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Der ifo-Index als guter Leitfaden bei Investitionen?

Das ifo-Institut für Wirtschaftsforschung befragt jeden Monat etwa 7.000 Unternehmen aus unterschiedlichen Branchen nach ihrer aktuellen Geschäftslage und die Erwartungen für das kommende halbe Jahr.

Der aus den Antworten ermittelte ifo-Geschäftsklimaindex gilt als viel beachtetes Barometer für die konjunkturelle Entwicklung in Deutschland.

Mehr dazu: Der Ifo-Index und seine Berechnung

Doch ist der ifo-Index als guter Leitfaden bei Investitionen zu sehen?

Der ifo-Index als „weicher“ Indikator

Der ifo-Geschäftsklimaindex gilt als wichtigstes Stimmungsbarometer der wirtschaftlichen Entwicklung der deutschen Unternehmen. Er wird als „weicher“ Indikator oder Stimmungsindikator für die Entwicklung der Konjunktur gesehen.

Die von den Unternehmen beantworteten Fragebögen werden in drei Konjunkturindikatoren unterteilt und bewertet. Dazu gehören das Geschäftsklima, die Geschäftsbeurteilung und die Geschäftserwartungen.


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Im Gegensatz dazu werden für das BIP oder die Exportangaben nur „harte“ Daten wie die tatsächlichen Auftragseingänge herangezogen.

Pro und Contra

Der ifo-Index gibt einen guten Überblick in die gegenwärtige Wirtschaftslage von Unternehmen. Durch die monatliche Befragung ist er anderen Statistiken zur Konjunkturlage wie dem BIP in der Aktualität und der Schnelligkeit der Veröffentlichung um einiges voraus.

Allerdings sind auch die Nachteile des ifo-Index nicht von der Hand zu weisen. Da nur ein gewisser Prozentsatz der Branchen um Mitteilung gebeten wird, entsteht kein einheitliches Gesamtbild der Wirtschaftslage. Somit kann eine Prognose auch Unzuverlässigkeiten aufweisen.

Prognosen

Die Erstellung sicherer Prognosen im Bereich des zu erwarteten Wirtschaftswachstums ist recht kompliziert. Der ifo-Index gilt jedoch als vertrauenswürdiges Instrument, um Trendwenden im Wirtschaftswachstum vorhersagen zu können.

Um die Aussagen des ifo-Index zu überprüfen, werden die Daten des BIP als Vergleichsgröße herangezogen. Dabei wurde festgestellt, dass die Prognosen zu den drei Kernfeldern Geschäftsklima, Geschäftsbeurteilung und Geschäftserwartungen in ihrer Zuverlässigkeit unterschiedlich zu bewerten sind.

Um eine relative Sicherheit bei der Prognose hinsichtlich des Geschäftsklimas zu bekommen, gilt die Drei-Monats-Regel. Das bedeutet, dass erst nach drei Monaten festgestellt werden kann, ob es sich um eine Trendwende handelt oder nicht.

In der Vorhersage der Geschäftserwartungen hat sich der ifo-Index bewährt. Bei der monatlichen Befragung geben die Unternehmen ihre zukünftigen Geschäftserwartungen an, was die Prognose so verlässlich werden lässt.

Der Indikator der Geschäftsbeurteilung kann allerdings doch erst etwa sechs Monate nach der Auswertung auf seine Richtigkeit überprüft werden.

Leitfaden bei Investitionen?

Doch ist die Prognose des ifo-Index als Leitfaden bei Investitionen zu sehen? Für eine erste Einschätzung der wirtschaftlichen Lage ist der ifo-Index eine viel beachtete Möglichkeit.

Die Zahlen zum Geschäftsklima und den Geschäftserwartungen haben einen zeitlichen Vorsprung und können somit sehr gut für eine Prognose herangezogen werden. Allerdings kann eine abschließende Geschäftsbeurteilung doch erst einige Zeit später zuverlässig abgegeben werden.

Mehr dazu: Ifo-Index: Wie treffsicher sind die Erwartungen an die deutsche Konjunktur?

Für eine kurzfristige Investition oder einer Prognose von Trendwenden im Wirtschafts-wachstum gilt der ifo-Index nach wie vor als einer der wichtigsten Gradmesser.

Ob der Index jedoch als Leitfaden bei Investitionen gesehen werden sollte, ist fraglich. Vielmehr ist er als ein Indikator von mehreren zu betrachten.

14. September 2012

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: David Gerginov. Über den Autor

David Gerginov wuchs in einem internationalen Umfeld auf und entdeckte schon früh sein Interesse am Thema Finanzen. Er publizierte unter anderem zum Thema Schuldenbremse und beschäftigt sich heute mit allen Fragen rund um Wirtschaft, Politik und Finanzen.