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Der Optionsschein Straddle – Erklärung und Beispiel

Was Wort Straddle kommt aus dem englischen und kann mit „Spagat“ oder „grätschen, spreizen“ übersetzt werden.

So wird bildlich eine Investmentidee beschrieben, bei der gleichzeitig ein „Call“ Optionsschein und ein „Put“ Optionsschein auf denselben Basiswert gekauft werden.

Hierbei werden beide Scheine in gleicher Anzahl und mit gleichen Eigenschaften erworben.

Das bedeutet Basiswert, Basispreis, Hebel, Laufzeit und Delta sind identisch, lediglich die Ausrichtung ist gegensätzlich.

Anleger nutzen diesen Straddle, um ihre Erwartung einer zukünftig hohen Volatilität gewinnbringend einzusetzen.

Mehr zum Thema: Short Straddle! Die Alternative, wenn nichts oder wenig passiert!

Welche Chancen und Risiken verbergen sich hinter dem Optionsschein Straddle?

Das maximale Risiko des Optionsschein Straddle beschränkt sich auf den für beide Optionsscheine gezahlten Preis.

Dieser Verlust tritt dann auf, wenn der Kurs des Basiswertes zum Verfallstermin derselbe ist wie zum Kaufzeitpunkt. Hier würden beide Scheine dann bei 0 EUR liegen und verfallen.


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Sobald sich der Kurs des Basiswertes jedoch vom Basispreis entfernt – egal in welche Richtung –bekommt einer der beiden Optionsscheine einen Wertzuwachs.

Der andere verliert entsprechend an Wert.

Damit sich diese Strategie lohnt, muss der Wertzuwachs eines der beiden Optionsscheine zum Verkaufszeitpunkt mindestens so groß sein wie der Preis, den man am Anfang für den Kauf beider Optionsscheine bezahlt hat.

Mehr zum Thema: Long Straddle: Die Alternative in unsicheren lebhaften Märkten

Die gängigste Strategie an einem Beispiel

Eine AG, deren Aktienkurs derzeit bei 50 Euro liegt, steht kurz vor der Verkündung der Quartalszahlen.

Sie haben keine Ahnung, ob das, was die Gesellschaft melden will, gut oder schlecht sein wird.

Nur in einem Punkt sind Sie sicher: Die Meldung wird einen relativ großen Kurssprung in die eine oder die andere Richtung auslösen.

Sie entschließen sich zu einer Straddle-Strategie und kaufen 1000 Call- und 1000 Put-Optionsscheine.

Diese haben jeweils einen Basispreis von 50 Euro, ein Bezugsverhältnis von 1:1 und eine Restlaufzeit von 3 Monaten zu einem Kurs von jeweils 3 Euro pro Stück

Sie bezahlen also insgesamt 6.000 Euro.

Damit Ihre Straddle-Strategie erfolgreich wird, müssen entweder die Put- oder die Call-Optionsscheine zum Verkaufszeitpunkt mehr als 6.000 Euro (das heißt 6 Euro pro Schein) wert sein, während die anderen Optionsscheine wertlos verfallen.

Angenommen, Sie hielten die Scheine bis zum Ende ihrer Laufzeit. Ihr Wert bestünde nun aus dem „Inneren Wert“.

Um mit der Straddle-Strategie noch einen Gewinn erzielen zu können, müsste in diesem Fall der „Innere Wert“ einer der beiden Optionsscheine über 6 EUR liegen.

Die zugrunde liegende Aktie müsste dazu entweder auf mehr als 56 Euro steigen oder unter 44 Euro fallen. Im ersten Fall würde der Call-Optionsschein einen Wert von mehr als 6 Euro haben, während der Put-Optionsschein wertlos verfiele, im zweiten Fall wäre es genau umgekehrt.

Theoretisch ist das Verlustrisiko also begrenzt, wohingegen die Gewinnchance unbegrenzt ist.

Sollte der Kurs der Aktie auf beispielsweise 70 Euro ansteigen, so läge der Gewinn – abzüglich des gezahlten Kaufpreises von 6 Euro pro Schein – bei 14 Euro je Call-Optionsschein.

Somit hätte Ihnen dieser Optionsschein Straddle einen Gewinn von 14.000 EUR eingebracht.

Mehr zum Thema: Straddle-Strategie: So funktioniert der Handel

26. Oktober 2012

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Christian Klein. Über den Autor

Christian Klein hat durch eine Ausbildung in der Finanzbranche und ein anschließendes Studium mit Schwerpunkt BWL weitreichende Erfahrungen im Wertpapierhandel sammeln können. Aus persönlichem Interesse setzt er sich weiterhin mit Finanzpolitischen Themen sowie detaillierten Analysen auseinander. Als privater Anleger mit mehr als zehn Jahren Erfahrung befasst er sich mit technischer Analyse und deren Zusammenhang im täglichen Marktgeschehen.