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Der VDAX gilt als Angstbarometer der Börsen

Viele Anleger schauen immer wieder gebannt auf den VDAX, der als Angstbarometer der Börsen gilt. Er ist der DAX-Volatilitätsindex und soll anhand verschiedener Berechnungen eine Aussage über die Schwankungen im DAX in den nächsten 45 Tagen treffen. Mithilfe dieses Index können Anleger die Stimmung an der Börse einschätzen und darauf basierend Aktien kaufen oder verkaufen.

Den VDAX im Blick zu behalten ist interessant, um so die Lage an der Börse erfassen zu können. Schließlich kündigen sich große Katastrophen meist schon im Vorfeld an. Der VDAX sollte aber nicht das einzige Kriterium sein, wenn es um den Kauf oder Verkauf von Aktien geht

Definition des VDAX und wie er berechnet wird

Der VDAX wurde auf der Grundlage von Dax-Optionskontrakten an der EUREX mit einer Laufzeit von bis zu 24 Monaten berechnet. Optionskontrakte sind einseitige Kontrakte, die dem Käufer der Option das Recht geben, einen Basiswert zu einem bestimmten Preis innerhalb einer Frist zu kaufen oder zu verkaufen.


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Für den VDAX wurden diese Optionskontrakte nun berechnet, indem die vorhandenen Daten anhand einer Funktion abgebildet wurden. Der 2005 eingeführte VDAX-NEW ist im Unterschied zu seinem Vorgänger auch für Investments geeignet, deren Schwerpunkt auf Volatilität liegt.

Anleger sollten dem VDAX nicht zu viel Bedeutung beimessen

Für Anleger, die mit DAX-Aktien handeln, ist der VDAX ein interessanter Wert, da er eine Aussage über die mögliche Entwicklung des Marktes und der 30 DAX-Titel abgibt. Allerdings sollte der VDAX-Wert immer in Anbetracht des Marktumfeldes betrachtet werden und nie isoliert. Nur wenn hohe Risiken oder schwerwiegende Faktoren die Finanzkrise belasten, kann er für sich genommen aussagekräftig sein. In „normalen“ Börsenzeiten können problematische VDAX-Werte auch für eine einfache Korrekturanfälligkeit sprechen.

Für die Berechnung des VDAX wird von der Vergangenheit und der Gegenwart auf die Zukunft geschlossen wird. Da diese aber nicht vorhergesagt werden kann, sollte ihm nicht zu viel Bedeutung beigemessen werden.

30. September 2014

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: David Gerginov. Über den Autor

David Gerginov wuchs in einem internationalen Umfeld auf und entdeckte schon früh sein Interesse am Thema Finanzen. Er publizierte unter anderem zum Thema Schuldenbremse und beschäftigt sich heute mit allen Fragen rund um Wirtschaft, Politik und Finanzen.