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Derivate – Risiken

Derivate können dazu verwendet werden, sich gegen die Entwicklung des ihnen zu Grunde liegenden Basiswertes abzusichern.

Das können beispielsweise unvorhersehbare Preisentwicklungen bei Rohstoffen sein. Auf diese Weise kann man ein Gut etwa zu einem Termin in der Zukunft zu einem heute festgelegten Preis verkaufen.

Andererseits kann man Derivate auch dazu verwenden, auf die Entwicklung von Preisen zu spekulieren und dabei beträchtliche Gewinne realisieren.

Denn Derivaten wohnt auf Grund ihrer Konstruktion ein Hebeleffekt inne. Der bewirkt, dass Derivate sich im Vergleich zu ihrem Basiswert überproportional entwickeln.

Derivate – Risiken und Chancen

Nun wohnt an den Finanzmärkten generell allen Chancen auch ein Risiko inne.

Da die Chancen bei Derivaten vergleichsweise hoch sind, sind es also auch deren Risiken.

Allerdings sind Derivate nicht per se riskanter als Kassageschäfte.

Denn sie unterliegen im Prinzip den gleichen Marktrisiken wie die Basiswerte, auf die sich die Derivate beziehen.

Da Derivate Wetten auf die Entwicklung des Basiswertes in der Zukunft sind, von denen sie sich ableiten, bergen sie aber eine Reihe von Risiken, die die Basiswerte nicht oder nur eingeschränkt haben.


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Intransparenz

Während die Preise am Kassamarkt, also beim direkten Handel mit Basiswerten aller Art, durch Angebot und Nachfrage  zu Stande kommen, ist die Preisbildung bei Derivaten weniger transparent.

Das gilt insbesondere aus der Sicht von Klein- und Privatanlegern.

Denn neben dem Preis des Basiswertes spielen bei deren Derivaten andere Faktoren mit hinein, etwa die Restlaufzeit.

Wer diese zusätzlichen und elementaren Informationen nicht berücksichtigt – und oft sind die Wirkungen und Risiken solcher Faktoren für Privatanleger nur schwer nachvollziehbar, läuft Gefahr, Verluste auf sein Investment beklagen zu müssen.

Rechtliche Risiken wie das Kreditrisiko

Daher gilt es, bei Derivaten genau das Kleingedruckte zu studieren.

Im Prospekt zu einem Derivat schlummern in ihrer Wirkung nicht einfach zu durchschauende rechtliche Risiken.

So kann es zum Beispiel sein, dass bei Fälligkeit eines Derivates im schlimmsten Fall über das investierte Geld hinaus noch weitere Zahlungen fällig werden.

Der Anleger muss also damit rechnen, dass er am Ende über den Verlust der anfänglichen Investition sogar noch weitere Gelder aus seinem Ersparten zahlen muss, um den Vertrag zu erfüllen.

Insolvenz des Brokers

Das Brokerrisiko ist ein Fall, der zwar selten auftreten mag, um den man aber wissen muss, wenn man mit Derivaten handelt.

Denn Einlagen bei Brokern sind in der Regel nur bis zu einem bestimmten Betrag abgesichert.

Wenn der Broker Insolvenz anmelden muss, müssen Privatanleger im Zweifel herbe Verluste hinnehmen.

Das war etwa im Jahr 2005 bei der Pleite des US-amerikanischen Brokers Refco der Fall.Teilweise sind die dort eingelegten Gelder heute noch eingefroren.

Dagegen helfen abgesicherte Konten. Dafür allerdings sind in der Regel Mindesteinlagen erforderlich. In den USA betragen die 25 Tausend Euro. Nichts für den Kleinanleger also.

Die Hebelwirkung

Schließlich gilt für Derivate der Hebeleffekt.

Der macht Derivate attraktiv: Mit vergleichsweise geringem Kapitaleinsatz lassen sich hohe Renditen erwirtschaften.

Allerdings gilt natürlich auch das Gegenteil: Der Hebel lässt den Anleger auch überproportional an Kursverlusten des Basiswertes teilhaben.

Das kann zu einem Totalverlust führen. Und bei bestimmten Derivaten sogar über die anfängliche Investition hinausgehen.

30. Oktober 2012

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Michael Fehr
Von: Michael Fehr. Über den Autor

Michael Fehr wirkt seit fast zwei Jahrzehnten am internationalen Finanzplatz Frankfurt, ist ausgewiesener Finanz- und Wirtschaftsjournalist: Er arbeitete unter anderem für die Deutsche Börse AG, das ARD-Börsenstudio und die Financial Times Deutschland.