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Derivate-Nominalwert: Was der Nennbetrag bedeutet

Derivate sind Wertpapiere, die man als Kleinanleger erwerben kann. Damit ist eine Investition auf steigende oder fallende Kurse möglich.

Als Basiswert dienen hierbei Aktien, Währungen, Indizes, Rohstoffe und vieles mehr.

Somit kann man zum Beispiel als Privatanleger auch auf steigende Ölpreise, fallende Kaffeepreise oder einen steigenden EUR/USD spekulieren.

Nominalwert: Definition

Der Nominalwert wird auch Nennbetrag genannt. Diesen gibt es sowohl bei Geldscheinen als auch bei Aktien oder Anleihen.

Bei Geldscheinen ist es offensichtlich – der darauf gedruckte Wert entspricht dem Nennbetrag. Dieser Wert ist gesetzlich festgelegt und wird dadurch offiziell anerkannt.

Ähnlich läuft es bei Aktien. Hier entspricht der Nennwert dem Geldbetrag, der auf dem Mantel abgedruckt ist.

Wenn man den präzisen Nominalwert einer Aktie errechnen möchte, teilt man das gezeichnete Grundkapital durch die Anzahl der ausgegebenen Aktien.

Allerdings kann sich vor allem bei Aktien der Nennwert vom Marktwert deutlich entfernen.

Bei Derivaten ist der Nominalwert ein berechneter Wert des Derivats in einer bestimmten Währung. Dieser Nennbetrag wird dann als Anzahl der Aktien ausgegeben oder als ein bestimmtes Gewicht oder Volumen, sofern es sich um Rohstoffe als Basiswert handelt.

Nominalwert und die Derivateblase

Ein wichtiger Punkt, der gerne in einem Atemzug genannt wird mit dem Derivate-Nominalwert, ist die mögliche Blasenbildung.

Denn der Derivatemarkt bewegt gigantische Summen: Die weltweiten Schätzung gehen von rund 1 Brd. US-$ aus, mal ein paar hundert Bio. $ mehr oder weniger.

Entscheidend ist dabei das Verhältnis zum Bruttoinlandsprodukt der Länder.

Das weltweite BIP lag im Jahr 2014 bei rund 77 Bio. US-$. Deutschland hatte im selben Jahr ein BIP von 3,3 Bio. US-$. Vergleicht man, welche Geldmassen im Derivatemarkt bewegt werden, mit dem, was die Länder effektiv erwirtschaften, so ist dies keine gesunde Relation.

Nominalwert bei Derivaten: Hohe Schwankungsbreite

Vorsichtigen Schätzungen zufolge wird mit Derivaten jährlich ca. 15-mal so viel Geld bewegt, wie alle Länder der Welt in einem Jahr produzieren.

Dazu kommen die aktuell sehr volatilen Handelsphasen, in denen die Kurse binnen weniger Minuten um mehrere Prozentpunkte schwanken können.

Das alles liefert alle Zutaten für ein großes Desaster, weswegen Warren Buffet – der zugegebenermaßen mit Derivaten nicht sein Hauptgeschäft betreibt – sicher nicht zu Unrecht vor solchen „finanziellen Massenvernichtungswaffen“ warnt.

Nichtsdestotrotz kann man als Kleinanleger Derivate kaufen und damit spekulieren.

Der Anteil der Privatinvestoren ist minimal und wird kaum für das Platzen der Derivateblase verantwortlich sein.

Nominalwert bei Derivaten: Fazit

Der Derivate-Nominalwert ist abhängig vom Basiswert und der Struktur des Derivats.

Dementsprechend wird er auch unterschiedlich berechnet bzw. festgelegt. Als Kleinanleger sind Derivate eine gute Alternative zu Aktien oder Anleihen, vor allem weil man durch die Hebelwirkung mehr an Kursbewegungen partizipieren kann.

Außerdem kann man mit dieser Art Wertpapier auch auf fallende Kurse setzen und somit sein bestehendes Depot absichern oder einfach nur in einer schlechten Wirtschaftslage trotzdem Geld verdienen.

6. Mai 2013

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Michael Berkholz. Über den Autor

Michael Berkholz entdeckte vor einigen Jahren seine Leidenschaft fürs Trading und gibt sein Wissen heute mit großer Leidenschaft an seine Leser weiter.