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Der Schweizer Franken – eine Geschichte mit offenem Ausgang

Über den Schweizer Franken ist besonders im Zusammenhang mit der Staatsschuldenkrise häufig berichtet worden.

Der Grund war vor allem, dass diese Währung von vielen Anlegern als sicherer Hafen in Krisenzeiten auserkoren wurde.

Dieses Anlegerverhalten hat sich deutlich im Kurs des Schweizer Franken widergespiegelt:

2008 stand der Euro zeitweise noch bei über 1,60 CHF (Schweizer Franken). Ab 2010 kam dann richtig Schwung in den Wechselkurs, bis 2011 fast die Parität erreicht wurde – also nahezu ein Umtauschverhältnis von 1 zu 1.

In dieser Situation sah sich die Schweizerische Nationalbank gezwungen, Maßnahmen zu ergreifen, um der extremen Aufwertung entgegenzuwirken.

Diese Maßnahmen blieben nicht ohne Konsequenzen. Der Kurs des Schweizer Franken stabilisierte sich. Doch ganz gefahrlos ist das Vorgehen der Nationalbank nicht.

Der Schweizer Franken als sicherer Hafen

Die Stabilität und Vertrauenswürdigkeit einer Währung steht in einem sehr engen Zusammenhang mit der Stabilität und Vertrauenswürdigkeit des jeweiligen Staates.

Anleger sahen in der Vergangenheit in der Schweiz vielfach die besten Voraussetzungen, um in Krisenzeiten ihr eigenes Vermögen zu schützen.


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Am historischen Kurs des Schweizer Franken lassen sich deshalb häufig die globalen wirtschaftlichen und politischen Krisen ablesen, da es zu diesen Zeiten mitunter zu einer starken Aufwertung kam.

Die wirtschaftliche Stabilität der Schweiz war stets ein Eckpfeiler des entgegengebrachten Vertrauens. Die weithin bekannte politische Neutralität tat ihr Übriges.

So kam es auch im Zuge der Staatsschuldenkrise im Euroraum dazu, dass Anleger den Schweizer Franken verstärkt nachfragten und damit eine heftige Aufwertung in Gang gesetzt wurde.

Mehr zum Thema: Eurokurs fast auf Niveau des Schweizer Franken (August 2011)

Schweizerische Nationalbank stoppt Aufwertung

Auch wenn die Flucht in den Schweizer Franken zunächst ein Beleg für die Stabilität des eidgenössischen Wirtschafts-, Finanz- und Politiksystems war, stellte die massive Aufwertung die Schweiz vor große Probleme.

Unter dem starken Schweizer Franken begann die heimische Exportwirtschaft zu leiden und es wurde seitens der Schweizerischen Nationalbank die Notwendigkeit gesehen, die Notbremse zu ziehen.

In einer knappen Mitteilung wurde deshalb im September 2011 verkündet, dass die Schweizerische Nationalbank keinen Euro-Franken-Kurs unterhalb von 1,20 mehr tolerieren werde.

Demnach sei man bereit, mit aller Konsequenz unbeschränkt Devisen zu kaufen, um diesen Mindestkurs zu gewährleisten.

Auslöser für diese Entscheidung war der Mitteilung zufolge die Bedrohung der Schweizer Wirtschaft und die Sorge vor einer deflationären Entwicklung.

Folgen der Franken-Euro-Kopplung

Die Folgen des Vorgehens der Schweizerischen Nationalbank sind noch nicht langfristig absehbar. Verschiedene Szenarien sind dabei vorstellbar.

Zum einen könnten Spekulanten darauf hoffen, dass die Schweizerische Nationalbank diesen Kurs nicht auf Dauer wird halten können. Bei einem Einknicken seitens der Schweizer könnte also eine weitere Aufwertung die Folge sein.

Dass darunter die Wirtschaft leiden würde, hatte sich in der Vergangenheit bereits angekündigt. Gerade für den Export und den Tourismus drohen Probleme.

Unter anderem existiert jedoch auch die Meinung, dass der Schweizer Franken als sicherer Hafen ausgedient hat.

Mehr zum Thema: Schweizer Franken – kein sicherer Hafen

Die Kopplung an den Euro sorgt demnach dafür, dass für Anleger aus dem Euroraum eine Flucht in den Schweizer Franken wenig attraktiv ist: Bei einer Euroinflation würde der Schweizer Franken ebenfalls abrutschen.

Zudem hat die Schweizerische Nationalbank große Mengen an frischen Franken in die Märkte gepumpt, um ihr Vorgehen durchführen zu können.

Viele Experten rechnen deshalb damit, dass es zu einer erhöhten Inflation kommen wird, obwohl momentan noch nicht viel davon zu spüren ist.

Wie es mit dem Schweizer Franken weitergehen wird, ist offen. Auf der Suche nach einem sicheren Hafen sollte man aber auch nach Alternativen Ausschau halten.

8. April 2013

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Sebastian Grünewald. Über den Autor

Sebastian Grünewald ist freier Autor und Redakteur mit mehrjähriger Erfahrung. Er vermittelt einer breiten Leserschaft ökonomische Zusammenhänge und Themenfelder wie private Vorsorge und Geldanlage mit einfachen Worten.