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Der Hebel für Optionsscheine: Chancen und Risiken für Privatanleger

Der Aktienmarkt ist in Zeiten der Niedrigzinsen für den Anleger so gut wie unumgänglich. Viele Privatanleger suchen, wenn sie einmal die Scheu vor dem Wertpapiermarkt überwunden haben, nach noch besseren Gewinnchancen mit sogenannten Hebelprodukten. Hinter jeder erhöhten Chance verbirgt sich aber auch ein erhöhtes Risiko.

Der Hebel für Optionsscheine und andere Produkte

Optionsscheine sind ein klassisches Hebelprodukt, ebenso wie Derivate. Andere Produkte, die einen Hebel für die Investition bieten, sind zum Beispiel CFDs und ETFs. Der CFD (Contract for Difference) stammt aus England und verfügt teilweise über sehr hohe Hebel. Auf den ersten Blick ist dieses Produkt recht einfach gestaltet. In der Praxis ist der Handel mit Differenzkontrakten (CDFs) aber dann doch etwas komplizierter als von den Emittenten dargestellt.

Eine andere, relativ neue Anlageklasse ist der ETF. Mit einem solchen Exchange Traded  Fund können Privatanleger nicht nur in Aktien, sondern auch in Rohstoffe, Währungen und ähnliches investieren. Der ETF wird oftmals als besonders sicheres Investment bezeichnet. Dem würde ich allerdings, gerade bei einem gehebelten EFT, widersprechen. Auch hier sollte man als Privatanleger einiges an ETF-Basiswissen: Hebel-ETFs mitbringen.


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Das Omega: Kennzahl für den Hebel

Die wohl meistbeachtete Kennzahl für Optionsscheine ist das Omega. Das Omega gibt an, wie groß die Hebelwirkung eines Optionsscheins im Gegensatz zum Basiskurs ist. Besitzt ein Optionsschein ein Omega (also einen Hebel) von 5, bedeutet dies, dass bei einer Bewegung des Basiskurses um 1% der Optionsschein die entsprechende Bewegung um 5% nachvollzieht.

Mit Optionsscheinen kann der Anleger auch auf fallende Kurse setzen. Die Optionsscheine werden Puts genannt. Hier würde der Optionsschein um 5% steigen, wenn der Basiskurs um 1% fällt. Das Omega bleibt jedoch nicht gleich, sondern ist eine variable Größe: Bei jeder Veränderung der Restlaufzeit, der Dividenden, der Zinsen und der Volatilität verändert sich auch das Omega.

Das Delta: Ansatzpunkt für den Hebel

Der längste Hebel bleibt wirkungslos, solange er nicht angesetzt werden kann. Hier ist das Delta eine wichtige Kennzahl bei Optionsscheinen. Das Delta wird auch als die Preissensitivität eines Optionsscheins bezeichnet.

Mit dem Delta wird angegeben, wie sich der Geldpreis eines Optionsscheins in Bezug zum Basiswert verändert.

Bei einem Optionsschein mit einem Delta von 0,80 und einem Bezugsverhältnis von 0,1, verändert sich der Preis des Optionsscheins um 0,08 €, wenn der Basiswert sich um 1,00 € ändert. Sinkt das Delta hingegen gegen Null, wird auch die Betrachtung des Hebels (des Omega) irrelevant, weil die Kurse des Optionsscheins dann nicht mehr vom Basiskurs, sondern von anderen Faktoren wie der implizierten Volatilität beeinflusst werden.

Fazit: Optionsscheine für Privatanleger – Der Hebel ist nicht alles

Optionsscheine sind eine sehr komplexe Anlageklasse, bei dem nicht allein der Hebel der entscheidende Faktor ist. Denn wie in obigen Beispielen deutlich wurde, wird der Hebel unter anderem durch das Delta und andere Kennzahlen stark beeinflusst. Privatanleger sollten sich daher nur mit Hebelprodukten wie Optionsscheinen beschäftigen, wenn sie schon viel Erfahrung am „normalen“ Aktienmarkt gesammelt haben.

Zum Einstieg eigen sich für Privatanleger eher Optionsscheine mit einem kleinen Hebel und einer großen Restlaufzeit. Der kleine Hebel hält nämlich auch das Risiko geringer. Die lange Restlaufzeit wiederum sorgt für mehr Preisstabilität des Optionsscheins, da Optionsscheine mit Verringerung der Restlaufzeit an Wert verlieren.

12. September 2013

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Rüdiger Dalchow. Über den Autor

Seit 1995 ist er selber aktiv an den Märkten tätig und hat dabei sowohl Hochs als auch Tiefs erlebt. Aus dieser Erfahrung heraus ist es sein Ziel, dem privaten Anleger oftmals zu kompliziert dargestellte Zusammenhänge an der Börse möglichst einfach, aber dennoch effektiv näherzubringen. Seit 2011 führt sein Blog www.aktienhandel-einsteiger.de mit interessanten Fachartikeln und Interviews durch das Aktiendickicht.