dispokredite nahezu kostenlos über die kaum oder wenig verzinsten Guthaben auf den Girokonten der Kunden, die gerade keinen Dispokredit in Anspruch nehmen.

Dispokredit nur in Ausnahmefällen nutzen

Um hohe Zinskosten zu umgehen, sollten Sie Ihren Dispokredit nur in absoluten Ausnahmefällen und nur für so kurze Zeiträume wie möglich nutzen.

Greifen Sie, falls vorhanden, zunächst auf andere Reserven wie Tagesgeldkonten oder Sparbücher zurück. Kreditkarten mit monatlicher Abrechnung gewähren Ihnen bis zur Abrechnung ein zinsfreies Darlehen.

Falls Sie regelmäßig von Ihrem Dispokredit Gebrauch machen, kann auch eine Umschuldung durch einen Ratenkredit sinnvoll sein. Hier liegen die Zinssätze nämlich deutlich unter den Dispozinssätzen.

Raus aus der Dispo-Falle

Um Zinsfallen beim Dispo-Kredit zu umgehen, sollten Sie sich Ihre Liquiditätsbedürfnisse klar machen und sich vor der Eröffnung Ihres Kontos bei Ihrer Bank genau informieren. Nur so lässt sich die Zahlung horrender Dispo-Zinsen in Zeiten von Niedrig-Zinsen auf Spareinlagen vermeiden.

29. Oktober 2015

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Nina Tack
Von: Nina Tack. Über den Autor

Nina Tack ist Volkswirtin und beschäftigt sich seit mehreren Jahren intensiv mit den Themen Wirtschaft und Finanzen.