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Derivate – das Produkt der Finanzbranche leicht erklärt

Derivate ermöglichen mit wenig Kapitaleinsatz hohe Gewinne, können jedoch auch große Verluste herbeiführen.

Die unterschiedlichen Kennzeichen von Derivaten sollen an zwei ausgesuchten Beispielen kurz und einfach erläutert werden.

Was sind Derivate?

Derivate sind Finanzinstrumente, mit denen gezielt auf Kurse, Preise und Indices gewettet werden kann.

Auch von Handelsgütern wie Rohstoffen oder landwirtschaftlichen Erzeugnissen sowie Vermögenswerten kann die Preisbildung von Derivaten abhängen.

Ereignisse wie die Insolvenz eines Unternehmens können ebenfalls den Preis bestimmen. Um Derivate leicht erklären zu können, werden aus den beiden Hauptkategorien, den Termingeschäften und Swaps, zwei Beispiele herangezogen.

Mehr dazu: Was sind Derivate?

Optionen

Diese Art von Derivaten fällt unter die Kategorie  der bedingten Termingeschäfte.

Optionen beinhalten das Recht, per Kauf- oder Verkaufswahlrecht zu entscheiden, ob eine vorher definierte Sache zu einem bestimmten Zeitpunkt realisiert wird oder nicht.


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Hierbei besteht keine Pflicht zum Kauf oder Verkauf, sondern nur eine Option, die auch verfallen kann.

Optionen werden zum Beispiel auf Aktien, Indices, Währungen oder Rohstoffe gehandelt.

Unterschied zwischen amerikanischen und europäischen Optionen

Der Unterscheid zwischen amerikanischen und europäischen Optionen ist nicht geographischer sondern zeitlicher Natur, wie auch in dem Artikel „Optionsscheine: Europäische und amerikanische Typen“ näher erläutert wird.

Eine amerikanische Option kann bis zur Fälligkeit jederzeit ausgeführt werden, wohingegen eine europäische Option nur am Verfallstag vor Ablauf der Vertragsfrist ausgeübt werden darf.

Optionen sind im Gegensatz zu anderen Derivaten wie das nachfolgend erläuterte CDS auch für kleinere, private Investments geeignet.

CDS

Unter einem Credit Default Swap (zu deutsch „Kreditausfall-Swap“) versteht man ein Kreditderivat, das den Handel mit Ausfallrisiken von Krediten oder Anleihen ermöglicht.

Die beiden Vertragspartner einigen sich auf einen Referenzschuldner als Basiswert. Hierzu eignen sich große Gesellschaften. Eine Vertragspartei, der Sicherungsnehmer, zahlt dem Sicherungsgeber eine Anfangs- sowie eine fortlaufende Prämie.

Der Sicherungsgeber garantiert dafür eine Ausgleichszahlung sobald der Referenzschuldner ausfällt, zum Beispiel durch Insolvenz oder Nichtzahlung.

Der Unterschied zu einer gängigen Kreditversicherung besteht in der Tatsache, dass die Ausgleichszahlung unabhängig vom Schaden ausgezahlt wird.

Zudem muss kein Vertragspartner das Kreditpapier wirklich besitzen und kann sich jederzeit von ihr lossagen. Dies macht ein CDS so risikoanfällig.

Risiken des CDS-Marktes

Die Gefahr des CDS-Marktes liegt in seiner Verselbstständigung und Entfernung von seinen ursprünglichen Zielen.

Banken bedienen sich dieser Art von Derivaten, um mit ihnen auf steigende und fallende Kurse zu spekulieren. Zudem wird auch auf die Entwicklung der Kreditwürdigkeit von Unternehmen oder auf Markttrends gewettet.

CDS sind grenzenlos verfügbar, jedoch stehen ihnen keine Realwerte gegenüber. Die Spekulation auf Kreditausfälle übersteigt deutlich das tatsächliche Risiko.

Hinzu kommt die nicht gegebene Transparenz der Banken, die im Geheimen den Handel mit CDS-Derivaten vorantreiben.

Durch eine zentrale Handelsplattform soll nun die Transparenz und Regulation des Marktes gefördert werden.

Mehr dazu: Optionen / CFDs: Der Vergleich

27. September 2012

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: David Gerginov. Über den Autor

David Gerginov wuchs in einem internationalen Umfeld auf und entdeckte schon früh sein Interesse am Thema Finanzen. Er publizierte unter anderem zum Thema Schuldenbremse und beschäftigt sich heute mit allen Fragen rund um Wirtschaft, Politik und Finanzen.