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Der Präsident der Europäischen Zentralbank – Der oberste Währungshüter

Super-Mario wird er gern genannt – der amtierende Präsident der Europäischen Zentralbank: Mario Draghi. Immer, wenn es um die Euro-Rettung geht, ist er zur Stelle, kämpft gegen feindselige Spekulanten am Kapitalmarkt, für die Stabilisierung des Euro und für das Comeback des gemeinsamen Wirtschaftsraums.

Der Präsident mag die oberste Autorität in vielen Staaten der EU sein. In der Europäischen Zentralbank ist der Präsident das nur bedingt.

Denn die Geschäfte der Notenbank für den Euroraum leitet ein Direktorium, in dem neben dem Präsidenten der Europäischen Zentralbank noch fünf weitere Personen sitzen. Amtierender Präsident der Europäischen Zentralbank ist der Italiener Mario Draghi.

Sonderstellung des Präsidenten der Europäischen Zentralbank

Die Sonderstellung des Präsidenten der Europäischen Zentralbank kommt im Wesentlichen in zwei Punkten zum Ausdruck:


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Zum einen ist er unbestreitbar das Gesicht der  Europäischen Währungsbehörde, er vertritt die Europäische Zentralbank also in allen Belangen nach außen. Daher sind die Namen der EZB-Präsidenten auch oft in den Medien zu lesen oder zu hören.

Zum anderen hat der EZB-Präsident die entscheidende Stimme, wenn im Direktorium Stimmengleichheit herrscht. Denn das Direktorium trifft seine Entscheidungen durch einfache Mehrheit. Es besteht aus dem Präsidenten, dem Vizepräsidenten und vier weiteren Mitgliedern – somit kann es bei Entscheidungen die Situation von drei zu drei Stimmen geben.

Das wichtigste Beschlussorgan der Europäischen Zentralbank ist aber nicht das Direktorium, sondern der EZB-Rat. Der EZB-Rat setzt sich aus den sechs Mitgliedern des EZB-Direktoriums und den Präsidenten der nationalen Eurostaaten-Zentralbanken zusammen.

Europäischer Rat wählt Präsidenten der Europäischen Zentralbank

Der Präsident der Europäischen Zentralbank und die übrigen Mitglieder des EZB-Direktoriums werden vom europäischen Rat ausgewählt und einvernehmlich ernannt. Sie amtieren jeweils für acht Jahre, eine Wiederernennung ist nicht zulässig.

Nur Staatsangehörige der Mitgliedstaaten können Mitglieder des Direktoriums werden. Das Direktorium führt die laufenden Geschäfte und erteilt gemäß der von ihr vertretenen Geldpolitik den nationalen Zentralbanken die erforderlichen Weisungen.

Die Europäische Zentralbank ist im Euro-Währungsraum die entscheidende und wichtigste Notenbank – denn sie legt den finanzpolitischen Kurs fest. Sie setzt also beispielsweise den Leitzins fest oder trifft andere geldpolitischen Entscheidungen.

Neben der Europäischen Zentralbank gibt es aber auch noch die Notenbanken der Euro-Mitgliedsländer. Zusammen mit der EZB bilden sie das Europäische System der Zentralbanken.

Ziele der EZB und ihrer Präsidenten

Der Präsident der EZB ist natürlich deren Zielen verpflichtet, er muss sich mit seinen und den Entscheidungen des Direktoriums also innerhalb des Mandates der Europäischen Zentralbank bewegen. Das vorrangige Ziel der Zentralbank ist Preisniveaustabilität.  Sie hat aber auch ein Auge auf die konjunkturelle Situation, um etwa drohenden Rezessionen entgegenzusteuern.

Vor dem amtierenden EZB-Präsident Mario Draghi gab es bisher zwei weitere Präsidenten: Den Niederländer Wim Duisenberg und den Franzosen Jean-Claude Trichet. Draghi jedoch steht wie kein europäischer Währungshüter vor ihm für die Ausweitung des EZB-Mandats auch auf konjunkturpolitisches Terrain sowie zuletzt die europäische Bankenaufsicht.

Das hat ihm nachhaltig Kritik eingebracht. Zu seinen bekanntesten Kritiker zählen der Präsident des Münchner ifo-Instituts, Hans-Werner Sinn, aber auch der Präsident der Bundesbank, Jens Weidmann, der mit Draghi im EZB-Präsidium sitzt.

3. Januar 2014

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Michael Fehr
Von: Michael Fehr. Über den Autor

Michael Fehr wirkt seit fast zwei Jahrzehnten am internationalen Finanzplatz Frankfurt, ist ausgewiesener Finanz- und Wirtschaftsjournalist: Er arbeitete unter anderem für die Deutsche Börse AG, das ARD-Börsenstudio und die Financial Times Deutschland.