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Januar-Effekt: Überrenditen können nicht nachgewiesen werden

Für nahezu jede Börsensaison gibt es eine auf nachgewiesenen empirischen Erkenntnissen basierende Strategieempfehlung, die eine Überrendite verspricht.

Eine der bekanntesten ist die Börsenweisheit: „Sell in May and go away – but remember to come back in September“.

Langjährige Beobachtungen, wonach die Börsen besonders über die Sommermonate hinweg relativ schwach ausfallen, haben diese Börsenweisheit begründet.

Im Rahmen dieses Newsletters habe ich zuletzt im November die Gültigkeit dieser Strategieempfehlung nachweisen können.

Eine weitere bekannte Annahme ist die einer Jahresendrally.

Danach legen die Aktienkurse von Unternehmen, die sich während des Jahres positiv entwickelt haben, besonders zum Jahresende hin überdurchschnittlich zu.

In der gleichen Ausgabe mit dem Titel „Gibt es eine Jahresendrally?“ konnte ich diesen Effekt allerdings nicht nachweisen.

Direkt im Anschluss an die Jahresendrally soll sich ein weiterer saisonaler Effekt entfalten: der Januar-Effekt.


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Dieser der breiten Anlegermasse relativ unbekannte Effekt wird dabei oftmals auf 2 verschiedene Arten interpretiert.

Dabei wird die Börsenentwicklung im Januar als guter Indikator für die Gesamtjahresentwicklung herangezogen.

Januar-Effekt verspricht Überrendite

Eine andere Interpretation des Begriffs Januar-Effekt wurde beispielsweise von US-Ökonom Donald Kiem geprägt.

Dieser fand in einer Untersuchung des Aktienmarkts von 1963 bis 1979 heraus, dass zu Beginn eines Börsenjahres speziell mit Titeln, die im Vorjahr gefallen sind, Überrenditen erzielt werden können.

Zugleich sollen sich insbesondere Nebenwerte zwischen Mitte Dezember und Ende Januar relativ stärker entwickeln als in anderen Börsenmonaten.

Auch für diese Annahme habe ich mir die Mühe gemacht und die Aktienkursentwicklung der SDAX- und MDAX-Werte über die letzten 12 Jahre hinweg untersucht. So konnte man durchaus eine positive Entwicklung der beiden Indizes im Januar feststellen.

Seit dem Jahr 2000 weist der SDAX dabei eine durchschnittliche Performance von 1,3 % auf und der MDAX eine von gerade einmal 0,1 %.

März war besser als Januar

Im Vergleich hierzu gibt es aber Monate, die mit einer weitaus besseren Entwicklung aufwarten können.

So fiel die Kursentwicklung im Monat März bei beiden Indizes sehr positiv aus. Mit einem Plus von +3,0 % (SDAX) und +4,0 % (MDAX) konnten hier die Nebenwerte überdurchschnittlich zulegen.

Ein Grund hierfür ist die in diesen Zeitraum fallende Berichtssaison, welche über die letzten 12 Jahre zumindest im Durchschnitt für positive Überraschungen gesorgt hat.

Zugleich fallen in dieser Zeitspanne auch die endgültigen Dividendenankündigungen an, welche ebenfalls positiv überraschen konnten.

In den Monaten der Dividendenauszahlungen, die typischerweise nach den Hauptversammlungen im Juni und Juli stattfinden, lassen sich wieder Kursrückgänge beobachten.

Dass in diesen Monaten in der Vergangenheit Überrenditen erzielt werden konnten, ist allerdings kein zuverlässiger Indikator für die zukünftige Entwicklung.

Auch sollten Anleger die Anlageentscheidung nicht nach saisonalen Gesichtspunkten treffen.

Mehr dazu: Was es mit saisonalen Effekten auf sich hat

Zielführender ist hier eine Anlageentscheidung, welche auf langfristigen Überlegungen getroffen wird.

10. Januar 2012

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Cosmin Filker. Über den Autor

Der Chefredakteur des Newsletters "Nebenwerte aktuell" kann auf eine jahrelange Börsenerfahrung besonders im Nebenwerte-Bereich zurückblicken und durch seine berufliche Erfahrung beim Researchhaus GBC AG von der täglichen Präsenz am Markt profitieren.