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Der Geschäftsbericht: Alles, was es darüber zu wissen gilt

In diesem Beitrag werde ich Ihnen alles Wissenswerte zum Geschäftsbericht näherbringen.

Dabei werde ich dann etwas detaillierter auf die beiden Seiten einer Bilanz (Aktiv- und Passiv-Seite) eingehen.

Der Geschäftsbericht eines Unternehmens

Der Geschäftsbericht enthält einen Lagebericht, in dem der Vorstand die Aktionäre über die Entwicklung des Unternehmens unterrichtet.

Der bezieht sich auf den Zeitraum seit dem Bilanz-Stichtag (also der Stichtag, zu dem die Bilanz aufgestellt wurde).

Er soll aber v. a. auch die absehbare Entwicklung im weiteren Verlauf des laufenden Geschäftsjahres darstellen.

Der Geschäftsbericht muss von einem Wirtschaftsprüfer durch dessen Unterschrift testiert werden.

Dafür muss er zunächst prüfen, ob der Geschäftsbericht den gesetzlichen Anforderungen entspricht und ordnungsgemäß erstellt wurde.

Sofern dies der Fall ist, erhält das Unternehmen die notwendige Unterschrift des Wirtschaftsprüfers.


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Achtung: Wichtiges Warnsignal für Aktionäre

Wenn Sie erfahren, dass es Probleme bei der Abschluss-Prüfung gab oder noch immer gibt, ist das ein wichtiges Alarmsignal!

Solche Konflikte können darauf hinweisen, dass die Prüfer die weiteren Überlebens-Chancen des Unternehmens kritisch bewertet, oder dem Prüfer wichtige Unterlagen nicht vorlagen und daher eine fundierte Beurteilung nicht möglich war.

Solche Streitfälle gehen für Aktionäre selten positiv aus. Fast immer drohen schwere Kursverluste. Eine Abschluss-Prüfung sollte immer reibungslos verlaufen.

Aber selbst ein positives Testat ist keine „Erfolgs-Garantie“.

Sie dürfen z. B. keinesfalls erwarten, dass der Bestätigungs-Vermerk des Wirtschaftsprüfers Aufschluss darüber gibt, ob eine seitens des Unternehmens getätigte Investition für dieses vorteilhaft ist oder nicht.

Der Wirtschaftsprüfer bestätigt lediglich, dass die Buchführung des Unternehmens ordnungsgemäß ist.

Der Geschäftsbericht enthält neben den eben genannten Pflicht-Informationen im Regelfall weitere – nach Ansicht des Vorstands für die Leser interessante – Angaben.

Das sind z. B. Informationen über die Geschäfts-Zweige, in denen das Unternehmen tätig ist und natürlich auch über die Aktie und gegebenenfalls über die Aktionärs-Struktur.

Abgerundet wird der Geschäftsbericht durch mehrjährige Übersichten und Informationen über den Beteiligungs-Besitz der Aktiengesellschaft.

Da ein Geschäftsbericht öffentlich zugänglich ist und somit auch von Konkurrenten gelesen wird, dürfen Sie darin keine vertraulichen Informationen erwarten.

Der Vorstand – als derjenige, der für den Geschäftsbericht verantwortlich ist – wird die Entwicklung des Unternehmens aus seiner Sicht schildern.

Zwischen den Zeilen lesen

Dies sollten Sie bei der Lektüre stets berücksichtigen und daher auch versuchen, „zwischen den Zeilen“ zu lesen, denn dort werden Sie noch am ehesten versteckte positive oder negative Hinweise finden.

Wenn der Vorstand im Ausblick betont, dass es schwierig wird, die angekündigten Gewinn-Ziele zu erreichen, könnte das ein 1. Hinweis auf eine später folgende Gewinn-Warnung sein.

Das gilt auch bei Formulierungen in der Art: „Wir brauchen einen starken Endspurt, um die Ziele zu erreichen“.

Umgekehrt können Aussagen, die darauf hindeuten, dass die Ziele problemlos erreicht werden, ein Hinweis darauf sein, dass die Ziele nicht nur erreicht, sondern deutlich übertroffen werden.

Mein abschließender Praxis-Tipp: Lesen Sie an einem verregneten Wochenende 10 Geschäftsberichte.

Dann bekommen Sie ein Gespür dafür, wie das Zahlenwerk aufgebaut ist und ob das jeweilige Management optimistisch oder pessimistisch in die Zukunft blickt.

2. August 2016

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Rolf Morrien. Über den Autor

Rolf Morrien ist nicht nur Chefredakteur von „Morriens Einsteiger-Depot“, dem „Depot-Optimierer“, von „Das Beste aus 4 Welten“ und von „Rolf Morriens Power Depot“, er ist auch einer der renommiertesten Börsenexperten Deutschlands.