MenüMenü

Gratis Studie zum kostenlosen Download:
Neu: 3 Topaktien für das Jahr 2017 . . . Download hier ➜

Der Trend hält an – eine Flagge als Chartformation

Haben Aktien oder andere Wertpapiere innerhalb eines geplanten Zeitrahmens ihr Kursziel erreicht, kommt natürlich Freude auf. Der Kauf hat sich bis dahin gelohnt.

Reißt dann der steile Aufwärtstrend kurzeitig ab, so ist dies aber noch kein Grund, das Papier vorschnell zu verkaufen, vor allem wenn es sich nur um eine Verschnaufpause handelt.

Chartformation Flagge: Der Trend geht weiter

Ob dem so ist, zeigt die Charttechnik, konkret die Chartformation Flagge. Erst ging es wie an einem Strich nahezu gerade nach oben, was wie ein Fahnenmast aussieht. Dann aber sackt die Kurve mit einigen Auf- und Abwärtsfolgen leicht ab, was einer hängenden Flagge ähnelt.

In diesem Zickzack-Bereich haben andere Marktteilnehmer mal eben Gewinne mitgenommen oder vorsichtshalber verkauft, während andere zusteigen. Weil dies nicht an einem einzigen Tag geschieht, sackt der Kurs leicht ab, erholt sich gleich, gibt dann erneut nach und steigt wieder an.


Gratis Studie: Die Zukunft Ihres Depots?....

  • China Mobile (China), größter Mobilfunkanbieter weltweit
  • Vale (Brasilien), größter Eisenerzlieferant der Welt
  • Novo Nordisk (Dänemark), führender Hersteller Insulin der Welt
  • Petrochina (China), zweitteuerstes Unternehmen der Welt
  • Burberry Group (England), führender Luxushersteller der Welt
  • Harley Davidson (USA), legendärster Motorradhersteller der Welt

Hier erfahren wo sich der Einstieg noch lohnt ➜


Halbmast zur nächsten Runde

Diese Zwischenphase kann bis zu drei Wochen anhalten. Ist danach das Ende der Flagge erreicht, bricht der Kurs in der Regel wieder aus, steigt steil nach oben an und beschreibt sozusagen die nächste Hälfte der Fahnenstange – der Trend geht weiter. Bildlich gesehen hängt dann bei der Chartformation die Flagge auf Halbmast. Für den Anleger ist das allerdings keine Trauerbeflaggung, sondern das Zeichen, dass er sein Kursziel durchaus erhöhen kann.

Früher oder später erreicht jeder Trend eine solche Konsolidierungsphase, auch ein Abwärtstrend. In dem Fall steht die Chartformation Flagge eben auf dem Kopf, eine bärische Flagge. Sie ist das Spiegelbild der bullischen Flagge und hat die gleiche Bedeutung: Der Trend setzt sich fort.

Je nachdem um welchen Trend es sich handelt und wie man als Anleger positioniert ist, ist dies eine Warnung oder Anlass zur Freude. Wer etwa im Abwärtstrend Short-Papiere hält, freut sich genauso wie im Aufwärtstrend ein Anleger bzw. Trader mit Long-Positionen.

In dem Fall gibt die Chartformation Flagge das Signal: Titel halten oder gegebenenfalls zukaufen, sobald die Linie nach oben ausbricht. Sicherheitshalber sollte die Position mit einem Stopp-Loss unterhalb des Flaggentiefs abgesichert werden.

Börsenwettervorhersage gegen Verunsicherungen

In einer Konsolidierungsphase, in der die Umsätze vorübergehend dünner werden, ist die Flagge also eine Trendbestätigung und begegnet Verunsicherungen. Der zuvor überkaufte Extremzustand baut sich lediglich ab. Lasst in der Phase das Auf und Ab nach und werden die Ausschläge geringer, entsteht die Form eines Wimpels. Der hat die gleiche Bedeutung wie die Flagge.

Chartmuster sind durchaus hilfreich. Auch wenn sich nicht jeder Anleger sofort damit anfreunden mag, sie sind keine Kaffeesatzleserei von Trading-Nerds. Sie entstehen rein durch bestimmte Vorgänge am Markt und lassen ähnlich auf den weiteren Verlauf schließen wie Luftdruckunterschiede auf die Wettervorhersage. Allerdings: In beiden Fällen handelt es sich lediglich um Hinweise mit hohem Wahrscheinlichkeitswert. Eine Garantie gibt es nicht.

Keine voreilige Interpretation

Davon abgesehen müssen Chartmuster richtig interpretiert werden. Das bedeutet vor allem: abwarten bis sich ein Chartmuster ausgebildet hat. So macht eine Flagge nur Sinn, wenn die Kurve nach den genannten drei Wochen ausbricht. Dauert die Konsolidierungsphase zu lange, besteht die Gefahr, dass der Trend gebrochen ist.

Ebenso kann sich eine entstehende Flagge recht bald in ein Muster verwandeln, das eine Trendumkehr signalisiert. Ausgebildet ist die Flagge in der Regel nach ein bis zwei Wochen. Wie es dann weitergeht, lässt sich aber nicht etwa aus ihrem Neigungswinkel ablesen. Hierfür gibt es, wie erwähnt, eigene Trendumkehr-Signale.

21. Oktober 2015

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Ralf Hartmann
Von: Ralf Hartmann. Über den Autor

Ralf Hartmann arbeitet seit vielen Jahren im Bereich Wirtschaft und Finanzen und hat dabei stets besonders das Wohl des Lesers im Blick. Sein Ziel: Aufklären über Anlagemöglichkeiten und Chancen für interessierte Anleger.