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Der Verlust des Anfangskapitals senkt die Rentabilität von Windkraftanlagen

Die Rentabilität ist eine Kennzahl, die angibt, wie viel Gewinn man pro Einheit des eingesetzten Kapitals macht.

Welche Rentabilität Windkraftanlagen haben, kann man mithilfe des gesetzlich festgelegten Einspeisetarifs berechnen.

Das Erneuerbare-Energien-Gesetz garantiert Besitzern von Windkraftanlagen nämlich einen gewissen Mindestpreis für den produzierten Strom – und das in der Regel über 2 Jahrzehnte hinweg.

Windkraftanlagen – je früher sie am Netz sind, desto höher ist die Rentabilität

Während der ersten 5 Jahre nach der Inbetriebnahme zahlt der Netzbetreiber den Besitzern von Windturbinen an Land bei deren Erstbetrieb 8,93 Cent pro Kilowattstunde (KWh).

Sofern die Turbine schon vor dem 1. Januar 2015 am Netz ist, erhöht sich die Anfangsvergütung um 0,48 Cent pro KWh.

Außerdem verlängert sich die Anfangsperiode um einige Monate, wenn die von der Turbine produzierte Energie eine gewisse Schwelle nicht überschreitet.

Nach den ersten 5 Jahren sinkt der Einspeisetarif auf 4,87 Cent pro KWh.

Offshore-Windenergie: Höhere Anfangsvergütung aber niedrigerer Basistarif

Für Windkraftanlagen im Meer erhalten Investoren mindestens 15 Cent pro KWh während der ersten 12 Jahre. Dieser Tarif steigt mit der Küstenentfernung und der Wassertiefe des Standorts.

Die Anfangsvergütung beträgt zudem 19 Cent, wenn die Turbine vor dem 1. Januar 2018 in Betrieb ist.

Nach der Anlaufperiode sinkt der Tarif auf 3,5 Cent pro KWh ab.

Praktischer Verlust des Anfangskapitals am Ende der 20 Jahre

Der Anleger kann zum Beispiel in ein kommunales Beteiligungsmodell investieren. Er kauft die Windkraftanlage gemeinsam mit anderen Anlegern.

Mehr zum Thema: Neue Chancen für Windenergie

Geht man nun von einer Investitionssumme von 100.000 Euro pro Person aus und einem jährlichen Rückfluss von 8000 Euro, beträgt die Rentabilität der Windkraftanlage dabei jedoch kaum 8 Prozent.

Nach 20 Jahren ist die Windkraftanlage nämlich weitgehend wertlos. Und dieses verlorene Kapital muss man bei der Berechnung miteinbeziehen. So kommt man auf eine deutlich niedrigere Rentabilität.

Rentabilität hängt vom Steuersatz ab

Auch hängt die Rentabilität der Windkraftanlage vom persönlichen Steuersatz ab. Schließlich gelten die Geld-Rückflüsse als Einnahmen aus Gewerbebetrieb.

Jedoch kann man die Anfangsinvestition abschreiben, also deren Wertverlust steuerlich geltend machen, was die Steuerzahlungen senkt und die Rentabilität erhöht.

Üblicherweise liegen die Renditen je nach Anlage und Standort zwischen 3 und 6 Prozent.

Windkraftanlagen – eine Investition für Senioren

Analysten empfehlen eine solche Investition vor allem für Senioren. Die könnten so ihr Geld investieren und 20 Jahre lang mit festen Tarifen rechnen.

Und das alles hilft auch noch der Umwelt.

Mehr zum Thema: Energiewende in Deutschland: Die Kleinen zahlen für den Ökostrom

Für jüngere Investoren und solche mittleren Alters eigne sich die Windkraftanlage als Investitionsobjekt jedoch weniger. Schließlich müsste gerade diese Gruppe fürs Alter vorsorgen – und dazu eigne sich eine solche zeitlich begrenzte Investition nicht.

Wenn überhaupt, müssten die Erträge aus der Windkraft also sofort wieder in andere Produkte wie Rentenpläne investiert werden, so die Experten.

2. Juli 2013

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Lisa Louis
Von: Lisa Louis. Über den Autor

Lisa Louis ist freie Journalistin in Paris. Sie hat internationale Volkswirtschaftslehre in Deutschland und Frankreich studiert. Mit ihrem Wissen hilft Sie Lesern bei grundsätzlichen Fragen der Geldanlage und der Privaten Vorsorge.