Edelmetalle: Das schwache Sommerhalbjahr hat begonnen
In den meisten Jahren folgen die Edelmetalle einem typischen saisonalen Verlauf. Stark und zumeist von steigenden Preisen gekennzeichnet ist das Winterhalbjahr, also der Zeitraum vom 1. September bis zum 31. März. Eher schwach präsentieren sich die Sommermonate. In ihnen erleben wir zumeist rückläufige Preise und das Preistief wird oftmals im August erreicht.
Edelmetallpreise: Der Faktor Schmuckindustrie
Fragt man nach den Gründen für dieses vergleichsweise verlässliche Preismuster, so trifft man recht schnell auf die Schmuckindustrie. Aus dem industriellen Bereich ist sie für Gold und Silber einer der größten Abnehmer. Da beim Silber auch die Elektro- und Elektronikindustrie große Mengen ordern, ist hier die Dominanz der Schmuckindustrie nicht ganz so ausgeprägt wie beim Goldpreis.
Wichtig und zentraler Dreh- und Angelpunkt für die Schmuckindustrie ist natürlich das Weihnachtsgeschäft. Vor Weihnachten wird in Europa und den USA traditionell am meisten Schmuck gekauft. Der Termin für das chinesische Neujahrsfest schwankt zwar von Jahr zu Jahr, aber auch er fällt in die Monate Januar oder Februar.
Gold antizyklisch zukaufen: Sommerhalbjahr bietet sich an
Zu diesen Anlässen wird gerne Goldschmuck geschenkt, die Schmuckindustrie kauft deshalb im Vorfeld verstärkt Edelmetalle ein, um die Nachfrage befriedigen zu können. Das lässt nach dem Ende des Sommers die Preise steigen. Es spricht viel dafür, dass wir auch in diesem Jahr einen ähnlichen saisonalen Verlauf erleben werden. Das bedeutet, dass die Preise für Gold und Silber bis in den Hochsommer schwach bleiben werden.
Nachteilig ist diese Entwicklung für Sie nicht, wenn Sie vorrangig auf der Käufer- und nicht auf der Verkäuferseite stehen. Als Verkäufer haben Sie bei nachgebenden Preisen naturgemäß immer weniger zu lachen. Als Käufer hingegen profitieren Sie von günstigen Einkaufskursen und eine Korrektur beim Gold- und Silberpreis kann Ihnen deshalb sehr gelegen kommen.
Goldpreis: Sondersituation Wirtschaftskrise
Einen dicken Strich durch die Rechnung machen könnte uns in diesem Jahr jedoch die aktuelle Wirtschaftslage. Mit weiteren schlechten Nachrichten muss jederzeit gerechnet werden und diese könnten geeignet sein, das saisonale Muster aus dem Takt zu bringen. Von daher kann man sich anders als in der Vergangenheit nicht darauf verlassen, dass der Goldpreis im August 2009 sein Tief erreichen wird, sondern muss das gesamte schwächere Sommerhalbjahr für kontinuierliche Zukäufe nutzen. Wann der günstigste Kaufzeitpunkt gekommen ist, erfahren Sie im Nugget Effekt. Hier erhöhen wir Monat für Monat unseren Edelmetallbestand und nutzen gerade Schwächephasen am Markt besonders gerne für Zukäufe.
Quelle: Nugget Effekt


