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Der S&P 500: Benchmark für den US-Markt

Standard &Poor‘s ist seit Mitte der 60er eine Tochtergesellschaft des amerikanischen Medienunternehmens McGrawHill und hat sich mittlerweile vor allem als Ratingagentur etabliert. Neben Kreditratings und Risikobewertungen gehören aber auch Indizes zu ihren Geschäftsfeldern.

Der S&P 500 Index hat nun den großen Vorteil, dass er die Situation des Marktes mit seinen 500 Unternehmen realistischer widerspiegeln kann als der Dow mit nur 30 Unternehmen. Somit gilt der S&P 500 immer mehr als Benchmark für den US-amerikanischen Aktienmarkt.

Mittlerweile ist sogar die Performance der meisten Aktienfondsmanager an diesen Index gekoppelt.

Wichtige Eckdaten des S&P 500

Erfinder: Standard and Poor’s Index Services, die “Indexabteilung” von S&P.

Unternehmensanzahl: 500

Unternehmenstypen: Der S&P 500 versucht, möglichst alle Bereiche der US-amerikanischen Wirtschaft einzubeziehen. Er umfasst eben nicht die 500 größten Unternehmen, sondern die 500 am weitesten verbreiteten Unternehmen.

Auswahlkriterien: Die Bestandteile des S&P 500 werden von Standard & Poor’s Index-Kommitee ausgewählt. Ausgewählt werden die Unternehmen nach Größe ihres Marktes, Unternehmensgröße, Liquidität und Industrie.

Jedes Jahr werden im Index etwa 25-50 Veränderungen vorgenommen. Grund dafür sind z.B. Mergers & Acquisitions und ihre möglichen negativen Konsequenzen, wie man es am Beispiel von Enron beobachten konnte.  Früher wurden auch internationale Unternehmen mit einbezogen. In Zukunft will man diesem Index jedoch nur noch amerikanische Unternehmen hinzufügen.

Wie er berechnet wird: Der S&P 500 wird nach Marktkapitalisierung gewichtet. Das bedeutet, dass jede Aktie in diesem Index nach ihrem jeweiligen Börsenwert gewichtet wird.

Index Investing: Die Vorteile des S&P 500

Der S&P 500 ist eine der besten Benchmarks für Standardwertaktien. Mit seinen 500 Unternehmen bietet er Investoren eine sehr gute Streuung und repräsentiert ca.70% des amerikanischen Marktes.

Die Performance des S&P 500 wird als sehr guter Indikator für die Performance des gesamten Marktes angesehen und es ist das Ziel jedes Fondsmanagers, besser zu sein als dieser Index.

Auch Gefahren möglich: Die Nachteile des S&P 500

Die Top 45 der amerikanischen Unternehmen machen mehr als 50% vom Wert des gesamten Indexes aus. Wenn diese Unternehmen in Schwierigkeiten geraten, wird der S&P ebenfalls um ca. 50% einbrechen.

Ein weiterer erheblicher Nachteil ist, dass im S&P nur noch sehr wenige internationale Unternehmen aufgenommen werden.

Die wichtigsten Anlageprodukte rund um den S&P 500

Es gibt auch für den S&P 500 jede Menge Indexfonds, die ihn verfolgen.

Die bekanntesten Fonds, die den S&P tracken, werden dabei an der Börse gehandelt: Es sind die Vanguard’s Standard & Poor’s Depository Receipts, besser bekannt als SPDRs oder auch „spiders“ („Spinnen“).

Es liegt an Ihnen, für welche Finanzprodukte Sie sich entscheiden. Informieren Sie sich aber auf jeden Fall über die Konditionen der jeweiligen Produkte, bevor Sie investieren.

21. Dezember 2012

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: David Gerginov. Über den Autor

David Gerginov wuchs in einem internationalen Umfeld auf und entdeckte schon früh sein Interesse am Thema Finanzen. Er publizierte unter anderem zum Thema Schuldenbremse und beschäftigt sich heute mit allen Fragen rund um Wirtschaft, Politik und Finanzen.