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Derivate-Spekulation: Was man alles handeln kann

Mit dem Investment in Derivate sind hohe Gewinne, aber auch hohe Verluste möglich. Besonders für Kleinanleger bieten sich damit gute Chancen, das Portfolio breiter aufzustellen. Die oft genannte Diversifikation liefert hier das Stichwort.

Neben Aktien kann man mit der Derivate-Spekulation auch in ganze Indizes, Rohstoffe, Anleihen, Zinsen oder Währungen investieren. Auch als Depotabsicherung dienen Derivate. So kann man sich bis zu einem gewissen Maße vor fallenden Kursen schützen. Absicherung durch Termingeschäfte

Hebelwirkung der Derivate

Der Knackpunkt bei der Derivate-Spekulation ist die Hebelwirkung. Wer klassisch in Aktien und Anleihen investiert, für den bewegt sich das eigene Depot meist sehr langsam. Hat man dazu ein paar Derivate gekauft, so hat das deutlich größere Auswirkungen auf das Portfolio – allerdings in beide Richtungen.

Die Hebelwirkung macht den Unterschied: Während man als Aktienbesitzer ausschließlich direkt von der Entwicklung des Aktienkurses betroffen ist, geschieht bei Derivaten einiges mehr. Klar, die Preise der Aktie sind entscheidend, allerdings spielen dazu auch noch Volatilität und andere Faktoren eine Rolle.

Besonders wirksam aber ist die Hebelwirkung. Steigt die Aktie an einem Tag um 1%, kann der Preis des Derivats je nach Hebel um deutlich mehr steigen. Abhängig vom gewählten Risiko sind hier auch Gewinne von 100% und mehr in kurzer Zeit möglich. 100% verlieren kann man dabei immer nur, wenn das Derivat wertlos verfällt. Derivate leicht erklärt

Derivate: Basiswerte

Der Basiswert eines Derivats entscheidet über dessen Preisentwicklung. Wie bereits erwähnt, können als Basiswert einzelne Aktien, Indizes, Rohstoffe oder andere Werte genutzt werden. Der Anleger hat hier die Qual der Wahl, denn der Derivate-Markt ist riesig.

Das hat Vor- und Nachteile. Von so viel Auswahl fühlen sich manche Privatinvestoren erschlagen und wagen sich gar nicht erst in neue Gewässer. Je nach zu investierender Zeit kann man viele mögliche Basiswerte analysieren und gute Handelsidee finden. Oder man beschränkt sich zunächst auf wenige Werte, mit denen man bereits Erfahrungen hat.

Short-Derivate

Mit Derivaten ist dem Kleinanleger auch die einfachste Möglichkeit gegeben, um an fallenden Kursen zu partizipieren. Hierbei kauft man sogenannte Short- bzw. Put-Derivate. Diese wetten auf fallende Kurse und funktionieren damit genau andersherum wie Long- bzw. Call-Derivate.

So kann man zum Beispiel Short-Derivate auf den DAX kaufen, wenn man der Meinung ist, dass die Kurse einbrechen werden. Auch kleine Konsolidierungen einer Aufwärtsbewegung kann man so mitnehmen. Bei fallenden Kursen Geld verdienen

Derivate-Spekulation

Für Privatinvestoren bieten Derivate die Tür zum großen Markt. Man kann unzählige Produkte handeln, und auch die Auswahl der Basiswerte ist enorm. Vorsicht ist jedoch geboten vor allzu hohen Hebeln, denn dann wartet der Totalverlust schon hinter der nächsten Ecke. Selbst Profis übertreiben es nicht mit der Hebelwirkung: Oft reichen Hebel zwischen 5 und 10, um solide Gewinne zu generieren.

Bevor man allerdings in ein Derivat investiert, sollte man sich eindeutig im Klaren sein, was man kauft. Es ist gibt sehr viele Unterschiede allein zwischen Knock-out-Produkten und Optionsscheinen. Wie man von Marktbewegungen profitiert Nur mit diesem Grundwissen darf man sich an der Derivate-Spekulation beteiligen.

15. April 2013

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Michael Berkholz. Über den Autor

Michael Berkholz entdeckte vor einigen Jahren seine Leidenschaft fürs Trading und gibt sein Wissen heute mit großer Leidenschaft an seine Leser weiter.