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Der Putschversuch in der Türkei und seine Folgen

Der Putschversuch in der Türkei macht das Land nicht nur für Touristen, sondern auch für Investoren immer unberechenbarer, immer gefährlicher und instabiler.

Investoren ziehen sich zurück

Was sicher ist: Der weiter schwelende Konflikt am Bosporus bestärkt die längst bestehende Skepsis von Investoren.

Zusammen mit dem bevorstehenden EU-Austritt der Briten und den vermehrten Terror-Anschlägen in Europa könnte sich die politische Unsicherheit negativ auswirken – und das nicht nur auf die Finanzmärkte in den Schwellenländern, sondern weltweit.

Nachteilige Effekte auf andere Schwellenländer

Bitte erinnern Sie sich daran, dass die Schwellenländer – wie etwa Brasilien, Russland, China oder Indien – noch vor einer ganzen Reihe wirtschaftlicher und politischer Probleme stehen.

Diese können sich durch Krisen wie in der Türkei schnell übertragen und somit negative Effekte auf andere Volkswirtschaften haben.

Übrigens, vielleicht wissen Sie es nicht:

Auch die Türkei gilt laut Weltbank und Internationalem Währungsfonds (IWF) als „Schwellenland“. Weltweit gilt sie als 17. größte Volkswirtschaft.


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Türkische Regierung beruhigt

Natürlich erklärte der stellvertretende türkische Ministerpräsident Mehmet Simsek noch kurz nach dem Umsturz-Versuch, dass Investoren sich keine Sorgen machen müssten.

Die Regierung habe in Absprache mit der türkischen Zentralbank und dem Finanz-Ministerium sozusagen alles im Griff.

Die Geschäfts-Banken erhielten unbegrenzten Zugang zu Liquidität – und das ohne jegliche Gebühr. Grund zur Sorge würde keine bestehen – natürlich nicht.

Türkei = Hohe Auslands-Verschuldung

Was Mehmet Simsek geflissentlich vergaß zu erwähnen, und beispielhaft: Die Istanbuler Sekerbank TA verschob eine geplante Anleihen-Ausgabe von 300 US-Dollar.

Das Signal ist eindeutig: Treten weitere Anleger von geplanten Investitionen zurück, wird sich die finanzielle Lage im Land deutlich verschlechtern.

Ebenso verzichtete der 2. Ministerpräsident das Wort Auslands-Verschuldung in den Mund zu nehmen.

Gleichwohl weiß er, warum: Denn jene ist mit sage und schreibe knapp 400 Mrd. US-Dollar auf 52% des BIP gestiegen.

Allein 25% der jährlichen Wirtschafts-Leistung der Türkei ist nötig, um diese Auslands-Schulden und ihre Refinanzierung zu bedienen!

Das ist mehr als saftig, finden Sie nicht auch?!

Kampf gegen die Teuerung und umstrittene Unabhängigkeit der türkischen Zentralbank

Aber das ist noch längst nicht alles an Hiobsbotschaften: Aufgrund einer schwachen heimischen Währung, der Lira, verteuern sich die Import-Preise. Dies wiederum erschwert den angesagten Kampf gegen die hohe Teuerung.

Und auch die Geld-Entwertung liegt derzeit bei rund 7,6%. Dahingehend wurden 5% von der Zentralbank angestrebt. Außerdem hängt allgegenwärtig das Damokles-Schwert des raschen Kapital-Abflusses über der Türkei.

Präsident Erdogans wiederholte Versuche, die Unabhängigkeit der Zentralbank des Landes einzuschränken, führt auch nicht gerade zum Vertrauen der Anleger.

So gibt es viele hausgemachte Probleme im Land, die alles andere als wirtschaftsfördern sind – ganz im Gegenteil…

21. Juli 2016

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Guido Grandt. Über den Autor

Der Autor, Jahrgang 1963, war viele Jahre lang als Manager in verschiedenen großen Unternehmen tätig. Lernte das unternehmerische Handwerk sozusagen von der "Pike" auf, bevor er sich ganz dem wirtschaftlichen, politischen und gesellschaftlichen Geschehens Deutschlands publizistisch widmete.