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Der erfolgreichste Fondsmanager der Welt: Peter Lynch

Sein weißes Haar spiegelt viel Lebenserfahrung wider und sein kantiges Gesicht lässt den Strategen in ihm vermuten: Peter Lynch ist der erfolgreichste Fondsmanager der Welt.

13 Jahre lang führte er den berühmten Fidelity Magellan Fonds. In dieser Zeit erzielte er mit dem Fond eine sagenhafte Rendite von durchschnittlich 29 Prozent pro Jahr. Mit diesen Erfolgen machte Lynch die Aktienanlage in den 80er Jahren sehr populär.

Vom Caddy zum Fondsmanager

Peter Lynch aus Boston gehört in die Riege der Wachstumsinvestoren. Bereits während seines Studiums investierte er erfolgreich in Aktien. Er steckte die stolze Summe von 1250 Dollar in Aktien des Luftfrachtunternehmens Flying Tiger Line.

Durch den Vietnamkrieg wurden alle Frachtmaschinen gebraucht und die Unternehmen erwirtschafteten sehr gute Ergebnisse. Die Aktien stiegen und Lynch machte einen großen Gewinn.

Mit dem Aktiengewinn konnte er sich sein Studium an der Wharton School of Finance finanzieren. Lynch schloss sein Studium 1968 mit dem Master of Business Administration (MBA) ab.

Am Zentrum für Aktienfonds groß geworden

Später ging er nicht an die Wall Street, sondern blieb seiner Heimatstadt treu, welche ein Zentrum für Aktienfonds war. Er jobbte auf einem Golfplatz als Caddy und  lernte dort auch seinen späteren Chef, den damaligen Fidelity-Präsidenten D. George Sullivan kennen.

Zunächst bekam Lynch nur einen Sommerjob bei Fidelity. Später, nach seinem Militärdienst, begann er, dort als Wertpapieranalyst für Metallunternehmen zu arbeiten.


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Nach einem Jahr gab man Ihm eine Gehaltserhöhung um 1000 Dollar auf 17.000 Dollar. Dennoch lehnte Lynch zum damaligen Zeitpunkt ein Angebot eines Brokers von 55.000 Dollar ab.

1974 wurde er Chef der Fidelity eigenen Researchabteilung. Kurz darauf folgte der Aufstieg in das Investmentkomitee. Schließlich übernahm er 1977, im Alter von nur 33 Jahren, einen damals kleinen Fonds, den Magellan Fonds.

Fondsmanager bei Fidelity Magellan Fonds

Der Magellan-Fonds wurde schon 1963 gegründet und von seinem Gründer nach dem portugiesischen Entdecker Ferdinand Magellan benannt. Der Fonds erlebte unter Peter Lynch mit seinem Leitsatz “Buy What You Know” eine stabile dreizehnjährige Gewinnphase.

Von 1977-1990 managte Peter Lynch den Magellan-Fonds und erreichte die phantastische Rendite von 29 Prozent pro Jahr. Die durchschnittliche Jahresrendite übertraf in diesem Zeitraum den S&P 500 Index um fast das Doppelte. Selbst im  Crash-Jahr von 1987 schaffte Lynch noch ein Plus von einem Prozent.

Als Fondsmanager zum Millionär

In den 13 Jahren seines Managements wurden aus 10.000 Dollar, die in seinen Fond angelegt waren, stolze 280.000 Dollar. Das verwaltete Vermögen wuchs in diesem Zeitraum von 22 Mio. auf 12 Mrd. Dollar.

Lynch machte den Fonds zu dem größten Aktienfond der Welt. Kritiker warnten damals vor der immensen Fondsgrösse. Lynch wollte nun beweisen, dass auch ein sehr großer Fond den Markt deutlich schlagen kann – und es gelang ihm eindrucksvoll: Das von ihm betreute Anlagevolumen entsprach dem Bruttosozialprodukt von Ecuador!

Der Fonds war zu Lynch’s Zeiten derart berühmt, dass jeder 250. Amerikaner durchschnittlich 13.000 Dollar in den Fonds investiert hatte. Zum Schluss vertrauten ihm mehr als eine Million Anleger ihr Geld an.

Das plötzliche Ende nach 15.000 Aktien

In seiner Zeit bei Magellan kaufte Lynch die Aktien von über 15.000 Unternehmen. In Spitzenzeiten hielt er gleichzeitig ca. 1.500 verschiedene Aktien, wobei die 100 größten Werte etwa 50% des Portfolios ausmachten.

Lynch war ständig in Hektik und schichtete seinen Fonds um. Es gab oftmals Aktien die er nicht einmal für einen Monat hielt. Seine Umschlagsrate betrug häufig über 300 Prozent pro Jahr. Das heißt, er wechselt seinen  Aktienbestand im Schnitt mehr als dreimal pro Jahr vollständig aus.

Am 31. Mai 1990, als er erst Mitte vierzig war, versetzte der Superstar Lynch die Öffentlichkeit in großes Erstaunen: Er beendete seine erfolgreiche Karriere als Investment-Manager und beschränkte sich darauf, hin und wieder öffentliche und gemeinnützige Organisationen bei ihrer Geldanlage zu beraten.

Wie er sich selbst ausdrückt, hatte er genug Geld verdient und wollte nun mit seinem Wissen etwas für das Allgemeinwohl unternehmen. Peter Lynch verdiente bei Fidelity bis zu 10 Millionen Dollar pro Jahr.

Er sagte einmal:

„Man erinnert sich dann plötzlich daran, dass noch nie jemand auf seinem Sterbebett gesagt hat: Ich wünschte, ich hätte mehr Zeit im Büro verbracht.“


Selbsteinschätzung im monetären Bereich am Beispiel eines Fond-Manager


31. Juli 2013

Von: Volker Gelfarth. Über den Autor

Der Diplom-Ingenieur lernte die Schwächen und Stärken eines Unternehmens selbst als Manager kennen, bevor er sich voll und ganz der Value-Analyse widmete. Er ist Chefredakteur für die Dienste Aktien-Analyse, Gelfarths Dividenden-Letter, Gelfarths Premium-Depot und Strategisches Investieren.