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Der Markt ist mehr Casino als Börse: Was tun?

Aktuell erleben Sie bei Aktien Kurs-Bewegungen, die bis zu 50% und auch mehr am Tag liegen.

Dabei gibt es gar keine tagesaktuellen Nachrichten, die Kurs-Ausschläge in solchen Dimensionen begründen würden.

Beispiele von Kurs-Schwankungen jeweils eines Tages

Daimler: Ein Kurs-Sprung von rund 8% bei der Daimler-Aktie vom Tageshoch zum Tagestief trotz guter Zahlen.

Commerzbank: Der Aktienkurs der Commerzbank schoss um 18% nach oben.

Deutsche Bank: Die Deutsche Bank-Aktie legte um 11,8% zu.

Mylan: Die Aktie verlor gut 20%.

LinkedIn: Diese Aktie verlor über 50%.

Ölpreis: Der Ölpreis gewann (je nach Sorte) etwa 10%.

Selbst eine Anti-Zocker-Aktie wie Lindt & Sprüngli weist (Stand: Februar 2016) eine Bandbreite der Kurse von rund 10% auf.


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Der Markt gleicht einem Casino

Natürlich gibt und gab es Nachrichten, die man anführen könnte.

So wurde in den Medien der ausgewiesene Gewinn der Commerzbank als Begründung für das Kurs-Plus der Aktie genannt. Bei der Deutschen Bank war der Rückkauf der Anleihen der vermeintliche Kurs-Treiber.

Bei Mylan gab es ein teures Übernahme-Angebot für den pharmazeutischen Konzern Meda. Und LinkedIn gab einen nicht zufriedenstellenden Ausblick.

Das sind nur wenige Beispiele. Die Reihe ließe sich fortführen. Immer gilt aber: Eine Neubewertung der Unternehmen, die zu einer Veränderung des Konzern-Wertes bis zu 50% und mehr am Tag führen könnte, war nicht gegeben.

Bei meinen täglichen Beobachtungen der Märkte komme ich mir deshalb oft vor wie im Spiel-Casino. Und das Wort „Spiel-Casino“ trifft wohl am besten, was sich derzeit am Markt abspielt.

Medien zeigen oft nur die halbe Wahrheit

Bei der Commerzbank werden in den Kommentaren zwar die 18% Tagesgewinn der Aktie bejubelt.

Es wird aber „vergessen“, dass die Aktie im Jahr 2007 noch über 300 € (splitbereinigt) kostete und im Jahr 2011 immerhin noch oberhalb von 50 € notierte.

Angesichts dessen sind die Kurs-Gewinne von 6,39 € auf 7,54 € für Langzeit-Aktionäre völlig bedeutungslos.

Bei der Deutschen Bank-Aktie sieht es ähnlich aus: Im Jahr 2007 notierten die Papiere noch oberhalb von 100 €.

Jetzt (Stand: Februar 2016) haben sie von 13,69 € auf 15,30 € zugelegt – für Langzeit-Aktionäre ein kurzes Zucken „kaputter Papiere“.

Dead-Cat-Bounce

Im englischen Sprachgebrauch hat man dafür humorvoll den Begriff „Dead-Cat-Bounce“ kreiert. Das heißt übersetzt: Der Hüpfer einer toten Katze.

Das soll aussagen, dass auch eine tote Katze noch einmal vom Boden abprallt, wenn sie aus entsprechender Höhe fallen gelassen wird.

Jubel-Arien (wie sie vielfach bei der Commerzbank und Deutschen Bank zu lesen waren) sind nicht angebracht.

Der Markt ist mehr Casino als Börse: Was tun?

Solche Achterbahn-Fahrten an den Märkten habe ich schon mehrfach erlebt. Man könnte aussteigen.

Rhetorische Frage: Wann steigen Sie bei solchen Kurs-Kapriolen wieder ein? Wann der Spuk vorbei ist, erkennen Sie erst rückwirkend.

Und dann stehen die Notierungen der Indizes vielleicht schon wieder mehr als 10% höher. Denn mehrere 100 Punkte Kurs-Veränderung am Tag im DAX sind derzeit gang und gäbe.

Nichts tun: Denken Sie immer daran: Sie können handeln, Sie müssen aber nicht. Deshalb kann es auch durchaus  gut sein, dass Sie nichts tun.

Auf große Bewegungen setzen: Gute Gewinn-Chancen bei gleichzeitiger Sicherheit bieten Ihnen fein austarierte Kombinationen des gleichzeitigen Kaufs von Calls und Puts auf dieselbe Aktie; Das ist ein Long-Strangle.

Damit setzen Sie auf eine große Kurs-Bewegung des Basiswertes (z. B. Deutsche-Bank-Aktie). Dabei spielt es keine Rolle, ob der Kurs der Aktie dynamisch nach oben läuft oder crashartig abstürzt.

In beiden Fällen erzielen Sie mit dieser Strategie einen hohen Gewinn – eine Strategie, die ich Ihnen im derzeitigen Mark gerne empfehle.

15. Februar 2016

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Rainer Heißmann. Über den Autor

Rainer Heißmann ist Autor für Wirtschafts- und Börsenfachpublikationen und Chefredakteur vom "Optionen-Profi" und "Heißmanns Königsklasse". Außerdem ist er Autor des Buchs "Reich mit Optionen". Seine größte Stärke: Komplexe Sachverhalte so zu erklären, dass sie auch dem Nicht-Fachmann verständlich und nachvollziehbar werden.