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Der Strip an der Börse: Geld verdienen und dabei sogar noch Aktien absichern

Der Begriff “Strip” bedeutet nichts anderes als: “Gleichzeitiger Kauf einer Call-Option und zweier Put-Optionen”.

Dabei wählt man jeweils für Call und Put dieselbe Laufzeit und in der Regel dieselben Basispreise.

Die Basis wird dabei so nah am Geld wie möglich gewählt (möglichst gleiches Niveau wie der aktuelle Kurs des den Optionen zugrundeliegenden Wertpapiers).

So verdienen Sie mit einem Strip an der Börse Geld

Mit einem Long Strip (also dem Kauf eines Strips) konstruieren Sie eine Strategie, die bei fallenden Kursen Profit abwirft, aber auch bei verstärkt steigenden Kursen des Underlyings ebenfalls profitiert.

Sie setzen dabei auf einen volatilen Markt und vorzugsweise fallende Kurse.

Der Long Strip wirft für Sie Gewinne ab, indem bei fallenden Kursen die Gewinne aus den beiden Puts schnell den Einsatz im Call übertreffen.

Aber auch bei stärker steigenden Kursen steigt der Call rasant an und kann somit die Verluste der beiden Puts überkompensieren und ebenfalls einen Gewinn für Sie abwerfen.

Bedingung ist, dass sich der Kurs des Underlyings innerhalb der Laufzeit des Calls und Puts entweder normal nach unten oder stärker nach oben bewegt.

Stagnierende oder sich wenig verändernde Kurse sind der Tod des Long Strips.

Es kann dann im Worst Case ein Totalverlust eintreten. Aus diesem Grunde sollten Sie nur einen Bruchteil des Kapitals einsetzen.

Profitprofil Ihres „Strips“:

Profitprofilschema eines „Strips“

Profitprofilschema eines „Strips“

Ihr Verlust ist auf den Einsatz begrenzt

Der maximale Verlust beim Strip ist begrenzt. Er berechnet sich aus dem Einsatz für den Kauf der Position und ist maximal, wenn am Laufzeitende der Kurs des zugrundeliegenden Wertpapiers (WP) genau zum Basispreis notiert (roter Pfeil).

Je weiter der Wertpapierkurs von diesem Basispreis entfernt ist, desto geringer wird der Verlust, bis irgendwann die Gewinnschwelle erreicht wird.

Gewinnen Sie in beide Richtungen

Wie am Profil des Strips erkennbar ist, ergeben sich Gewinne in beide Richtungen. Die Profitgröße ist bei fallenden Kursen schnell und bei steigenden Kursen flacher ansteigend.

Somit liegt auch die Gewinnschwelle im Kursminus-Bereich näher an der Basis als im Kursplus-Bereich.

Beispiel:

Strip auf Bayer (Kurse vom 24.07.14 13:48 Uhr)

Kurs der Bayer-Aktie etwa 100,50


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„Kauf 1 Kontrakt Call auf Bayer Basis 100 Laufzeit 15.Aug 14“

Kurs 2,52

+ gleichzeitig

“Kauf 2 Kontrakte Put auf Bayer Basis 100 Laufzeit 15.Aug 14“

Kurs 1,63

In diesem Beispiel gehen Sie davon aus, dass die Kurse kurzfristig entweder fallen (Verschärfung der geopolitischen Krise in der Ostukraine oder im Gazastreifen) oder aber kurzfristig stark ansteigen (Lösung in den Krisenregionen und Befreiungshausse).

Sie bezahlen für den Strip:

2,52 + 2*1,63 = 5,78 €

mal Kontraktgröße 100 = 578 pro Kontrakt „Strip“.

Szenarien

1. Bayer Aktienkurs 93

Fällt Bayer im Kurs auf 93 €, dann ergibt sich für Sie folgende Rechnung:

Ihre 100er-Puts kosten jeweils 7,00 € (100 – 93), Ihr Call hingegen ist wertlos.

Es errechnet sich folgender Wert für Ihren Strip:

2*7,00*100 = 1.400

Ihr „Strip“ brachte Ihnen also 1.400 minus 578 = +822 € Gewinn bzw. +142,2% Profit.

2. Bayer Aktienkurs 107

Steigt beispielsweise Bayer im Kurs auf 107 €, dann ergibt sich folgende Rechnung für Ihren Strip:

Ihre 100er-Puts sind wertlos, Ihr 100er-Call ist 7,00 € wert.

Es errechnet sich folgender Wert für Ihren Strip:

1*7,00*100 = 700

Ihr „Strip“ brachte Ihnen also 700 minus 578 = +122 Gewinn bzw. +21,2% Profit.

3. Bayer Aktienkurs 100

Bleibt beispielsweise Bayer im Kurs bei 100 € stehen, dann ergibt sich folgende Rechnung:

Ihre 100er-Puts sind wertlos, Ihr 100er-Call ebenfalls.

Es errechnet sich folgender Wert für Ihren Strip:

0 €.

Ihr „Strip“ brachte Ihnen also 0 minus 578 = -578 Verlust bzw. -100% Verlust.

Diese 578 sind der Maximalverlust, den Sie mit Ihrem Strip hinnehmen könnten.Dazu müsste aber die Bayer-Aktie am Laufzeitende genau auf 100 € punktlanden.

In der Regel werden Strips vor Laufzeitende veräußert. Denn dann haben beide Optionsseiten noch ein Aufgeld, welches Ihnen am Verfallstag verloren ginge.

Fazit

Ein Strip ist für Sie immer dann sinnvoll, wenn Sie unter unveränderten Bedingungen fallende Kurse erwarten, es aber durch ein bevorstehendes Ereignis zu durchaus stärker steigenden Kursen kommen könnte.

Sie machen in beide Richtungen Gewinne. Der maximale Verlust ist auf den Einsatz begrenzt.

Tipp von Michael Sturm: Aktien mit einem Strip absichern, ohne auf Gewinne bei steigenden Kursen zu verzichten.

Machen Sie einen Strip, wenn Sie Aktien besitzen und absichern möchten.

So haben Sie beispielsweise 100 Bayer-Aktien im Depot und können sie mit einem Strip absichern, ohne auf Gewinne bei stärker steigenden Kursen zu verzichten.

Noch besser: Sie sichern sich nicht nur ab, sondern verdienen sogar bei fallenden Kursen, trotz ihrer Position in 100 Bayer-Aktien.

Und nach oben werden Ihre Gewinne in Bayer sogar noch deutlich erhöht. Dafür ist ein maximales Risiko von 578 € sehr passabel, wie ich finde.

4. August 2014

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Michael Sturm. Über den Autor

Tauchen Sie ein in die neue Dimension des Handelns an der Börse. Mit seinen Börsendiensten Chancen-Investor und 5-Minuten-Trader arbeiten mehr als 2 Jahrzehnte Erfahrung und geballte Leidenschaft für die Finanzmärkte für Ihr Depot. Seine ebenso ungewöhnlichen wie erfolgreichen Trading-Strategien sind dabei stets geprägt von Michael Sturms Motto: Gewinnen mit Verstand und ruhiger Hand!