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Derivate-Strategien: Wie man mit Termingeschäften Gewinne erwirtschaftet

Mit Derivaten kann man an der Börse in beide Richtungen Gewinne erzielen: bei steigenden wie auch bei fallenden Kurse. Damit eröffnet sich dem Kleinanleger ein ganz großer Markt.

Doch auch die Gefahren sind hinlänglich bekannt: Besonders bei Hebelprodukten ist ein Totalverlust schnell möglich, und es sollte deshalb mit Bedacht investiert werden. Welche Strategien es hier unter anderem gibt, sehen wir uns im Einzelnen an.

Absicherungsstrategie

Das ist eine der Derivate-Strategien, mit denen man seine Aktien im Depot absichern kann. Dabei kauft man Short Derivate, also Wertpapiere, die auf fallende Kurse setzen. Als Basiswert nimmt man Aktien aus dem Depot, mit dem Ergebnis, dass bei fallenden Aktienkursen die Preise der Derivate steigen und man dort einen Gewinn verbucht. Gleichzeitig fällt natürlich auch der Aktienwert im Depot.

Man kann mit dieser Derivate-Strategie Aktienverluste zwar schwer komplett vermeiden, jedoch wird der Verlust minimiert. Außerdem kann man von den Derivate-Gewinnen bei deren Verkauf neue Aktien nachkaufen und somit den Durchschnittspreis der eigenen Aktien senken. Steigen die Kurse danach wieder, macht man aufgrund des niedrigeren Durchschnittspreises schneller wieder Gewinne.

Hat man mehrere Aktien aus einem Index im Depot, kann man auch gleich ein Short Derivat auf den gesamten Index kaufen. Das macht das Ganze übersichtlicher und man ist genauso an fallenden Kursen beteiligt und abgesichert. Depot absichern


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Zyklische Rohstoffstrategie

Wer sich die Statistik anschaut, der erkennt: Rohstoffe verhalten sich über das Jahr hinweg oft ähnlich und verlaufen nach denselben Mustern. Das bedeutet, in bestimmten Monaten habe einige Werte ihre Hoch- bzw. Tiefpunkte. Darauf kann man spekulieren.

Natürlich klappt das nicht immer, und es gibt immer wieder Ausreißer aus diesen Trends. Langfristig sollte man damit aber profitable Tradingideen umsetzen können – vor allem, wenn man sich die Charts dazu vorher genau ansieht.

Nehmen wir als Beispiel Crude Öl. Das hat Mitte März aktuell ein Hoch ausgebildet bei knapp 98 $ und ist seitdem am Fallen. Im Januar und Februar wurden ähnliche Hochs markiert, also ist dort momentan erst einmal kein Weiterkommen.

Der saisonale Chart für Crude spricht aber eine andere Sprache. Hier wird ein Tief Ende Februar markiert und dann geht es bis Ende September stetig nach oben, mit einer kleinen Konsolidierung ab Mitte Mai.

Das aktuelle Chartbild passt also nicht zum saisonal typischen Verhalten, und deshalb sollte man hier keinen Trade eingehen.

Anders dagegen Aluminium. Das läuft derzeit „nach Plan“ und fällt seit Februar. Hier kann man auf eine Erholung ab Juni spekulieren oder auf einen weiteren Abverkauf ab Mitte Juli – vorausgesetzt, der Chart hält sich bis dahin an seine saisonalen Vorgaben. So investiert man in Rohstoffe

Derivate-Strategien: Fazit

Es gibt eine Vielzahl von Derivate-Strategien, die man profitabel umsetzen kann. Hat man sein Depot auf Aktien ausgerichtet, macht die Absicherungsstrategie auf jeden Fall Sinn.

In den aktuell politischen Börsen rund um die Schuldenkrise sollten Rücksetzer immer mit eingeplant werden. Und selbst wenn der Markt einige Zeit seitwärts läuft, kann man so bei Konsolidierungen zwischendurch Gewinne erwirtschaften.

Wer lieber direkt mit Derivaten handelt und mit der Hebelwirkung arbeiten möchte, der sollte es mit dem Hebel jedoch nicht übertreiben. Weniger ist auch hier meistens mehr. So hat man zwar weniger Action im Depot, dafür wird man aber auch seltener mit Totalverlust ausgestoppt.

18. April 2013

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Michael Berkholz. Über den Autor

Michael Berkholz entdeckte vor einigen Jahren seine Leidenschaft fürs Trading und gibt sein Wissen heute mit großer Leidenschaft an seine Leser weiter.