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Der Rohstoffindex CRB

Der weltweit älteste Rohstoffindex CRB enthielt zu Anfang (1957) noch 28 Komponenten, die jeweils mit 3,57% gewichtet waren – darunter Baumwolle, Eier, Wollfett, Zink und sogar Zwiebeln.

Die gleiche Gewichtung setzte den Index allerdings eher aufs Abstellgleis, da er die Preisentwicklung von Eiern mit dem für den Weltmarkt wesentlich wichtigeren Rohstoff Öl auf eine Stufe stellte.

Der Rohstoffindex CRB entwickelt sich

Bis heute hat sich der CRB mehrfach verändert. Die Anpassung an die heutige Wirtschaftslage und die Weltnachfrage bedingte eine mehrmalige Aktualisierung des Index.

Nach der zehnten Überarbeitung im Jahre 2005 wurde der Rohstoffindex CRB unter dem Namen Reuters/Jefferies CRB Commodity Futures Index geführt.

Die letzte Namensänderung erfolgte 2009 durch den Zusammenschluss der Unternehmen Thomson Corporation und Reuters. Nun heißt der Index: Thomson Reuters/Jefferies CRB Index (TRJ/CRB)

Seitdem umfasst er 19 verschiedene Futures, die an Warenterminbörsen gehandelt werden.

Die neue Aufstellung des TRJ/CRB

Heute sind die 19 Komponenten in 4 Subkategorien mit unterschiedlicher Gewichtung unterteilt:

  • Petroleum (Öl, Gas, Benzin) – 33%
  • Hochliquide Rohstoffe (Rind, Aluminium, Gold, Kupfer, Mais, Sojabohnen, Erdgas) – 42%

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  • Liquide Rohstoffe (Kakao, Kaffee, Zucker, Baumwolle) – 20%
  • Diversifizierende Rohstoffe (Silber, Nickel, Orangensaft, Weizen, Schweinefleisch) – 5%

Diese Aufteilung lässt sich für viele leicht nachvollziehen, da in der heutigen Zeit wesentlich mehr Energierohstoffe als früher nachgefragt werden.

Allerdings wird auch das Wachstumspotenzial der bevölkerungsreichen asiatischen Länder berücksichtigt, weshalb der Anteil von Agrarrohstoffen ebenfalls zugenommen hat.

Der Hintergrund von Rohstoffindizes

Rohstoffindizes machen es möglich, eine aggregierte Beurteilung der Preisentwicklung von Rohstoffen darzustellen und dienen als Basiswert für diverse Derivate.

Außerdem lassen sich über sie die Kostenentwicklung in der Industrie sowie die zukünftige Entwicklung der Inflation vorhersagen.

Mehr zum Thema: Rohstoffmärkte: Das nötige Fachwissen für Ihren Erfolg

Für den Privatanleger wichtig

Auch für den Privatanleger ist ein Rohstoffindex ein interessantes Investment. Um eine logische Diversifikation in seinem Portfolio vorzunehmen, sollten Rohstoffe nicht fehlen.

Doch ein Direktinvestment ist aufgrund von Lieferung und Lagerung effektiv zu teuer. Außerdem ist es schwierig, den „richtigen“ Rohstoff auszuwählen.

Ein Investment in Rohstoffe hat den Nachteil, dass hier keine Zinsen oder Dividenden gezahlt werden. Einzig und allein die Preisentwicklung ist entscheidend.

Mehr zum Thema: Ein ideales Depot: Rohstoffe, Gold und Dax

Rohstoffe als Schutz vor Inflation

Blickt man in die Vergangenheit, waren Rohstoffe in Krisenzeiten stets oberstes Handelsgut.

Nach dem ersten Weltkrieg kam es in Deutschland zu einer Hyperinflation, sprich einer rasanten Geldentwertung, die teilweise schon über Nacht verheerende Auswirkungen hatte.

Ein Brötchen kostete irgendwann mehrere Millionen Mark. Der Gegenwert eines Rohstoffes hingegen war für die damaligen Verhältnisse relativ stabil, so dass mitunter auf Tauschgeschäfte zurückgegriffen wurde.

Auch heutzutage gilt der Rohstoff Gold als inflationsgeschütztes Investment. Jedoch unterwirft man sich bei der Kapitalanlage in nur einen einzigen Rohstoff einem zu großen individuellen Risiko.

Hier hilft im Regelfall ein diversifizierender, im besten Fall wachstumspotenziell ausgerichteter Rohstoffindex.

10. Februar 2013

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Christian Klein. Über den Autor

Christian Klein hat durch eine Ausbildung in der Finanzbranche und ein anschließendes Studium mit Schwerpunkt BWL weitreichende Erfahrungen im Wertpapierhandel sammeln können. Aus persönlichem Interesse setzt er sich weiterhin mit Finanzpolitischen Themen sowie detaillierten Analysen auseinander. Als privater Anleger mit mehr als zehn Jahren Erfahrung befasst er sich mit technischer Analyse und deren Zusammenhang im täglichen Marktgeschehen.