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Der Entnahmeplan bei der Rente aus Kapitalvermögen – Rendite versus Risiko

Bei der privaten Altersvorsorge haben Anleger die Wahl zwischen der Sofortrente und dem Entnahmeplan aus der Rente aus Kapitalvermögen. Für wen lohnt sich welche der beiden Varianten?

Die Sofortrente ist für Anleger geeignet, die auf Planungssicherheit Wert legen. Sie zahlen einmalig einen Betrag in einen privaten Rentenversicherungsvertrag ein.

Sofortrente: garantierte Mindestrente auf Lebenszeit

Der private Rentenversicherer legt diese Summe an und gewährt eine Mindestrente auf Lebenszeit.

Der Nachteil: Der Versicherte muss teilweise hohe Gebühren an den Rentenversicherer zahlen. Und im Todesfall wird der Vertrag nicht auf die Erben übertragen – es sei denn, eine Mindestlaufzeit wurde vereinbart.

Flexibilität beim Entnahmeplan aus der Rente aus Kapitalvermögen

Flexibler ist da der Entnahmeplan. Die Rente wird auch aus dem am Anfang investierten Kapitalvermögen finanziert. Gebühren fallen dabei in der Regel kaum an.

Jedoch sind die Auszahlungen variabel. Anleger können jederzeit selbst über deren Höhe entscheiden.

Kapitalerhalt, Entnahme oder Umschichtung

Sie können sich zum Beispiel bei guten Erträgen nur die Rendite auszahlen lassen, so dass das Kapital nicht aufgezehrt wird. Dies nennt sich Kapitalerhalt.

Der Investor kann aber auch einen Großteil oder die Gesamtheit des Kapitals aus dem Fonds entnehmen. So kann er sein Geld jederzeit in andere Fonds umschichten.

Im Todesfall des Investors geht das Kapital an die Erben – zumindest, wenn der Anleger vor seinem Tod keine Mindestlaufzeit vereinbart hat.

Entnahmeplan – Rente mit höherem Risiko

Aber natürlich gibt es auch Nachteile des Entnahmeplans aus der Rente aus Kapitalvermögen. Durch die variable Rendite geht der Investor automatisch ein höheres Risiko ein.

Schließlich unterliegen die Erträge den Kursschwankungen an den Kapitalmärkten. Wenn die Kurse der entsprechenden Fonds relativ gering ansteigen oder sinken, muss daher mehr Geld aus dem Kapitalvermögen entnommen werden, um die Höhe der Rentenzahlung beizubehalten.

Entnahmeplan dennoch eine attraktive Alternative

Im Gegenzug gegen eine möglicherweise höhere Rendite bei der Rente aus Kapitalvermögen durch einen Entnahmeplan muss der Anleger also ein höheres Risiko und so eventuell höhere Verluste hinnehmen.

Zudem kann es sein, dass Anleger irgendwann das angesparte Kapital schlichtweg aufgebraucht haben.

Sofortrente und Entnahmeplan – die ideale Kombination?

Gerade in Zeiten hoher Inflation könnte der Entnahmeplan jedoch dennoch eine attraktive Alternative sein – vor allem, wenn konventionelle Sofortrenten nicht die gewünschte Rendite abwerfen.

Das Risiko durch Kursschwankungen können Anleger zudem senken, indem sie auf verschiedene Entnahmepläne gleichzeitig setzen.

Und wer für alle Fälle vorsorgen möchte, hat immer noch die Möglichkeit, eine Sofortrente mit einer Rente aus Kapitalvermögen durch einen Entnahmeplan zu verbinden.

29. Mai 2013

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Lisa Louis
Von: Lisa Louis. Über den Autor

Lisa Louis ist freie Journalistin in Paris. Sie hat internationale Volkswirtschaftslehre in Deutschland und Frankreich studiert. Mit ihrem Wissen hilft Sie Lesern bei grundsätzlichen Fragen der Geldanlage und der Privaten Vorsorge.